Schweiz
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ZUR DEFINITIVEN UEBERNAHME DES PRIVATEN RADIO 105 DURCH ROGER SCHAWINISKI, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG  --- Der vor zwei Wochen in Konkurs gegangene Jugendsender Radio 105 werde in die Radio 1 AG integriert, teilte Roger Schawinski mit. --- Roger Schawinski, Journalist und Unternehmer, spricht an einem Interview am Donnerstag, 10. Februar 2011 im Studio seines Radiosenders Radio1 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Roger Schawinski enerviert sich in seinem Büro bei Radio 1 über die Versäumnisse der SRG, der Politik und der Verlage.  Bild: KEYSTONE

Roger Schawinski im grossen No-Billag-Interview: «Das ist völlig durchgeknallt»

Der Schweizer Medienpionier und Radio-Unternehmer Roger Schawinski meldet sich in der No-Billag-Debatte mit dem in Rekordzeit geschriebenen Buch «No Billag? Die Gründe und die Folgen» zu Wort. Ein Gespräch über die Vernebelungstaktiken der Initianten, die Chancen der Initiative und «Morning Joe».  

philipp löpfe, maurice thiriet 



Ihr Buch ist flott geschrieben und es bietet eine verständliche Einordnung der Problematik. Aber kann ein Schnellschuss auch seriös sein?
Roger Schawinski:
Dies ist mein Fachgebiet, in dem ich mich seit Jahrzehnten auskenne. Und ich habe wohl mehr praktische Erfahrungen im In- und Ausland als andere.

Sie tragen aber ziemlich dick auf. Man hat den Eindruck, die Schweiz werde bei einem Ja zur No-Billag-Initiative untergehen. 
So ein Quatsch. Haben Sie das Buch überhaupt gelesen? Das schreibe ich überhaupt mit keinem einzigen Satz. 

Aber Sie schreiben wörtlich von der «wichtigsten Abstimmung seit Generationen».
Das bedeutet etwas anderes als «die Schweiz geht unter». Das ist SVP-Terminologie. Ich begründe meine These auch. Die Masseneinwanderungs-Initiative hat die Schweiz nicht gross verändert. Das Nein zum EWR de facto ebenfalls nicht.

Aber?
Aber die No-Billag-Initiative zertrümmert einen Pfeiler unseres Staatswesens. Sie lässt unser bisheriges Radio- und TV-System zusammenbrechen, von dem der öffentlich-rechtliche Sektor ein wichtiger Teil ist, und zwar mit Leistungen, die die Privaten in einem kleinen Land wie der Schweiz nicht finanzieren können.

«Keine einzige Person in diesem Initiativ-Komitee hat auch nur die geringste Erfahrung im Radio- oder TV-Bereich.»

Sie vergleichen die Initiative aber mit dem Brexit und damit mit einer geopolitischen Grundsatz-Entscheidung. Da tun Sie sowohl den Initianten als auch unserer SRG ein bisschen viel der Ehre an.  
Es geht bei der No-Billag-Initiative bei vielen ebenfalls um einen Reflex: «Denen dort oben zeigen wir es!» Die Elite der arbeitsscheuen und überbezahlten SRG-Journalisten muss weggefegt werden. Was das für Konsequenzen haben wird, spielt dabei kaum eine Rolle. Das ist völlig durchgeknallt. Darin sehe ich schon eine Parallele zum Brexit. Grossbritannien hat sich damit ein epochales Ei gelegt.

No-Billag als einziges grosses Intellektuellen-Straflager? Das ist ein bisschen elitär, nicht? Die Initiative hat schon auch einen Inhalt ...
... der formuliert wurde von Leuten, die keine Ahnung von der Materie haben! Die Initiative ist reine Ideologie. Das halte ich für verantwortungslos. Ja, unschweizerisch. Und ich brauche diesen Begriff hier ganz bewusst.

Es ist die erklärte Absicht der Initianten, das «Staatsfernsehen» – oder was sie dafür halten – zu zerschlagen.
Mit Verlaub: Erstens hat keine einzige Person in diesem Initiativ-Komitee auch nur die geringste Erfahrung im Radio- oder TV-Bereich. Und jetzt haben sie zweitens auch noch Angst vor ihrem eigenen Mut bekommen und behaupten, es werde ja alles nicht so schlimm.

