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Geldpolitik: SGB fordert von der SNB neuen Mindestkurs oder Kursziel für Franken



Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) kritisiert die jüngste geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) scharf. Der Entscheid der SNB, keine weiteren Massnahmen gegen die starke Überbewertung des Frankens zu unternehmen sei «inakzeptabel».

Der teure Franken habe den Druck auf die Löhne und Arbeitsplätze in der Schweiz enorm erhöht. Mehrere Tausend Stellen seien bereits abgebaut worden und die Arbeitslosigkeit sei angestiegen, schreibt der SGB in einer Mitteilung am Donnerstag.

Nach der geldpolitischen Sitzung der SNB bleibe unklar, welches Ziel die Nationalbank mit welchen Instrumenten verfolge, kritisiert der SGB. Stattdessen setze die Notenbank auf die Hoffnung, das sich der Franken abwerte. Doch dafür gebe es derzeit keine Anzeichen.

Das wirksamste Instrument gegen die Frankenstärke wäre laut dem Gewerkschaftsbund ein neuer expliziter Mindestkurs oder ein ausdrückliches Kursziel. Negativzinsen könnten die Durchsetzung dieses Kursziels zwar erleichtern. Für sich alleine seien die jedoch nur beschränkt wirksam, wie die Entwicklung der letzten Monate gezeigt habe. (sda)

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