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Christoph Blocher bricht die Mission Basel ab. Bild: KEYSTONE

Was bringt Blocher der Verkauf der «Basler Zeitung»? 6 Fragen, 6 Antworten

Es ist der Mediendeal des Jahres: Christoph Blocher tauscht seine «Basler Zeitung» gegen mehrere kleinere Zeitungen der Tamedia. Warum macht er das? Und was heisst das für die Medienschweiz? Eine Übersicht.

18.04.18, 13:53 19.04.18, 04:00

Christoph Blocher verkauft die «Basler Zeitung» an die Tamedia. Warum sorgt der Deal für so viel Aufsehen?

Unter Christoph Blocher respektive Chefredaktor Markus Somm hat sich die «Basler Zeitung» ab 2010 zu einer rechtskonservativen Stimme in der Schweizer Medienlandschaft gewandelt. Unter lauten Nebengeräuschen brach die Auflage der Zeitung seither um beinahe die Hälfte ein, von gut 83'000 auf 46'000 Exemplare (wobei in dem Zeitraum auch die meisten anderen Printtitel einen Leserschwund hinnehmen mussten). Mit dem Verkauf an die Tamedia werden die Karten politisch und publizistisch neu gemischt.

Noch-Chefredaktor Markus Somm. Bild: KEYSTONE

Ist davon auszugehen, dass die «Basler Zeitung» nach dem Verkauf von ihrem Rechtskurs abkommt?

Ja, davon ist auszugehen. Tamedia-Präsident Pietro Supino hielt an einer gemeinsamen Medienkonferenz mit Blocher und Somm zwar fest, dass alle Titel der Tamedia ihre «Eigenarten» und ihre eigene Geschichte hätten. Als liberales Haus lasse die Tamedia ihren Redaktionen gewisse Freiräume.

Zugleich machte er aber auch klar, dass es nicht das Ziel der Tamedia sei, mit ihren Zeitungen Politik oder Meinungen zu machen, «sondern die Menschen zu informieren und Orientierung zu bieten». Eine ideelle und wirtschaftliche Unabhängigkeit sei dabei zentral. 

Pietro Supino, Verwaltungsratspräsident der Tamedia. Bild: KEYSTONE

Wie stark sich das Profil der «Basler Zeitung» bisher vom Tamedia-Flaggschiff «Tages-Anzeiger» unterschied, zeigt eine Untersuchung des Forschungsinstituts Öffentlichkeit und Gesellschaft (Foeg) der Universität Zürich. Die Forscher haben die Berichterstattung der beiden Titel zu verschiedenen nationalen Abstimmungsvorlagen untersucht.

Demnach berichtete der «Tages-Anzeiger» beispielsweise überwiegend kritisch über die Durchsetzungsinitiative der SVP, während die «Basler Zeitung» in der Frage einen eher positiven Ton anschlug. Auch bei der Energiestrategie, der Unternehmenssteuerreform III, dem Asylgesetz und der zweiten Gotthardröhre unterschied sich die Tonalität diametral.

quelle: foeg

Blocher erhält von der Tamedia das «Tagblatt der Stadt Zürich» sowie den «Furttaler» und den «Rümlanger» und zwei Gratiszeitungen in der Romandie. Was nützt ihm das?

Mit dem Schritt baut Blocher sein Lokalzeitungs-Imperium weiter aus. Bereits im letzten August wurde bekannt, dass er 25 Gratiszeitungen in den Regionen Aargau, Kreuzlingen, Luzern, Oberaargau, Olten, Bodensee, Thurgau, St.Galler Rheintal und Oberland, St.Gallen, Toggenburg, Wil, Winterthur, Zürcher Unterland und Zug gekauft hat. Allein diese Publikationen, die wöchentlich an die Haushalte verteilt werden, erreichen zusammen eine Leserschaft von knapp 800’000 Personen.

«Das ist der ideale Nährboden für eine nationalkonservative Ausrichtung – am Rheinknie hingegen sind die Blochers mit der Herstellung von Basler Läckerli besser beraten.»

Politologe Mark Balsiger im letzten August

Für Blocher und seine SVP seien diese Zeitungen «Gold wert», kommentierte Politikberater Mark Balsiger den Deal letzten August gegenüber watson.

Mit Ausnahme des neu erworbenen Zürcher Tagblatts bedienen die Gratiszeitungen zumeist eine Leserschaft in ländlichen Regionen und in den Agglomerationen. «Das ist der ideale Nährboden für eine nationalkonservative Ausrichtung – am Rheinknie hingegen sind die Blochers mit der Herstellung von Basler Läckerli besser beraten», befand Balsiger bereits damals. Offensichtlich ist der SVP-Doyen zum selben Schluss gekommen.