«Ja, und die Kantone könnten ihren Teil zur Finanzierung dieses Fernsehens beitragen ... das ist mehr als Blödsinn.»

Wie meinen Sie das?
Die wollen uns doch nun ernsthaft weismachen, ihre eigene Initiative werde dann schon nicht so strikt umgesetzt, wie sie sie selbst formuliert haben. Dabei haben sie den Text ihrer Initiative bewusst glasklar gehalten. Das ist ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Schweizer Demokratie, dass die Initianten vor dem Urnengang versprechen, ihre Initiative werde nur teilweise umgesetzt, um so zu punkten. Für mich ist dies eine krasse Form von Vernebelungstaktik.

Sie sagen nur, es werde ein privates Pay-TV als Ersatz für das SRF geben. Jeder, der die Sendungen sehen will, werde dafür bezahlen, sei es die «Tagesschau» oder «sportaktuell».
Ja, und die Kantone könnten ihren Teil zur Finanzierung dieses Fernsehens beitragen ... das ist mehr als Blödsinn. Mit solchen Argumenten werden die Menschen hinters Licht geführt. Was nützt es, wenn einzelne Sendungen finanziert werden? Es geht beim Medium Fernsehen in jedem Fall um ein 24-Stunden-Programm. Solche Ideen können nie umgesetzt werden, das ist blosse Publikumsverwirrung.

Was? 
Dass die Zeitachse das Entscheidende ist in diesem Initiativtext. Bei der Masseneinwanderungs-Initiative hatte der Bundesrat drei Jahre Zeit für die Umsetzung. Bei der No-Billag-Initiative sprechen wir nur von Monaten. Schon einen Tag nach Annahme müsste die SRG Liquidationspläne erstellen.

Die Initianten bestreiten das vehement. 
Wer das bestreitet, hat halt nicht nur vom Radio- und TV-Geschäft, sondern auch von basischer Betriebswirtschaft nicht die leiseste Ahnung. Es blieben nur Monate, bis die SRG den Betrieb einstellen müsste. 

Es blieben immer noch mehrere hundert Millionen Werbeeinnahmen, nicht?
Nicht lange. Die Liquidität nähme schnell drastisch ab. Die Lieferanten würden sofort Vorkasse verlangen, die SRG könnte keine Jahresdeals im Werbemarkt mehr abschliessen – und die Zuschauer würden per sofort ihre Gebühren nicht mehr bezahlen, das Inkasso würde weitgehend wirkungslos. Gleichzeitig müsste die SRG hunderte von Millionen Franken für einen Sozialplan ihrer Mitarbeiter zurückstellen. Kurz: Innert kürzester Zeit würde ein Liquiditäts-Engpass entstehen, der nach jeder betriebswirtschaftlichen Logik sehr rasch zu Konkurs und Liquidation der SRG führen würde.

«Beim Radio gibt es Sparmöglichkeiten. SRF2 könnte man billiger machen, SRF1 und SRF3 könnte man zusammenlegen.»

Der neue Generaldirektor Gilles Marchand seinerseits verspricht, bei einem Nein zur Initiative werde die SRG eine neue Firma sein.
Aber er hat es bisher verpasst, zu erläutern, wie diese Firma aussehen wird. Marchand hat eine riesige Chance vergeben. Er ist jetzt seit genau 100 Tagen im Amt. Dies wäre der ideale Zeitpunkt für eine grundsätzliche Rede. 

Sie wären der bessere SRG-Generaldirektor. We get it. Also: No Billag wird abgelehnt, aber sogleich folgt die 200-Franken-Initiative. Was würden Sie an Marchands Stelle tun?
Ich würde für einen Gegenvorschlag von 300 Franken plädieren und ein Konzept dafür ausarbeiten. Damit wäre man im Parlament und bei einer eventuellen Abstimmung gut gerüstet.

