Russland
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Für Stalin wird heute in Russland geworben wie für Waschmittel. Bild: AP/AP

Das unheimliche Comeback des Josef Stalin

In der UdSSR hat der Diktator Millionen ermorden lassen. Im modernen Russland wird er jetzt als grosser Staatsmann gefeiert.

17.01.18, 09:12 17.01.18, 20:00


1987, am 70. Jahrestag der Revolution, erklärte der damalige Generalsekretär der KPdSU, Michail Gorbatschow, Josef Stalin habe «enorme Verbrechen begangen, die nicht zu verzeihen sind». «Heute wäre ein solches klares Statement undenkbar», schreibt Historiker Nikita Petrov in «Foreign Affairs». Er ist Direktor des Memorial Center for Research and Education in Moskau.

epa06350753 Ukrainians light candles and lay flowers during a memorial ceremony near a monument to the victims of the Great Famine in Kiev, Ukraine, 25 November 2017. Ukrainians light candles to mark a day of memory for the victims of the Holodomor in 1932-1933. The Holodomor was a manmade famine provoked by Soviet dictator Josef Stalin. The result was the death to more than five million Ukrainians.  EPA/SERGEY DOLZHENKO

Gedenkfeier für die Opfer des Holodomor in Kiew. Bild: EPA/EPA

Als Gorbatschow seine Rede hielt, war Stalin in der russischen Bevölkerung unbeliebt. 1989 hielten ihn bloss zwölf Prozent der Russen und Russinnen für einen grossen Staatsmann. Heute tut dies fast die Hälfte. Von «enormen Verbrechen» ist nicht mehr die Rede. Im Gegenteil: Präsident Wladimir Putin sagt – wie Donald Trump nach den faschistischen Krawallen in Charlottesville –, es habe in der russischen Geschichte «tragische und brillante Ereignisse gegeben».

Heute wird Stalin geradezu gefeiert. «Jeden Frühling fahren Busse mit Stalin-Porträts durch die Strassen der russischen Städte», schreibt Petrov. «Sein Gesicht ersetzt Werbung für Smartphones, Softdrinks, Waschpulver und Katzenfutter.»

Stalin sah sich permanent von Feinden umzingelt

Zum Vergleich: Das ist etwa so, wie wenn in Deutschland Hitler-Festspiele organisiert würden. Stalin stand dem Führer in Sachen unsägliche Verbrechen in nichts nach: Rund zwölf Millionen Menschen liess er in Friedenszeiten ermorden, etwa fünf Millionen davon waren Bauern, die er mutwillig verhungern liess.

Wer war Josef Stalin? Stephen Kotin beschreibt ihn ebenfalls in «Foreign Affairs» als paranoiden Mann, der sich stets von Verrätern umgeben sah. «Triumph und Verrat waren bei ihm die Treiber der Revolution und seines Privatlebens», so Kotin.

Die Schrecken des Holodomor

Der Klassenkampf war für Stalin nie zu Ende, sondern ein permanenter Krieg. «Sozialismus brauchte deshalb die Gewalt der Massen und Täuschung», so Kotin. «Die schlimmsten Verbrechen wurden so zu moralisch notwendigen Taten, um das Paradies auf Erden zu verwirklichen.»

Ein kurzer Dokfilm über den Holodomor auf YouTube. Video: YouTube/Bastian Meyer

Die Bauern in der Ukraine waren die ersten Opfer dieser Maxime. Sie widersetzten sich der Kollektivierung der Landwirtschaft und wurden deswegen als Kulaken beschimpft, ein Ausdruck, der ursprünglich für Grossgrundbesitzer reserviert war.

Stalin hat fünf Millionen Menschen verhungern lassen

Zudem war Stalin der aufkeimende ukrainische Nationalismus ein Dorn im Auge. In den Jahren 1932/33 setzte der Diktator zu seiner schrecklichen Rache an. Rund fünf Millionen Bauern – Männer, Frauen und Kinder –, liess er im so genannten Holodomor verhungern. Wie brutal seine Schergen dabei vorgingen, beschreibt die Historikerin Anne Applebaum in ihrem kürzlich erschienenen Buch «Red Famine».