«Ich werde sicher keinen linken Revolutionär zum Chef einer Lokalzeitung machen.»

Christoph Blocher

An der Pressekonferenz strich Blocher die Bedeutung des Lokalen heraus. «Das Dorf, die unmittelbare Region» stehe für seine Zeitungshaus AG fortan im Zentrum. Dass er direkt Einfluss auf die politische Ausrichtung der Gratiszeitungen nehmen wird, dementierte er. Allerdings werde er dafür sorgen, dass die Titel von «guten Leuten» geführt werden. «Ich werde sicher keinen linken Revolutionär zum Chef einer Lokalzeitung machen.»

Die Tamedia besitzt neu die grossen Tageszeitungen in den Deutschschweizer Zentren Zürich, Bern und Basel. Was bedeutet das für die Medienschweiz?

Die Medienkonzentration in der Schweiz schreitet weiter voran. Bereits heute hält die Tamedia in der Deutschschweiz, gemäss einer Foeg-Auswertung von letztem Herbst, einen Marktanteil von 40 Prozent im Printbereich. In der Romandie sind gar 68 Prozent der Zeitungen in der Hand des Zürcher Verlags.

Auf Anfang Jahr hat Tamedia zudem grosse Teile ihrer Redaktionen zusammengelegt. So schreiben seither dieselben Inland-, Ausland- und Wirtschafts-Journalisten für den «Tages-Anzeiger», die «Berner Zeitung», den «Bund», das «Thuner Tagblatt», den «Berner Oberländer», den «Landboten», die «Zürichsee-Zeitung», den «Zürcher Unterländer». Es ist davon auszugehen, dass die BaZ ebenfalls in diesen Verbund integriert wird – und die Basler Leser bald weitestgehend dieselben Artikel zu lesen bekommen wie jene in Zürich und Bern

Von einem «Einheitsbrei» sprechen die Kritiker der sogenannten Mantelredaktion. Bereits twitterte BaZ-Bundeshausredaktor Dominik Feusi: «Die Übernahme der ‹Basler Zeitung› durch #Tamedia wird (u.a.) zum Diversity-Test für das Zürcher Verlagshaus.» Auch ein Journalist der «Blick»-Gruppe wertet den Titeltausch auf dem Kurznachrichtenportal als «schlechte Nachricht für den Schweizer Journalismus». Von einem «Handel wie aus dem Bilderbuch» schreibt hingegen Kurt W. Zimmermann, Publizist und Chefredaktor der Zeitung «Schweizer Journalist».

Tamedia-Präsident Supino stellte sich an der Pressekonferenz auf den Standpunkt, dass eine überregionale Zusammenarbeit der verschiedenen Zeitungen «Grössenvorteile» und somit eine bessere Qualität mit sich bringe. Allerdings räumte er auch ein, dass es einen gewissen Zielkonflikt zwischen Qualität und Vielfalt im Journalismus gebe. 

Die eidgenössische Wettbewerbskommission muss zum Tauschhandel zwischen Tamedia und Blocher noch grünes Licht geben. Ein Veto scheint allerdings unwahrscheinlich.

Wie reagieren die Zürcher darauf, dass ihr Tagblatt nun in die Hände von Christoph Blocher fällt?

Bereits als die «Schweiz am Wochenende» im März die ersten Gerüchte zum geplanten Deal publik machte, schlugen linke Zürcher Politiker Alarm. Denn das «Tagblatt der Stadt Zürich» ist nicht einfach eine x-beliebige Gratiszeitung, sondern dient auch als städtisches Amtsblatt. Dass die amtlichen Mitteilungen neu in einer Zeitung abgedruckt werden sollen, die Christoph Blocher gehört, passte AL- und SP-Vertretern überhaupt nicht.

Die Gemeinderäte Jean-Daniel Strub (SP) und Andreas Kirstein (AL) erkundigten sich bereits vor einem Monat präventiv beim Stadtrat, unter welchen Voraussetzungen der Vertrag mit dem Tagblatt, der noch fast fünf Jahre läuft, gekündigt werden könnte.

«Entsetzt» über den «very unfriendly takeover» zeigen sich heute auch die Grünen in einer Medienmitteilung. «Damit bekommt Blocher die einzigartige Gelegenheit, das journalistische Umfeld des Städtischen Amtsblatts nach seinem Gusto zu gestalten und alle Leser*innen, die eigentlich städtische Nachrichten und Amtsinformationen wollen, zu beeinflussen», schreibt die Partei und kündigt an, gratis Stopp-Blocher-Kleber abzugeben, die an den Briefkästen angebracht werden können.

Wie viel Geld ist beim Titeltausch geflossen und was passiert jetzt mit den Redaktionen?