Wo würden Sie schneiden?
Beim Radio gibt es Sparmöglichkeiten. SRF2 könnte man billiger machen, SRF1 und SRF3 könnte man zusammenlegen. Die beiden unterscheiden sich kaum noch. Für die Nachrichtensendungen arbeiten beim Radio SRF rund 200 Leute, ich muss mit neun auskommen. Vielleicht würde es bei der SRG in der Deutschschweiz auch mit 150 gehen.

«No Billag – Die Gründe und die Folgen»

Am Sonntag, 7. Januar findet im Restaurant Metropol Zürich die Buchpremiere inklusive Radio-1-Live-Talk statt. Filippo Leutenegger wird Buchautor Roger Schawinski interviewen, das Gespräch wird live auf Radio 1 übertragen. Türöffnung ist um 10 Uhr, die Sendung beginnt um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei, Anmeldungen auf der Webseite von Radio 1 erwünscht.

Und falls die Initiative angenommen würde, gäbe es vielleicht doch ein Schlupfloch! 
Welches?

Man könnte das gesamte SRG-Programm zu einer amtlichen Mitteilung erklären. Dann könnte der Bund die SRG weiter finanzieren!
Vom ehemaligen «Tagi»-Chefredaktor und dem watson-Chefredaktor hab' ich eigentlich etwas mehr Sachverstand erwartet ... «Glanz & Gloria» als amtliche Meldung. Ernsthaft? Das ist zwar ein origineller Vorschlag, aber es wäre eine solche Verar... des Volkswillens, dass es nie im Leben durchsetzbar wäre. Können wir jetzt wieder seriös werden, bitte?

Entschuldigung. Ist es nicht ein bisschen schizophren, wenn Sie gegen die No-Billag-Initiative kämpfen und gleichzeitig der SRG an den Karren fahren?
Ich habe immer gegen das SRG-Monopol gekämpft, und auch während Jahren gegen das SRG-Topmanagement, aber nie gegen die Existenz der SRG. Ich habe im Bereich des privaten Radios und Fernsehens wohl mehr geleistet als jeder andere im Land, auch mehr als die SVP oder die No-Billag-Initianten. Es braucht ein duales System von privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern.

Kann man denn der No-Billag-Initiative überhaupt keine positive Seite abgewinnen?
Überhaupt nicht. Sie ist radikal, unsinnig und nicht durchdacht. Die SRG hat mit ihrem Verhalten dazu beigetragen, dass sie überhaupt möglich wurde, zusammen mit den Politikern und den Verlegern.

«Eric Gujers Wortmeldung war mehr als verwirrlich.»

Die Hauptschuld der SRG zuzuschieben ist ein bisschen einfach. Seit rund zehn Jahren gibt es doch eine konzertierte Aktion von «Weltwoche», Aktion Medienfreiheit, Goldbach und rechten Kreisen gegen die SRG.
Nicht viel schlimmer als zuvor. Die SVP hat die SRG schon immer kritisiert, aber bisher nur versucht, sie zu kontrollieren. An die Abschaffung dachten diese Leute eigentlich nie ernsthaft. Selbst Natalie Rickli hat ursprünglich erklärt, sie werde Nein zu No Billag stimmen.

Warum hat dann ein politischer Nonvaleur wie Olivier Kessler plötzlich diesen Erfolg?
Wenn es um Gebühren geht, haben wir selbst in der reichen Schweiz neuerdings grosse Probleme. Auch die Erhöhung der Vignetten-Gebühr wurde hochkant verworfen. Diesen Effekt habe ich anfänglich unterschätzt. Zuerst hatte ich geglaubt, dass eine so offensichtlich unsinnige Initiative keine Chancen hätte. Die ersten Umfragen haben jedoch gezeigt, dass dies nicht so ist.

Die Vignette war klar zu teuer. Bessere Beispiele?
Wenn wir etwa darüber abstimmen müssten, ob wir alle 2000 Franken im Jahr für die Landwirtschaft bezahlen wollen, hätte dies wohl nicht den Hauch einer Chance. Aber diese Leistungen werden über Steuern erhoben. 

Die Gebührenverdrossenheit mag in Teilen der Bevölkerung vorhanden sein. Aber ein Sparpotential von rund 400 Franken dürfte NZZ-Chefredaktor Eric Gujer nicht locken. Der macht sich aus staatspolitischen Gründen für die Initiative stark.
Ja, seine Wortmeldung war mehr als verwirrlich. 