 «Weder Missernte noch schlechtes Wetter hat die Hungerkatastrophe in der Ukraine verursacht. (…) Das Verhungern war das Resultat einer gewaltsamen Verhinderung, dass diese Menschen Nahrung erhielten. (…) Stalin wollte den aktivsten und engagiertesten Teil der ukrainischen Bevölkerung eliminieren, auf dem Land und in den Städten», schreibt sie.

In den Jahren 1937/38 löschte Stalin im Rahmen des Grossen Terrors den grössten Teil der sowjetischen Intelligenz aus. «Alles in allem wurden innerhalb von 15 Monaten rund 700’000 Menschen erschossen», so Petrov.

Stalin-Kult im modernen Russland

Nach seinem Tod wurden Stalins Verbrechen zunächst von seinem Nachfolger Nikita Chruschtschow in einer geheimen Rede verurteilt. Später hielt Gorbatschow die erwähnte Rede. Heute jedoch werden seine Gräueltaten als Naturkatastrophen dargestellt. «Nur wenige Russen geben zu – und noch weniger sagen es auch öffentlich – dass die Massenunterdrückung von 1937/38 ein Verbrechen war, das von Stalin geplant war und gegen sein eigenes Volk ausgeführt wurde», so Petrov.

Der Stalin-Kult passt bestens ins moderne Russland. Wladimir Putin herrscht ebenfalls mit eiserner Faust im eigenen Land – ohne Grossen Terror allerdings. Aussenpolitisch schürt er Grossmachts-Träume, was bei der Bevölkerung sehr gut ankommt. Stalins schreckliche Vergangenheit wird unter den Tisch gewischt. Die Folgen beschreibt Petrov wie folgt: «Solange Russland seine dunkle Vergangenheit nicht anerkennt, wird es von Vorstellungen verfolgt werden, die längst hätten untergehen müssen.»

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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127
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127Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 18.01.2018 17:16
    Highlight Die echten Überlebenskünstler sind die Beamten. Sie können von einem Regime ins andere wechseln. Sie werden nie drangenommen.

    War auch in Deutschland genau so.
    1 0 Melden
  • Dä_Dröggo 18.01.2018 15:22
    Highlight "Ich muß euch offen gestehen, daß meiner Meinung nach der Versuch, eine kommunistische Republik gemäß den Richtlinien eines streng zentralisierten Staatskommunismus, unter der eisernen Herrschaft der Diktatur einer Partei aufzubauen, dabei ist, in einem Fiasko zu enden. Aus den russischen Verhältnissen lernen wir, wie der Kommunismus nicht eingeführt werden sollte."

    Peter Kropotkin 1920

    Eine Kritik die bereits während der Machtergreifung durch Lenin und die Bolschewiki erfolgte. Anarchisten wie Kropotkin und Bakunin sahen die Risiken eines fehlenden Föderalismus voraus.

    2 0 Melden
  • Liselote Meier 17.01.2018 15:31
    Highlight Weshalb wird hier eigentlich ein Bild von hungernden Indern präsentiert? Das Bild ist von 1943 aus Bengalen als es noch dem britischen Empire angehörte.

    Bisschen gefährlich, denn da hatte ein gewisser Herr Namens Churchill, welcher auch hierzulande vielerorts als grosser Staatsmann gefeiert wird, einen beachtlichen Anteil daran, dass Millionen an Hunger gestorben sind und willentlich nicht versorgt wurden.

    Die Hungersnöte in der Ukraine ist ein sehr schwieriges Thema, da viel Propaganda von vielen Seiten kursieren.
    34 9 Melden
    • Kubod 17.01.2018 23:57
      Highlight Ne, Liselote Meier
      Die Einordnung des Holodomor ist eigentlich nur für diejenigen schwierig, die mit der Schuld Stalins und der stalinistischen Beamten bzw. Schergen nicht leben können.