Zu den Einzelheiten des Verkaufs schweigen sich beide Seiten aus. Auch ob es zu Entlassungen kommt, ist noch unklar. Beobachter gehen davon aus, dass kaum ein Weg daran vorbeiführen wird. Supino drückte sich an der Pressekonferenz um eine klare Antwort. Klar sei, dass die gesamte Medienbranche unter Druck stehe und es in fünf oder zehn Jahren generell weniger Stellen im Journalismus geben werde als heute.

Chefredaktor Markus Somm führt die Zeitung noch ein halbes Jahr. Nach einem Sabbatical wird er anschliessend als Autor zu Tamedia zurückkehren.

Blochers erste Begegnung mit Siri

Video: watson

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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24
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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 19.04.2018 06:56
    Highlight Der Medien-Mainstream wird mit dem Verkauf der Basler Zeitung noch breiter. Man hätte Blocher seinerzeit bei der Übernahme der Basler Zeitung warnen müssen: Den Baslern ist die Selbständigkeit der Schweiz so was von egal!
    5 4 Melden
  • Tamo. 18.04.2018 19:17
    Highlight Die Städte der Tamedia und der NZZ, die Agglomeration und das Land der SVP. Keine gute Nachricht.
    22 7 Melden
  • CASSIO 18.04.2018 17:31
    Highlight wirtschaftlich hat somm in höchstem masse versagt. wie kommt es dann, dass er bei tv auftritten och immer sein arrogantes lächeln aufsetzt?
    12 8 Melden
  • Flexon 18.04.2018 16:45
    Highlight Nur so am Rande: mich würde extrem interessieren, was bei diesem Deal für Markus Somm herausgesprungen ist. Schliesslich hatte ihn Blocher zu einem Drittel an der Basler Zeitung Medien beteiligt. Ich möchte einfach gern wissen, wie die finanzielle Seite der "Keinen-Einfluss-auf-die-Redaktion-Politik" von Blocher aussieht. Ich würde Somm niemals unterstellen, dass er sich für ein paar drei, vier, fünf, zehn, oder meinetwegen 15 Millionen auch nur unbewusst von Blocher inspirieren lässt (was hat Geld schon mit Inspiration zu tun). Aber just for the record...
    33 4 Melden
    • wasps 18.04.2018 18:18
      Highlight Da haben Sie recht. Zumal nicht klar ist, was der Verlag unter dem Titel Autor versteht. Ist damit Redaktor gemeint? Somm wird kaum als gewöhnlicher Journi Abendschichten schieben. Und was mich weiter interessieren würde, ist die Einschätzung der Weko. Also mehr Medienmacht geht wohl nicht mehr, auch wenn ich es den Baslern von Herzen gönne, den Goldküstenverleger los zu sein!
      13 3 Melden
  • Wilson_Wilson 18.04.2018 15:25
    Highlight Wenn mich ein Thema besonders interessierte, freute ich mich einst auf die Lektüre der Basler Zeitung, der Berner Zeitung und des Tages Anzeiger. Weil es interessant zu lesen war, was die grossen Zeitungen dazu schrieben.

    Und jetzt? Es steht überall dasselbe. Nun noch mehr. Wer in diesem Deal etwas positives sieht, hat keine Ahnung.

    Und dass Supino von einer Qualitätssteigerung spricht, ist eine riesige Frechheit. Er lügt damit willentlich und wissentlich seine Leser an.
    60 13 Melden
    • sheimers 18.04.2018 16:04
      Highlight Jetzt kannst Du die NZZ, den Tagi, den Blick, die AZ, die Tageswoche, den Corriere del Ticino, La Liberté, Infosperber und die Republik lesen. (Da bleibt kaum noch Zeit für die Arbeit :-) )
      33 5 Melden
    • Henri Lapin 18.04.2018 17:28
      Highlight WOZ nicht vergessen
      16 1 Melden
  • Yorik2010 18.04.2018 15:05
    Highlight Wenn Blocher der Meinung ist, dass nur Rechtspopulisten gute Menschen sind soll er diese Auffassung haben. Ich bin jedoch ganz anderer Meinung! Ich bin weder politisch links noch rechts, ich bin ein denkender Schweizer und kann mit diesen Extremisten von rechts oder links nichts anfangen. Es wird die Zukunft aufzeigen wie die Schweizer mit Blocherzeitungen klar kommen, aber da diese ja Gratiszeitungen sind müssen sich die Leute dieses rechtspopulistische Geschwafel wohl gefallen lassen!
    76 11 Melden
    • Henri Lapin 18.04.2018 17:26
      Highlight Es gibt so Kleber, um Gratiszeitungen fern zu halten
      13 3 Melden
  • N. Y. P. 18.04.2018 15:04
    Highlight Diese Zeitung kam bis jetzt 1x gratis pro Woche in den Briefkasten.
    Ab und zu las ich ein wenig in diesem Regionalblatt.
    Jetzt hat also Christoph Blocher übernommen.
    Das ist sein Recht.
    Mein Recht ist, sie ungelesen zum Altpapier zu legen.
    127 21 Melden
    • Wilson_Wilson 18.04.2018 17:25
      Highlight Solange diese Zeitung bei dir im Briefkasten liegt, nützt dein Vorgehen überhaupt nichts. Die Auflage bleibt.