Aber der ist ja nicht dumm, der Eric Gujer.
Gujer schreibt sinngemäss: Unseren Privatmedien geht es schlecht, weil es der SRG gut geht. Das ist etwas gar kurz gesprungen. Zeitungen haben weltweit riesige Probleme, auch in den USA, wo es bekanntlich kein bedeutendes «Staatsfernsehen» gibt. Damit fällt die These von der SRG als Sündenbock in sich zusammen.

«Schon heute ist SRF1 eigentlich ein ‹Arme-Leute-TV›.»

Der ehemalige Generaldirektor Roger de Weck wird gelegentlich mitverantwortlich für den Erfolg der No-Billag-Initiative gemacht. Was hat er falsch gemacht?
Nicht viel, aber er konnte auch nicht viel machen. Aus meiner Sicht hat sein Vorgänger Armin Walpen es zwischen 1996 und 2011 verpasst, die SRG zu reformieren. Als de Weck sein Amt antrat, war der Zug schon abgefahren, die Monopolstellung der SRG zementiert. De Weck hat wenig veranlasst, ausser, dass er den Online-Bereich etwas gar rasant ausgebaut hat. Aber das haben alle getan. Wem sag' ich das? 

Richtig. Sprechen wir vom Service public. Bei der No-Billag-Diskussion erhält man gelegentlich den Eindruck, das Schicksal der SRG und damit der Schweiz hänge von «Glanz & Gloria» ab. Warum eigentlich?
Es gibt einzelne Sendungen, die ganz klar Service public sind, Wissenschaftssendungen beispielsweise oder Hintergrunddokumentationen. Das können sich Private in der Schweiz nicht leisten. Umgekehrt gibt es Sendungen, die ganz klar nicht Service public sind.

Welche?
Reality-TV-Sendungen wie der «Bachelor» beispielsweise. Das können nur Private machen. Dazwischen gibt es ein breites Feld, das beide beackern können. Allerdings spielt dabei die Grösse des Marktes eine Rolle. Anders als in Deutschland und Grossbritannien könnten sich in der kleinen Deutschschweiz Private einen «Bestatter» jedenfalls nicht leisten.

Was verschwände bei No Billag?
Das meiste aus dem mittleren Bereich fällt weg. Darum ist es unsinnig, wenn SVP-Nationalrat Adrian Amstutz im Parlament wettert: «‹Kommissar Rex›, was soll dieser Quatsch?» SRF braucht solche Sendungen, um die Programmlücken zu füllen. Schon heute ist SRF 1 eigentlich ein «Arme-Leute-TV».

«Zu glauben, man würde für die ‹Tagesschau› bezahlen, ist kompletter Unsinn.»

Die reiche SRG mit einem «Arme-Leute-TV»?
Ja. Es hat kein Vollprogramm, wie es immer wieder heisst. Die Eigenproduktionen beginnen erst ab 18 Uhr. Wer der SRG daher vorwirft, sie habe zu viele ausländische Serien und Wiederholungen, der weiss nicht, wovon er spricht. Wenn wir zwei Kanäle wollen, dann brauchen wir das. SRF2 kann ja nicht rund um die Uhr Live-Fussball bringen, wie es Adrian Amstutz wohl gerne hätte.

Was für Schlussfolgerungen ziehen Sie daraus?
Am meisten ärgere ich mich darüber, dass bei der No-Billag-Initiative so viele Leute mitreden, die keine Ahnung haben. Die Lösungen sind absurd: Pay-TV für die «Tagesschau» beispielsweise. Wer würde dafür bezahlen? Die «Tagesschau» hat nur deswegen so viele Zuschauer, weil man sich seit 50 Jahren an sie gewöhnt hat.

Die Zeit, wo ältere Frauen das Wohnzimmer zu Ehren des «Tagesschau»-Sprechers aufgeräumt haben, sind aber vorbei.
Trotzdem hat die «Tagesschau» in einer total atomisierten TV-Landschaft heute noch einen Marktanteil von gegen 50 Prozent. Sie gehört nach wie vor zu unserem Tagesablauf, obwohl wir heute von «Breaking News» und Push-Meldungen aller Art zugeschüttet werden. Aber zu glauben, man würde für die «Tagesschau» auch bezahlen, ist kompletter Unsinn.

