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Flüchtlinge: Start der Westbalkan-Konferenz mit Ruf gegen Schlepper



Zum Auftakt der Westbalkan-Konferenz in Wien hat der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann zu einem verstärkten Kampf gegen Schlepper aufgerufen.

«Wir haben gemeinsam die Pflicht, etwa jene, die an diesem Leid auch noch verdienen, in die Schranken zu weisen», sagte Faymann am Donnerstag mit Blick auf den Flüchtlingsstrom gerade auf dem Balkan. Auch in dieser Frage seien eine gemeinsame Haltung und ein gemeinsames Vorgehen der EU nötig.

«Jeder ganz allein, erst recht gegen den Anderen, werden wir diese Herausforderung nicht lösen können.» Österreich ist wie Deutschland von der Flüchtlingsproblematik besonders betroffen.

Auf der eintägigen Konferenz will auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel über den Zustrom an Asylbewerbern aus der Region reden. Teilnehmer sind unter anderen die Regierungschefs aus Mazedonien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo, Montenegro und Serbien.

Serbien und Mazedonien fordern Handeln der EU

Mit deutlichen Worten haben an der Westbalkan-Konferenz die Aussenminister von Serbien und Mazedonien die EU zum Handeln in der andauernden Flüchtlingskrise aufgefordert. Die Transitländer seien mit der «grössten Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg konfrontiert», sagte der serbische Aussenminister Ivica Dacic.

Von den Transitländern werde ein «Aktionsplan erwartet», sagte er. Dies sei aber ein «Problem der Europäischen Union», daher müsse zuerst die EU einen Plan vorlegen.

Der mazedonische Aussenminister Nikola Poposki äusserte sich ähnlich: «Wir werden diese Aufgabe nicht mit den 90'000 Euro schaffen, die wir erhalten haben», sagte er. Auch mit der zugesagten Million Euro werde es wohl nicht zu schaffen sein, den Ansturm zu bewältigen. «Solange es keine europäische Antwort auf das Problem gibt, sollte sich niemand die Illusion machen, dass das gelöst wird.» Er hoffe daher auf ein Ergebnis der Konferenz in Wien.

Über den Westbalkan führt einer der Hauptfluchtwege für Menschen aus dem Nahen Osten, Afrika und Südasien, die letztlich in der EU auf ein Leben in Sicherheit hoffen. Bei der von Deutschland ursprünglich zur Annäherung der Balkanländer initiierten Konferenz in Wien ist die Flüchtlingskrise daher ein Schwerpunkt. (sda/dpa/afp)

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