      Für alle anderen ist es sehr genau so, wie im Artikel beschrieben und im verlinkten Video gezeigt.
      5 4 Melden
  • alterecht? 17.01.2018 14:37
    Highlight Mal ehrlich Ideologisch sind die Nazis bei uns auch längst wieder salonfähig...
    Das Hess, Reimann und co. dabei keine bösen Namen aussprechen und auch die Idologie bloss umschreiben anstatt dazu zu stehen dass sie der Meinung sind, dass weisse Mitteleuropäer mehr wert sind als andere Menschen kann man als schlau oder feige betrachten..... Je nach Blickwinkel..
    25 17 Melden
  • 2fel 17.01.2018 13:16
    Highlight Soweit mir bekannt ist das aber nichts Neues. Vergangenheitsbewältigung betrieben haben vor allem die Deutschen, nicht zuletzt auch weil sie gewissermassen dazu gezwungen wurden. Dreck am Stecken das hat so ziemlich jedes Land.
    34 4 Melden
    • PaLve! 17.01.2018 20:34
      Highlight Das schlimmste finde ich diese Heuchelei vieler Länder gegenüber den Deutschen. Die Deutschen gelten vielen Europäern als die schlimmsten Nazis, während Länder wie Österreich oder Polen, die mindesten 1.5 mal so schlimm waren, sich praktisch alles erlauben können.
      Aber Wehe, ein Deutscher zeigt einmal minimalen Patriotismus.
      14 5 Melden
    • PaLve! 18.01.2018 12:59
      Highlight Und das obwohl die Deutschen, obwohl viel zu spät, ihre Geschichte als einzige aufgearbeitet haben
      3 1 Melden
  • Julian Roechelt 17.01.2018 13:03
    Highlight Als ergänzndene Information:
    Memorial, deren Repräsentant Herr Petrov ist, wird von George Soros und der deutschen Böll-Stiftung finanziert.
    27 13 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 17.01.2018 13:27
      Highlight Danke!
      12 12 Melden
    • smoking gun 17.01.2018 13:58
      Highlight @Julian Roechelt: Merci für die Infos. George Soros geht auch über Leichen, um seine Ziele zu erreichen. So gesehen: Stalin und Soros, Brüder im Geiste ...
      11 16 Melden
    • Toerpe Zwerg 17.01.2018 15:00
      Highlight Und inwiefern spricht das für die neue Huldigung Stalins?
      19 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • wiisi 17.01.2018 12:58
    Highlight Putin verteidigt sein Volk erfolgreich gegen die westlich, imperialistischen Grossmachtsphantasien, deshalb bekam er weiter Zustimmung bei den Russen. Das hat wenig mit Stalin zu tun.
    22 62 Melden
    • Toerpe Zwerg 17.01.2018 15:01
      Highlight Perfekt rezitierte russische Propaganda.
      47 15 Melden
    • wiisi 17.01.2018 18:05
      Highlight Das sind Erkentnisse die man gewinnt wenn man Bücher liest über Russland, welche sich auch mit den Menschen vor Ort auseinandersetzen. Würde dir auch nichts schaden, mal aus deiner einseitigen Perspektive herauszukommen.
      Deine diffamierender Kommentar zeigt, dass es dir an Wissen und Inhalten fehlt. Du bedienst dich der Propaganda.
      13 23 Melden
    • Toerpe Zwerg 17.01.2018 18:27
      Highlight bestimmt können Sie mir einige dieser Bücher zur Lektüre empfehlen. Ich bedanke mich im Voraus.