Wie würden Sie «Digital Natives», die Jungen, die kaum TV schauen, davon überzeugen, gegen die No-Billag-Initiative zu stimmen?
Ich habe kürzlich eine Sendung mit Initiant Andri Silberschmidt, Chef der Jungfreisinnigen gemacht. Als ich ihn gefragt habe, was dann nach Annahme der Initiative passieren würde, hat er gesagt: «Ich habe doch keine Kristallkugel.» Das ist schlicht unverantwortlich und hilflos. 

Das war nicht die Frage.
Stimmt. Sorry. Als ich ihn dann gefragt hatte, was er im Falle einer Annahme machen würde, antwortete er: «Wir brauchen keine Programme, was uns interessiert, holen wir uns aus dem Internet.» Dass diese Programme zuerst von jemandem produziert werden müssen, bevor sie ins Netz gestellt werden können, wird dabei geflissentlich übersehen. Doch ob man ein Programm linear vor dem TV-Apparat verfolgt oder zeitverschoben auf dem Smartphone: Die Kosten sind exakt gleich hoch. Diese Botschaft muss man auch den Jungen vermitteln, um zu verhindern, dass sie blind handeln, wie das beim Brexit der Fall war.

«Wenn wir den Marktleader SRG ausschalten, dann wird die ausländische Übermacht noch grösser.»

Erreicht man die?
In den USA gibt es rund 30 Prozent Trump-Wähler, die sind nicht offen für Argumente. Das sind Gläubige. Bei uns sind dies die SRG-Hasser und die Kessler-Fans. Solche Leute zu überzeugen, ist unmöglich. Aber es gibt viele, die sich in den nächsten Wochen informieren wollen, obwohl die Materie sehr komplex ist. Für diese habe ich mein Buch geschrieben, das einfach zu lesen ist. In höchstens drei Stunden erhält man alle Argumente von allen Seiten. Damit ist man optimal gerüstet für Diskussionen, die zurzeit überall stattfinden.

Was treibt Sie an, die SRG zu unterstützen?
Niemand weiss besser als ich, dass gewisse Aufgaben in der kleinen Deutschschweiz nicht von Privaten allein übernommen werden können. Das zeigt sich an konkreten Beispielen: TeleZüri hat sich, seit ich es 1994 gegründet habe, kaum weiterentwickeln können. Dominik Kaiser stösst mit seinem 3+ auch an Grenzen. Er wiederholt jedes Jahr die gleichen, von deutschen Vorbildern kopierten Sendungen. Mehr liegt nicht drin, weil er mit seinen Paradesendungen nach eigenen Angaben viel Geld verliert.

Aber diese Sender erhielten doch ein wenig mehr Luft, um zu wachsen, wenn es die SRG nicht mehr gäbe?
In der Schweiz werden 60 Prozent des TV-Marktes von Ausländern beherrscht, die privaten TV-Stationen liegen im einstelligen Bereich. Das ist eine beinahe koloniale Situation. Wenn wir den Marktleader SRG ausschalten, dann wird die ausländische Übermacht noch grösser. Denn profitieren werden vor allem die etablierten Player wie RTL, ProSieben und Sat1.

Und was ist mit Christoph Blocher? Alle sagen doch, er würde noch so gerne in die Lücke springen.
Vielleicht. Aber hat er noch die Kraft dazu? Tatsächlich wäre ein vielfacher Milliardär und rechtspopulistischer Ideologe, wie es Blocher ist, die einzige inländische Option.

Was ist mit den Verlagen Ringier, Tamedia, NZZ und AZ?
Die haben sich mehrheitlich schon vor Jahren von der SRG kaufen lassen. Das mache ich ihnen zum Vorwurf. Und die meisten ihrer regionalen TV-Stationen wären nach Annahme von No Billag ohne Gebühren klinisch tot.

«Ohne SRG wäre der Schweizer TV-Markt bis zu 90 Prozent unter ausländischer Kontrolle.»

