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Auch im Frühling kann man sich schon einen Sonnenbrand einfangen



Nach dem kleinen Kälteeinbruch wird in Richtung Ostern wieder sonniger und wärmer. Viele Menschen treibt es dann ins Freie, wo sie die Sonne geniessen. Aber Achtung: Wer nicht aufpasst, fängt sich schnell einen Sonnenbrand ein.

Denn auch im Frühling kann die UV-Strahlung schon gesundheitsschädlich sein. Fragen und Antworten:

Warum besteht jetzt schon Sonnenbrandgefahr?

Die meisten Menschen haben nach dem Winter noch eine ungebräunte Haut, was diese sensibler gegenüber UV-Strahlen macht. Der Sonnenstand erreicht Mitte April immerhin schon eine Höhe wie etwa Ende August. Zudem können bereits im Frühjahr je nach Wetterlage Miniozonlöcher auftreten, was die UV-Werte ansteigen lässt.

Wie gefährlich ist die UV-Strahlung?

UV-Strahlung kann Schäden am Auge wie Bindehautentzündungen und Sonnenbrand auf der Haut verursachen. Langfristig trägt sie zur vorzeitigen Alterung der Haut bei. UV-Strahlung ist aber auch das Hauptrisiko für Hautkrebs. Jedes Jahr erkranken in der Schweiz allein am «schwarzen» Hautkrebs, dem sogenannten malignen Melanom, über 2000 Menschen. Neben den UV-Strahlen beeinflusst vor allem das Erbgut, ob jemand erkrankt.

Wer ist besonders gefährdet?

Menschen mit heller Haut haben ein höheres Risiko als jene mit dunklerer Haut. Auch häufiger und starker Sonnenbrand vor allem im Kindesalter steigert das Risiko, später Hautkrebs zu bekommen. Die Haut vergisst nie, warnen Fachärzte.

Wo kann ich mich über die Intensität der UV-Strahlung informieren?

Auskunft gibt der UV-Index von MeteoSchweiz, https://www.meteoschweiz.admin.ch/home.html?tab=uvindex. Je höher die Zahl des UV-Indexes, der zwischen eins und elf angegeben wird, desto höher die Strahlung und damit auch die Sonnenbrandgefahr. Bereits ab UV-Index drei ist ein Schutz erforderlich, zum Beispiel durch bedeckende Kleidung oder Sonnencreme. Ab einem Wert von sechs sind Schutzmassnahmen unbedingt erforderlich, ab Stufe acht wird vom Aufenthalt im Freien abgeraten. Auf dem Wasser und am Strand ist die Strahlenbelastung oft besonders hoch.

Was ist der beste Strahlenschutz?

Die Mittagsstunden sollte man besser im Haus oder zumindest im Schatten verbringen. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist eine Kopfbedeckung zu empfehlen. Experten empfehlen zudem eine Sonnenbrille mit seitlichem Schutz, also gewölbten Gläsern oder breiten Bügeln, die zum Beispiel das Zeichen «UV 400» tragen. Ausserdem sollte - auch wenn noch kein Sommer ist - auf eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor geachtet werden, die 30 Minuten vor dem Sonnenbaden auftragen wird. Es sollte schon mindestens Lichtschutzfaktor 15 sein, für Kinder und empfindliche Menschen empfiehlt sich 50+.

Was hilft gegen Sonnenbrand?

Am sichersten ist natürlich die Vorbeugung. Wer sich dennoch einen Sonnenbrand holt, dem helfen feuchtkalte Umschläge mit Kamillentee sowie Quark- und Joghurtkompressen. Gegen die Schmerzen können entzündungshemmende Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen genommen werden. Bei schweren Sonnenbränden mit Blasen und Fieber sollte der Arzt aufgesucht werden. (sda/afp)

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