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Atommächte China und Indien wollen Grenzstreit gewaltfrei regeln



Die beiden asiatischen Atommächte China und Indien streben einen friedlichen Umgang mit ihren seit Jahrzehnten schwelenden Grenzstreitigkeiten an. Chinas Präsident Xi Jinping und Indiens Regierungschef Narendra Modi einigten sich auf «vertrauensbildende Massnahmen».

Im vergangenen Jahr war es im Grenzgebiet zu schweren militärischen Spannungen gekommen. Nun seien die Streitkräfte beider Länder angewiesen worden, ihre Kommunikation zu verbessern, erklärte das indische Aussenministerium am Samstag nach dem Treffen in der chinesischen Stadt Wuhan.

Ziel sei es, «gegenseitiges Verständnis, Berechenbarkeit und Effektivität im Umgang mit Grenzfragen zu stärken». Die chinesische Staatsagentur Xinhua berichtete, das Treffen sei «in entspannter und freundlicher Atmosphäre» verlaufen.

Erst im vergangenen Sommer hatten sich indische und chinesische Streitkräfte im Himalaja gegenübergestanden. Es ging um die umstrittene Doklam-Hochebene, die sowohl China als auch Indiens Verbündeter Bhutan für sich beanspruchen. Im August 2017 zogen sich dann die indischen und chinesischen Soldaten zurück, eine schwerere Krise wurde abgewendet.

Im Jahr 1962 hatten die beiden Staaten einen Krieg um den Grenzverlauf im Himalajagebiet Arunchal Pradesh geführt. Dort streiten sich beide Länder um ein 90'000 Quadratkilometer grosses Gebiet; der Zwist wurde nie endgültig beigelegt. (sda/afp)

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