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epa07658938 Scotland players Jo Love (L) and Joelle Murray (R) react after the FIFA Women's World Cup 2019 group D soccer match between Scotland and Argentina in Paris, France, 19 June 2019.  EPA/SRDJAN SUKI

Schottland im Tal der Tränen: Jo Love (links) und Joelle Murray. Bild: EPA

So bitter kann ja fast nur Schottland ausscheiden …



Schottlands Fussballerinnen bietet sich an der WM in Frankreich die Chance, mit einem Sieg aufs Weiterkommen hoffen zu können. Und es sieht gut aus: Eine Viertelstunde vor dem Ende steht es gegen Argentinien 3:0.

Scotland's Erin Cuthbert, center, celebrates with teammates after scoring their side's third goal during the Women's World Cup Group D soccer match between Scotland and Argentina at Parc des Princes in Paris, France, Wednesday, June 19, 2019. The match ended in a 3-3 draw. (AP Photo/Alessandra Tarantino)

Nach dem 3:0 durch Erin Cuthbert in der 69. Minute kann eigentlich nicht mehr viel schieflaufen. Bild: AP

Aber die Südamerikanerinnen geben nicht auf, kommen auf 2:3 heran. Schottland wankt – und Schottland fällt in letzter Sekunde. Doch erst fällt die Argentinierin Aldana Cometti in der 87. Minute. Nach Video-Studium der Entscheid von Schiedsrichterin Hyang Ok Ri aus Nordkorea: Foul. Penalty für Argentinien. Florencia Bonsegundo nimmt Anlauf – und scheitert an Torhüterin Lee Alexander. Schottland siegt doch noch!

Denkste! Wenn wir an dieser Frauenfussball-WM etwas gelernt haben, dann dass hinter jeder Ecke ein VAR lauert. Und der schaut ganz genau hin, erkennt, dass Goalie Alexander sich zu früh von der Linie entfernt hat.

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Das ganze Drama im Video. Video: streamable

Der Schuss wird wiederholt und dieses Mal trifft Bonsegundo. In der 94. Minute! Schottland ist am Boden, Argentinien holt ein 3:3 und kann nun selber noch ein bisschen darauf hoffen, als Gruppendritter in die WM-Achtelfinals zu kommen. Dazu benötigt es heute allerdings Schützenhilfe in zwei anderen Spielen.

Man darf es ruhig so sagen: Es hat Tradition, dass für Schottland die WM früh zu Ende ist. Die Frauen sind nun erstmals dabei, aber die Männer waren es schon acht Mal. Und jedes Mal schieden die «Bravehearts» bereits in der Vorrunde aus. Kein Wunder, titelt die schottische Zeitung «Daily Record»:

«Women do a men's and somehow crash out of World Cup»

«Die Frauen machen einen auf Mann und schaffen es irgendwie, an der WM zu scheitern» Daily Record

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Die Zusammenfassung des Spiels. Video: YouTube/FIFATV

Schottlands Spielmacherin Leanne Crichton sparte nicht mit Kritik am VAR. «Der Fussball sollte sich eigentlich in eine gute Richtung entwickeln, aber jetzt stehe ich hier und habe das Gefühl, dass wir einige Schritte zurück gemacht haben», sagte sie zur Zeitung «The Scotsman».

Hinterfragt wird auch die neue Regel, dass ein Goalie beim Penalty mit einem Fuss noch die Linie berühren muss. «Lächerlich» sei das, sagte bei der BBC Schottlands frühere Nationaltorhüterin Gemma Fay. «Lee hat 27 Jahre lang anders trainiert und nun ist eine WM und man sagt ihr: ‹Jetzt mache alles ganz anders.› Der Fussball sollte diese WM entscheiden und nicht der VAR.»

Seltsam auch, dass nicht länger gespielt wurde. Denn zwischen dem Foul und dem zweiten Penaltyschuss vergingen rund sieben Minuten, weil die Videoentscheide so viel Zeit benötigten. Nach dem Ausgleich zum 3:3 dauerte die Partie dann aber nur noch etwa eine Minute – worüber sich Spielerinnen beider Teams beklagten.

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