      11 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • ThomasHiller 17.01.2018 12:51
    Highlight Das ist nichts anderes als wenn Herr Gauland von der AfD in Deutschland fordert, man müßte mal die heldenhaften deutsche Soldaten der beiden Weltkriege mehr verehren und dafür von seinen Anhängern Applaus bekommt...
    31 26 Melden
    • ThomasHiller 17.01.2018 13:41
      Highlight Würde mich durchaus interessieren, wofür die Blitze sind. Also so der Hintergrund, was einer der Blitzer in dem Moment so denkt, was zu seiner Entscheidung führt.
      18 13 Melden
    • Alnothur 17.01.2018 14:59
      Highlight Doch, das ist was ziemlich anderes...
      12 7 Melden
    • Toerpe Zwerg 17.01.2018 15:03
      Highlight Mit dem Unteschied, dass Gauland eine kleine Minderheit vertritt und nicht der autoritäre Herrscher Deutschlands ist.
      29 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • I don't give a fuck 17.01.2018 12:41
    Highlight Deswegen vertrete ich die Ideale des Kapitalismus, welcher nur positive Aspekte und nie Gewalt oder Unterdrückung in der Vergangenheit verursacht hat.
    35 61 Melden
    • Toerpe Zwerg 17.01.2018 15:04
      Highlight Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.
      24 7 Melden
    • I don't give a fuck 17.01.2018 23:06
      Highlight Das Wissen über die Existenz des sogenannten Sarkasmus ist ein Privileg, das dem aristokratischen Herrschervolk vorbehalten ist.
      8 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 18.01.2018 07:45
      Highlight Soso. Dumm nur, wenn das minderbemittelte Aristikratische Herrschervolk Sarkasmus nicht von Zynismus zu unterscheiden weiss ...
      3 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • I don't give a fuck 17.01.2018 12:37
    Highlight Perestroika!
    10 3 Melden
  • poga 17.01.2018 11:41
    Highlight Und ich dachte, hier geht es darum, dass gewisse linke Strömungen immer mehr dem Stalinismus verfallen.
    17 54 Melden
    • Paul_Partisan 17.01.2018 13:23
      Highlight haha bitte was? und welche Strömungen sollen das bitte sein?
      37 9 Melden
  • smoking gun 17.01.2018 11:38
    Highlight Stalin war ein Massenmörder, keine Frage. Aber er hat Nazi-Deutschland besiegt und das wird wohl der Grund sein, warum manche in ihm auch was heldenhaftes sehen. Ich denke nicht, dass junge Russen sich gross für Stalin begeistern können. Dieses "Denken in der Vergangenheit" ist eher was für Menschen, die in einer simpel gestrickten Welt leben wollen.
    34 8 Melden
    • Toerpe Zwerg 17.01.2018 15:05
      Highlight Der Winter hat Nazideutschland im Osten besiegt.
      20 12 Melden
    • redeye70 17.01.2018 17:59
      Highlight Das russische Volk hat die Nazis besiegt, nicht Stalin. Den Preis den sie dafür bezahlten war extrem hoch. Der durchschnittliche Russe scheint total unaufgeklärt zu sein. Der Staat kontrolliert die Informationen, Vergangenheitsbewältigung gab es nie.
      28 0 Melden
    • smoking gun 17.01.2018 18:56
      Highlight @Toerpe Zwerg: Ach Väterchen Frost. Hat den Nazis ganz alleine den Garaus gemacht, nicht wahr?

