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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zündelt wieder und droht mit Atomwaffen

03.03.16, 23:40 04.03.16, 06:46

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat die sofortige Einsatzbereitschaft der Atomwaffen seines Landes angeordnet – auch für einen Präventivschlag. Die Atomsprengköpfe müssten «in Bereitschaft» sein, «so dass sie jederzeit abgeschossen werden» könnten.

Kim sagte am Freitag nach Angaben der amtlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA, die Lage auf der geteilten koreanischen Halbinsel sei so gefährlich geworden, dass Nordkorea seine militärische Strategie hin zu einem «Präventivschlag» ändern müsse. Er äusserte sich bei der Inspektion einer Raketeneinheit. Der Machthaber sagte weiter, sein Land müsse sein Atomwaffenarsenal in quantitativer und qualitativer Hinsicht ausbauen.

Derartige Drohungen sind in Zeiten erhöhter Spannungen zwischen Nord- und Südkorea fast an der Tagesordnung, ein Säbelrasseln war nach der drastischen Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea durch den UNO-Sicherheitsrat erwartet worden.

Nordkorea hatte bereits am Donnerstag kurz nach dem Beschluss des UNO-Sicherheitsrates mehrere Kurzstreckenraketen mit einer Reichweite von hundert bis 150 Kilometern ins Meer abgefeuert, wie das südkoreanische Verteidigungsministerium mitgeteilt hatte. Kim nannte die von den USA und Südkorea vorangetriebene UNO-Entscheidung «gangsterartig». Die Nordkoreaner würden nun auf einen «Kampfbefehl» warten.

Kims Atomsprengköpfe

Mit der Verschärfung der Sanktionen hatte der UNO-Sicherheitsrat am Mittwoch auf die vorherigen Tests Pjöngjangs mit Atomwaffen und ballistischen Raketen reagiert. Das kommunistische Land hatte am 6. Januar seinen vierten Atomwaffentest seit 2006 und einen Monat später den Start einer ballistischen Rakete bekannt gegeben. Beides verstiess gegen mehrere UNO-Resolutionen.

Experten sind sich einig, dass Nordkorea über einige Atomsprengköpfe verfügt, umstritten ist allerdings, ob das kommunistische Land auch in der Lage ist, diese auf Raketen aufzubringen.

Auch das US-Verteidigungsministerium reagierte gelassen auf Kims jüngste Ankündigungen. Nordkorea habe noch nicht gezeigt, dass es einen Atomsprengkopf auf eine Interkontinental-Rakete aufbringen könne, sagte ein Vertreter des Ministeriums. Ein Vertreter im Weissen Haus rief Nordkorea auf, alle «Provokationen» zu vermeiden, die die Spannungen verschärfen könnten.

Der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel könnten sich demnächst aber noch einmal deutlich zuspitzen. Die USA und Südkorea starten voraussichtlich am Montag ihr jährliches gemeinsames Militärmanöver. Zehntausende Soldaten sollen daran beteiligt sein. Nordkorea sieht das als eine Provokation an. (wst/sda/afp/reu)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Humbolt 04.03.2016 02:28
    Highlight Für mich wäre das wieder einer solcher Momente, wo man sich die Amis dann doch wieder sehr präsent wünscht.
    Hoffentlich kann uns das alles erspart bleiben.
    11 13 Melden
  • Aegnor 04.03.2016 00:15
    Highlight Der junge Kim braucht wohl wieder seine tägliche Dosis Aufmerksamkeit...
    38 0 Melden
  • Mesuax 04.03.2016 00:08
    Highlight Das Ding würde spätestens nach 1 Minute abgeschossen. Danach währe Nordkorea am Ende. Wer einen Präventivschlag ausübt ist Vogelfrei und die Amis könnten Platz für neue Nuklearwaffen schaffen... Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt.
    27 0 Melden
  • Flint 03.03.2016 23:57
    Highlight Ach wirklich? Irgend ein kleiner Bums mit ner A-Waffe im Ausland wäre das Ende von Nordkorea. Säbelrasseln ist das, sonst nichts.
    24 2 Melden
  • Gringoooo 03.03.2016 23:53
    Highlight Hunde die Bellen beissen nicht. Auch nicht wenn sie laut bellen!
    26 7 Melden
    • Gringoooo 04.03.2016 00:37
      Highlight Entschuldigen Sie bitte mein Unwissen. Ich werde nie mehr ein Sprichwort benutzen ohne vorgängige Recherche auf deren Wahrheitsgehalt.
      33 2 Melden
    • Simon Krähenbühl 04.03.2016 01:15
      Highlight Ich habe gelernt, dass nie der Hund, sondern immer das Herrchen Schuld ist, wenn ein Hund zubeisst. Der Gedanke an das inzwischen verstorbene "Herrchen" in diesem Fall lässt nichts Gutes erahnen...
      15 1 Melden

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