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Nord- und Südkorea wollen Friedensregelung und Denuklearisierung



Süd- und Nordkorea wollen den offiziell noch geltenden Kriegszustand auf der Halbinsel bis zum Ende dieses Jahres beenden. Ausserdem streben sie gemeinsam eine «vollständige nukleare Abrüstung» an, wie nach dem koreanischen Gipfel bekannt gegeben wurde.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat seinen Willen zu einem kompletten Abbau seines Atomprogramms bekräftigt. Das geht aus der gemeinsamen Erklärung hervor, die Kim und Südkoreas Präsident Moon Jae In am Freitag bei ihrem ersten Gipfel am Grenzort Panmunjom unterschrieben. Beide umarmten sich nach der Unterzeichnung.

«Neue Ära des Friedens»

Moon sprach von einer «neuen Ära des Friedens». Süd- und Nordkorea bestätigten in der Erklärung, ihr gemeinsames Ziel sei die Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel durch «die vollständige Denuklearisierung». Beide Länder wollen alle Feindseligkeiten, die Quelle militärischer Spannungen zu Lande, zu Wasser und in der Luft seien, gegen die andere Seite einstellen.

Dazu werde auch eine «Nicht-Angriffs-Vereinbarung» geschlossen. Im Herbst will Moon Kim in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang besuchen. Bereits im Mai soll ein Treffen der Militärführungen stattfinden. Die nach dem Korea-Krieg (1950-1953) geschlossene Waffenstillstandsvereinbarung solle bis Ende dieses Jahres in einen Friedensvertrag überführt worden, erklärten beide Politiker.

Es solle mit den USA und möglicherweise auch mit China Treffen für eine Friedensvereinbarung geben, hiess es in der Gipfelerklärung. Washington und Peking sind Teil des 1953 unterzeichneten Waffenstillstandes.

Demilitarisierte Zone wird Friedenszone

Vom 1. Mai an sollen alle feindseligen Handlungen, einschliesslich der Lautsprecherdurchsagen an der Grenze und der Verbreitung von Flugblättern in der Demilitarisierten Zone (DMZ) eingestellt werden. «Die DMZ wird in Zukunft praktisch zu einer Friedenszone werden.»

Süd- und Nordkorea wollten aktiv zusammenarbeiten, um ein dauerhaftes Friedenssystem aufzubauen, heisst es in der Erklärung weiter. Die Einrichtung eines Friedenssystems sei eine historische Aufgabe, die nicht mehr aufgeschoben werden könne. «Wir erklären, dass kein Krieg mehr auf der koreanischen Halbinsel ausbrechen werde.»

Beide Seiten einigten sich auch auf die Wiederaufnahme gemeinsamer humanitärer Projekte. In der Erklärung wird zudem für den Sommer ein Treffen von durch die Grenze getrennten koreanischen Familien angekündigt. Die Begegnung ist demnach für den 15. August geplant, dem sogenannten Nationalen Tag der Befreiung.

Als erster nordkoreanischer Führer seit dem Ende des Korea-Krieges hatte Kim für den Gipfel die Grenze überquert und südkoreanischen Boden betreten. (sda/dpa/afp/reu)

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