      Und auch der Sommer, das holde Weib, hat den Nazis nicht gut getan: Sind die doch am OmahaBeach in Badehosen am Strand rumgelegen und haben sichs gut gehen lassen ...
      5 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mischa Müller 17.01.2018 11:21
    Highlight Mich nimmt konkret wunder, wie das gewaltsame Verhungern lassen von Bauern genau vor sich ging. Und eine präzision zu "Russischer Intelligenz"... bzw. waren das Religiöse, Ärzte und weitere Menschen aus einer "oberen" Klasse? Auch ich verurteile Morden, immer. Aber damit musste gerechnet werden, lässt man jahrhunderte lang Unterdrückte und Ausgebeutete an die politische Macht. Nicht überall, schon gar nicht in Russland, lebt das Volk mehr oder weniger ganz im wohlstand oder im Glück, so wie in der Schweiz.
    7 19 Melden
    • Hans Jürg 17.01.2018 13:18
      Highlight Das gewaltsame Verhungern kannst Du leicht nachlesen: Stichwort Holdomor. Es gibt auch einen guten Spielfilm darüber.

      PS: Russland hat den Völkermord "Holdomor" sogar - zwar mit Widerwillen - zugegeben.
      24 1 Melden
    • durrrr 17.01.2018 13:51
      Highlight Die Landwirtschaft wurde gemäss sowjetischer Wirtschaftsordnung zwangskollektiviert. Der grösste Teil der Ernte und des Viehs musste abgegeben werden. Damit wurde eine systematische Aushungerung der Landbevölkerung zwecks "industrieller Entwicklung" in Kauf genommen. Wer nicht kooperiere wurde direkt erschossen. War in China übrigens noch einiges schlimmer.
      17 1 Melden
    • Hans Jürg 17.01.2018 13:56
      Highlight Sorry, es heist natürlich Holodomor, nicht Holdomor.

      https://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwil66aAht_YAhWBzqQKHSyYC6cQFgguMAA&url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FHolodomor&usg=AOvVaw0zw1P8f2ILWFditzfv-xtz

      PS: Bitte bringt endlich eine Korrekturfunktion für dieses Forum. Danke.
      6 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • pierolefou 17.01.2018 11:09
    Highlight Wenn man diesen Artikel liest, bekommt einem der Schauder. Bin immer wieder erstaunt, was Menschen an
    Menschen antun können. Wir lernen absolut NICHTS aus
    der Geschichte, oder wollen es nicht wahr haben.
    Entsetzlich!
    29 5 Melden
    • durrrr 17.01.2018 13:55
      Highlight Wer ist "wir"? Dieser pluralis imperialis nervt irgendwann nur noch...
      4 17 Melden
    • Konstruktöhr 17.01.2018 14:01
      Highlight Die Geschichte lehrt der Menschheit, dass die Geschichte der Menschheit nichts lehrt.
      5 0 Melden
  • durrrr 17.01.2018 11:04
    Highlight Nachträglicher, revisionistischer Personenkult um kommunistische Diktatoren ist ja leider nichts neues. Da reicht auch ein Blick nach China oder Kuba. Das fängt auch schon damit an, dass jemand wie Che Guevara, der nach heutigen Massstäben glatt als Terrorist durchgehen würde, sogar im Westen mitunter immer noch Heldenstatus geniesst.
    37 16 Melden
    • Paul_Partisan 17.01.2018 13:31
      Highlight Die Diffamierung Ches als Terrorist oder Diktator ist ein Hohn, völlig haltlos und ignoriert gänzlich die Historie!
      19 25 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 17.01.2018 13:36
      Highlight Und sogar der erfundene Tell würde als Terrorist angesehen, je nach Blickwinkel..
      25 8 Melden
    • durrrr 17.01.2018 14:17
      Highlight @ Paul: Ein Diktator war er natürlich nicht! So hab ich das nicht gemeint / Ihm und seinen unterstehenden Truppen wurden Mord an Kleinbauern, Folter/Exekutierung von Häftlingen und die Errichtung von Arbeitslager vorgeworfen. Letzteres ist sogar empirisch belegt. Sind das für dich Helden oder Freiheitskämpfer?? Ich habe keinen Respekt vor Menschen die Gewalt anwenden!
      http://www.independent.org/newsroom/article.asp?id=1535
      15 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • aa_bb_aa 17.01.2018 10:44
    Highlight Hitler mit Stalin gleichzusetzen, nennt man wohl Geschichtsrevisionismus. Oder Holocaustrelativierung.
    18 50 Melden
    • 7immi 17.01.2018 13:32
      Highlight nein, denn massenmord ist massenmord. dabei ist mir egal, welche hautfarbe , nationalität, politische meinung, sozialen status oder glaubensangehörigkeit die opfer haben. die beiden strömungen hatten nicht nur sehr ähnliche bezeichnungen sondern auch sehr ähnliche gräueltaten. es war einfach politisch korrekter das eigene volk aufgrund deren meinung zu ermorden als menschen aufgrund derer religion.
      leider haben auch bei uns viele leute vergessen, dass es neben hitler auch noch andere massenmörder im 20.jh gab. auch im geschichtsunterricht (zumindest bei mir) wurde vor allem hitler betrachtet.
      35 4 Melden
    • Toerpe Zwerg 17.01.2018 15:07
      Highlight Stalinismus ist auch nur Faschimus mit rotem Mäntelchen.
      22 7 Melden
    • Samuel Deubelbeiss 17.01.2018 15:39
      Highlight Es ist ein deutlicher Unterschied ob jemand ermordet wird für etwas was er selber wählt oder macht (eigennützig, unterdrückerisch sein) oder wegen etwas angeborenem (Hautfarbe, Nationalität, Sprache). Nicht dass ich das eine gutheissen würde, aber doch ein bedeutender Unterschied.
      4 20 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • x4253 17.01.2018 10:32
    Highlight Stalin, der Trump der Soviet Union!

