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Mehr als 20 Tote und über 100 Verletzte durch Schüsse in Las Vegas



Bei einem Angriff durch einen Schützen auf ein Freiluftkonzert in Las Vegas sind mehr als 20 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Dies sei eine vorläufige Bilanz, sagte der Sheriff von Las Vegas, Joseph Lombardo, am Montag bei einer Medienkonferenz.

Eine genauere Angabe über die Anzahl der Opfer sei derzeit noch nicht möglich, sagte Sheriff Joe Lombardo am frühen Morgen (Ortszeit). Die Ermittlungen liefen noch.

Der mutmassliche Schütze, ein Bewohner der US-Casinometropole, sei von der Polizei getötet worden. «Wir glauben, dass es ein Einzeltäter ist, ein einsamer Wolf», sagte der Sheriff. Wie auf der Medienkonferenz weiter mitgeteilt wurde, sucht die Polizei nach einer Frau, die den Schützen begleitet haben soll.

Der Schütze feuerte am späten Sonntagabend (Ortszeit) vom 32. Stockwerk eines Hotels an der berühmten Casino-Meile aus auf die Besucher eines Konzerts im Rahmen des Country-Music-Festivals Route 91 Harvest.

Augenzeugen berichteten von Hunderten Schüssen bei dem Konzert mit rund 30'000 Besuchern. Dabei schien es sich um Schüsse aus einer automatischen Waffe zu handeln. Auf Bildern vom Angriffsort waren flüchtende Konzertbesucher zu sehen sowie auf dem Boden liegende Menschen.

Strip gesperrt

Die Polizei rief die Bevölkerung per Twitter dazu auf, die Gegend nahe der Meile voller riesiger Casinos sowie dem Flughafen zu meiden. Sie schrieb auch, dass einige Flüge zum nahe gelegenen Flughafen der Stadt umgeleitet worden seien. Der bekannte Boulevard der Metropole, der sogenannte Strip, sei gesperrt worden.

Die Polizei ermahnte die Menschen während des Einsatzes, keine Livestreams von dem laufenden Polizeieinsatz ins Internet zu stellen. Dies könnte die Einsatzkräfte in Gefahr bringen, twitterte die Behörde. Die Polizei ging im Laufe der Fahndung davon aus, dass keine weiteren Täter beteiligt waren.

Countryband flüchtet von Bühne

Die tödlichen Schüsse fielen während eines Auftritts von Countrysänger Jason Aldean. Er und seine Band flüchteten von der Bühne und blieben unversehrt, wie Aldean selbst wenige Stunden nach dem Blutbad mitteilte.

«Heute Nacht war mehr als schrecklich», schrieb der Künstler. «Mir fehlen immer noch die Worte, aber ich wollte euch wissen lassen, dass ich und meine Crew in Sicherheit sind. Meine Gedanken und Gebete gelten allen, die heute betroffen wurden.»

Es schmerze ihn zutiefst, fuhr der Sänger fort, dass dies Menschen zugestossen sei, «die gekommen sind, um Freude zu haben». Es hätte, so Aldean, «eine Nacht mit Spass sein sollen». (sda/afp/dpa)

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