      Schau zu – mit einem Kleber – dass sie gar nicht mehr im Briefkasten landet.
      16 2 Melden
    • Henri Lapin 18.04.2018 17:27
      Highlight Kleber “keine Gratiszeitungen“ wäre besser
      11 1 Melden
    • N. Y. P. 18.04.2018 19:41
      Highlight Gute Idee !
      5 1 Melden
  • piedone lo sbirro 18.04.2018 14:29
    Highlight publizistisch hat sich das empörungssystem von rechts aussen abgenutzt.

    die strategie ist immer die gleiche, konsequent das gegenteil der mehrheit vertreten und mittels gezielter auslassungen von fakten, sachverhalte für seine klientel wunschgerecht und dem eigenen weltbild angepasst erscheinen lassen.

    wenn sich die meinungsvielfalt durch das portemonnaie zerstören lässt, dann ist die schweiz am ende.
    109 41 Melden
    • TheMan 18.04.2018 17:12
      Highlight Als würden Linke immer Wahre Fakten bringen. Und Linke Zeitungen inklusiv die mit dem Grossen W. Machen ja Gratis Propaganda für die SP und gegen die SVP. Die Meinungsvielfalt wäre durch die Linken Melden alleine eh nicht gegeben. In der Meinungsvielfalt war der Kommunismus nie Gut. Und die SVP sagt das Gegenteil der Mehrheit? Seit wan?
      9 31 Melden
  • Grigor 18.04.2018 14:12
    Highlight Wie hoch ist den die Reichweite von AZ Medien (inkl. Watson) in der Deutschschweiz. Wäre noch interessant zu wissen bezüglich dem Thema Vielfalt und Schweizer Medienlandschaft.
    97 2 Melden
    • Fabio Kunger 18.04.2018 14:45
      Highlight AZ und NZZ sind in Zukunft auch eine Firma. Die Vielfalt in der Deutschschweiz teilen sich die und Tamedia dann.
      48 2 Melden
    • Hierundjetzt 18.04.2018 15:44
      Highlight Das kann man so nicht beantworten. WEMF Erhebungen werden je Titel erhoben. Zudem ist es wichtig ob ein Printerzeugnis mehrere Pick ups hat, wie hoch die internen oder externen Überschneidungen sind oder ob es noch relevante Konkurrenz gibt.

      Wenn du reine Auflagenzahlen willst, hier:

      https://wemf.ch/de/downloads/audit-statistcs/auflagebeglaubigung/wemf-auflagebulletin-2017.pdf
      19 0 Melden
    • Grigor 18.04.2018 17:26
      Highlight Mir ist klar das die Rechnung so einfach nicht gemacht werden kann. Umso überraschender das dies Watson bei der Konkurrenz so genau gelungen ist.
      5 1 Melden
    • pazüsen 18.04.2018 18:20
      Highlight Also, im 2017 gemäss
      https://wemf.ch/de/audit-statistics/auflagen (Auflagebulletin unter "Download Center" )

      ot Oltner Tagblatt: 13'820
      az Aargauer Zeitung etc.: 77'878
      az Solothurner Zeitung etc: 24'325
      bz Basel & Baselland: 25'920
      Schweiz am Wochenende: 204'388

      Aber Achtung, Auflage ist nicht gleich Reichweite. Reichweitenzahlen habe ich grad keine zur Hand.

      online-Zahlen März gemäss https://netreport.net-metrix.ch/traffic/index.php:

      az Gesamt (Nordwestschweiz Netz): 1'136'000 Unique Clients (einzelne Geräte)

      watson: 1'785'000 Unique Clients
      3 0 Melden
  • hävi der 3. 18.04.2018 14:09
    Highlight Vielleicht sollte man zur Story gleich noch den Live-Ticker aktivieren. 😂

    Jetzt haben ja die Genossen doch immer so eine Hysterie abgelassen wegen der Baz?

    Diese Eregtheit und der Alarmismus war also wieder einmal... für gar nichts.?
    Reine Sebst....
    Na ja.

    Ist man sich ja langsam gewohnt, von dieser Ecke.
    32 136 Melden

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