    Bedenkt man, dass durch seine Unfähigkeit, Dummheit und Feigheit Nazideutschland die SU beinahe platt gemacht hat, ist es mehr als nur wunderlich, weshalb er als grosser Volksheld verehrt werden soll.

    Mein Umfeld in Russland verachten ihn zutiefst, ganz im Gegensatz zu Lenin, den sie zutiefst respektiert wird (und deshalb auch noch nie im Mausoleum waren).
    Allerdings: Weder Lenin, noch Stalin oder Trozki waren Heilige.

    19 10 Melden
    • durrrr 17.01.2018 13:26
      Highlight Lenin und Trotzki haben den Aufstieg Stalins überhaupt erst möglich gemacht! Sollte man immer im Hinterkopf behalten...
      12 6 Melden
    • Liselote Meier 17.01.2018 14:28
      Highlight @durrrr; Nein, die enorme Machtfülle erhielt Dschughaschwili durch Lew Kamenew und Grigori Sinowjew. Das Triumvirat.
      8 1 Melden
    • Samuel Deubelbeiss 17.01.2018 15:45
      Highlight Deine Analyse lieber Dürr finde nicht falsch. Die Diktatur des Proletariats forderte bereits Marx. Im Gegenzug muss genauso anerkannt werden, dass die parlamentarische Demokratie den Weg für Hitler bereitete. Nur Bakunins Ideen verunmöglichen einen solchen Machte schön. A.
      6 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cool Beans 17.01.2018 10:04
    Highlight Wie Radiochopf schon erwähnt hat, ist es ein Plakat von der kommunistischen Partei. Realität sieht anders aus.
    11 54 Melden
    • Philipp Löpfe 17.01.2018 10:27
      Highlight Nikita Petrov ist ein sehr renommierter Historiker.
      60 18 Melden
  • Luzi Fair 17.01.2018 10:00
    Highlight Socialism kills...
    51 54 Melden
    • Samuel Deubelbeiss 17.01.2018 15:47
      Highlight Capitalism also. Die verhungernden Kinder in Afrika und ertrunkenen Flüchtlinge sind genauso Opfer von Massenmorde. Und das passiert heute, wieder will es niemand wahrhaben.
      21 7 Melden
    • Fabio74 17.01.2018 20:34
      Highlight Jede Ideologie tötet
      2 0 Melden
  • N. Y. P. D. 17.01.2018 09:56
    Highlight Der Stalin-Kult passt bestens ins moderne Russland. (text)

    Stalins schreckliche Vergangenheit wird unter den Tisch gewischt. (text)

    Also, wenn das moderne Russland einen Stalin-Kult pflegt, identifizieren sie sich auch mit Stalins Vergangenheit.
    Jeder der Stalin huldigt, darf man auch beschuldigen, die begangenen Gräueltaten gutzuheissen.
    76 5 Melden
  • The oder ich 17.01.2018 09:55
    Highlight Was von den Stalin-Apologeten auch immer gern "vergessen" wird: die Säuberung der Armeespitze 1938/39 führte dazu, dass bei Hitlers Angriff (den Stalin auch nicht kommen sah) die Rote Armee erst wieder Führungspersönlichkeiten aufbauen musste und bis dahin wegen kriegshandwerklicher Fehler Sowjetsoldaten zu zehntausenden verheizt wurden
    74 1 Melden
  • Triumvir 17.01.2018 09:39
    Highlight Einen Massenmörder als grossen Staatsmann zu huldigen, ist in meinen Augen ebenfalls ein Verbrechen und sollte, wie etwa in Deutschland, hart bestraft werden!
    62 6 Melden
  • raphe qwe 17.01.2018 09:31
    Highlight Es ist das gleiche, wie wenn Hitler in Deutschland wieder verehrt werden würde.
    Das Grossmachtstreben der Russen zeigt seine faulen Früchte.
    191 23 Melden
    • zombie woof 17.01.2018 13:52
      Highlight Was heisst hier " wie wenn Hitler in Deutschland verehrt wuerde"? Wuerdest noch staunen wieviele ihren geliebten Fuehrer verehren und wieder moechten!
      4 4 Melden
    • alterecht? 17.01.2018 17:56
      Highlight Bis 30% für die Gauländsche Afd... ich würd mir darüber mehr Sorgen machen als über Stalin....
      5 7 Melden
  • Posersalami 17.01.2018 09:30
    Highlight "Der Stalin-Kult passt bestens ins moderne Russland. Wladimir Putin herrscht ebenfalls mit eiserner Faust im eigenen Land"

