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«Diese Explosion hätte sogar ein Gehörloser gehört»: Zerstörung in Palmyra. Bild: AP/militant social media account

Satellitenbilder belegen: Der Baal-Tempel in Palmyra ist zerstört

Die Terrororganisation «Islamischer Staat» hat den Baal-Tempel in Palmyra dem Erdboden gleichgemacht. Die Vereinten Nationen haben Satellitenbilder veröffentlicht, die das Ausmass der Zerstörung zeigen.

01.09.15, 02:14 01.09.15, 09:12

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Die Terroristen des «Islamischen Staats» (IS) haben den Baal-Tempel in Palmyra nicht nur schwer beschädigt, sondern den wichtigsten Teil der antiken Stätte ausgelöscht. «Wir können die Zerstörung des Hauptgebäudes des Baaltempels sowie einer Säulenreihe in der unmittelbaren Nachbarschaft bestätigen», teilte das Forschungs- und Ausbildungsinstitut der Vereinten Nationen (Unitar) mit.

Vorher – Nachher: UNO präsentiert Luftaufnahmen des zerstörten Tempels.  bild: epa/unosat

Die UNO veröffentlichte Satellitenaufnahmen, die das Tempelgelände vor und nach der heftigen Explosion am Sonntag zeigt. Dort wo einst der Tempel und eine Reihe von acht Säulen standen, ist aus dem All nur noch Sand und Geröll zu erahnen. Einzig das Eingangstor zum Baal-Tempel scheint der Detonation Stand gehalten zu haben. 

Auch die rund 800 Meter lange Aussenmauer, die den Tempelhof umfasst, scheint zumindest in Grundzügen erhalten geblieben zu sein. Bewohner Palmyras hatten zuvor gemeldet, dass der IS den Tempel am Sonntag gesprengt hatte. «Diese Explosion hätte sogar ein Gehörloser gehört», berichtete ein Anwohner.

Die Satellitenaufnahmen machen nun die Hoffnung zunichte, die Zerstörungen an der 2000 Jahre alten Tempelanlage seien möglicherweise reparabel. Der IS hatte die antike Stadt Palmyra Ende Mai erobert. In den vergangenen Wochen haben die Dschihadisten begonnen, die Schätze der Stadt nach und nach zerstören, um so die Zeugnisse vormuslimischer Kulturen zu vernichten. 

Erst vor einer Woche hatte der IS den antiken Tempel von Baalschamin in der Unesco-Welterbestätte Palmyra gesprengt. Zuvor töteten die Terroristen Khaled Asaad, der 82 Jahre alten Chefarchäologen von Palmyra, der sich für den Schutz der Ruinenstadt eingesetzt hatte. (kad/syd/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 01.09.2015 07:11
    Highlight Na und? Wäre dies und die Enthauptungen, Vergewaltigungen, Misshandlungen etc. wirklich ein Problem würden doch die Rechtsstaaten dieser Erde das Gräuel nicht zulassen. Oder doch? Weil es niemanden wirklich interessiert, wie damals in Deutschland, äh ich meinte natürlich in Polen. Das ist schon beschämend!
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    • dä dingsbums 01.09.2015 08:28
      Highlight Ich mag etwas pingelig sein, aber Frankreich und Grossbrittannien hat es schon interessiert, sie haben zwei Tage nach dem Überfall auf Polen, Deutschland den Krieg erklärt.
      Aber leider hast Du teilweise recht. Der Westen interessiert sich viel zu wenig für den Krieg in Syrien/Irak.
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