    Respekt Herr Löpfe, Putin sprachlich neben Stalin zu rücken ist aller tiefstes Niveaulimbo, sogar für Watson.

    Putins Faust scheint schon sehr eisern zu sein, wenn doch 80% der Russen ihn wieder wählen wollen.
    https://tinyurl.com/yaswcq3o

    Das schafft man wahrlich nur wenn man seine Untertanen verrecken lässt! Das hat natürlich nichts damit zu tun, das man doch ab und zu mal Politik fürs eigene Volk macht.. kann nicht sein, weil Putin = Stalin!
    46 131 Melden
    • Toerpe Zwerg 17.01.2018 09:56
      Highlight Möchten Sie darüber hinaus auch zum eigentlichen Inhalt des Artikel Stellung nehmen?
      86 14 Melden
    • hävi der spinat 17.01.2018 11:30
      Highlight Salami, zu seinen sonstigen queren und Terrorismus verstehenden Ansichten noch ein Putin Troll!

      Bei solchen Leuten kommt meistens alles unsympathische zusammen.
      25 15 Melden
    • Gubbe 17.01.2018 12:18
      Highlight @Toerpe Zwerg, Selbst kritisieren Sie aber sehr gerne. Gefällt mir eigentlich, aber ab und zu eine Meinung, auch wenn sie quer ist, finde ich besser.
      8 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roterriese 17.01.2018 09:25
    Highlight Ekelhaft, dass diesem Massenmörder immer noch gehuldigt wird.
    179 20 Melden
    • roger_dodger 17.01.2018 18:19
      Highlight Ja, stimmt, aber gerade wir Schweizer sollten mit Kritik bezüglich 2 Weltkrieg etwas zurückhaltend sein wenn man Geschäfte mit den Nazis gemacht hat und Juden an der Grenze zurückgeschickt, was indirekt auch Mord ist.
      5 7 Melden
  • Frank Underwood 17.01.2018 09:21
    Highlight Die Russen haben wohl Null Vergangenheitsbewältigung betrieben, anders kann ich mir nicht erklären, wieso so ein Verbrecher heute noch gefeiert wird. Aber das ist mir auch z.B. bei den Serben aufgefallen. Ich habe das Gefühl, die wollen das einfach nicht wahr haben und ignorieren jegliche Kritik gegenüber ihrer Geschichte. Natürlich nicht alle, dass muss man immer differenzieren. Aber auch heute haben Systemkritiker in diesen Gegenden schnell mal einen Unfall und verschwinden von der Bildfläche. Das kann man nicht schön reden. Aber rein außenpolitisch gesehen ist heute die USA 100% schlimmer.
    244 33 Melden
    • Durolex 17.01.2018 09:28
      Highlight Und die Deutschen sind besser?? Diejenigen welche 10Jahre ihrer Geschichte einfach aus dem kollektiven Gedächtnis tilgen wollen?
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    • Dharma Bum(s) 17.01.2018 09:29
      Highlight Nationalismus ist ein gefährliches Gift. Es tötet langsam aber bestimmt.
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    • lily.mcbean 17.01.2018 09:39
      Highlight Naja warum die keine Ahnung haben ist ganz offensichtlich. Fehlende Bildung und Propaganda. Ich war diesen Sommer in Banja Luka und die behaupten dort ja auch das die serben gar nichts böses getan haben im Jugoslawienkrieg und das Massaker von Srebrenica sei eine Lüge der moslems um Krieg zu schühren. Wenn einem das in der Schule immer wieder so erzählt wird, und von den Eltern auch, da glaubt man das irgendwann auch selber.
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