Wir haben jetzt lange über das Fernsehen gesprochen. Was aber würde ein Ja zu No Billag für die Radios bedeuten?
Heute werden auch viele Regionalsender massiv von Splitting-Gebühren finanziert. Wenn es die SRG nicht mehr gibt, dann fallen auch diese Gebühren weg. Die meisten dieser Regionalradios würden daher verschwinden. Der einzige Medienunternehmer im Land, der nie subventioniert worden ist, bin ich. Und ich bin seit beinahe 40 Jahren im Geschäft.

Das ist wirklich sehr beeindruckend! Und jetzt könnten Sie dann eine nationale Konzession ersteigern, beispielsweise diejenige von SRF3.
Keine gute Idee. Der Betrieb der vielen SRG-UKW-Sender ist extrem teuer, und sie werden nur noch ein paar Jahre in Betrieb sein, dann gibt es nur noch DAB+. Ich würde so gesehen das Recht ersteigern, die enormen Liquidationskosten dieser Sende-Anlagen zu übernehmen. Im Initiativtext heisst es wörtlich, dass Radio- und Fernsehkonzessionen versteigert werden sollen. Das ist Unsinn. TV-Sender brauchen keine Konzession. Und bei Radiosendern wären es allein die UKW-Konzessionen, die niemand refinanzieren kann. Auch dies zeigt, wie realitätsfremd diese Initiative ist.

Ein Stichwort taucht in der No-Billag-Diskussion regelmässig auf: die «Berlusconisierung». Was halten Sie davon?
In der Schweiz wäre es noch viel schlimmer. Berlusconi hat zwar drei TV-Stationen gehabt, es ist ihm jedoch nie gelungen, die Rai zu kontrollieren. Zudem ist der italienische TV-Markt immer in einheimischen Händen geblieben. Ohne SRG wäre der Schweizer TV-Markt bis zu 90 Prozent unter ausländischer Kontrolle.

Ein zweites Stichwort sind die «amerikanischen Zustände».
Es gibt US-Sender, die super sind. Ich schaue beispielsweise jeden Morgen «Morning Joe» auf MSNBC. Dazu informiere ich mich bei CNN und hie und da sogar bei Fox News. In einem 350-Millionen-Land können solche Sender existieren. Aber in einem Fünf-Millionen-Markt? Vergessen Sie es einfach.

Warum schliessen wir den Schweizer TV-Werbemarkt nicht für Ausländer?
Geht nicht, das würde gegen die Diskriminierungsverbote in den bilateralen Verträgen mit der EU verstossen. Die Chance für eine private journalistische Schweizer Konkurrenz zur SRG ist vor vielen Jahren vertan worden, die ausländischen Player sind inzwischen übermächtig. Und darum heisst es bei dieser Abstimmung allein: «Eins oder keins.» 

So wird «Wilder» aussehen, wenn dem SRF das Geld ausgeht

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Video: watson/Emily Engkent, Lya Saxer, Angelina Graf

No Billag: Diese Promis kämpfen gegen die Initiative

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234Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bebby 08.01.2018 01:32
    Highlight Highlight Der grösste strategische Fehler war doch das Gebührenobligatorum. Das hat dazu geführt, dass diese Initative überhaupt gestartet wurde. Und der zweite grosse Fehler ist der fehlende Gegenvorschlag, der beweist, dass sich gar nichts ändern wird, falls die Initiative abgelehnt wird. Es braucht doch Alternativen für alle die, welche mit SRG Programmen nichts anfangen können. Er hat schon recht mit der Aussage über die Gebühren.
    • Fabio74 08.01.2018 10:07
      Highlight Highlight Nun hat das Volk dem RTVG zugestimmt
  • rodolofo 07.01.2018 13:04
    Highlight Highlight Vergesst mal für einen Moment "Glanz und Gloria"!
    DAFÜR liebe ich die SRG:
    https://www.srf.ch/sendungen/sternstunde-kunst/sonita-rappen-gegen-die-zwangsheirat
  • DtG303 07.01.2018 10:46
    Highlight Highlight Ich mag keine Werbung im Radio, deshalb höre ich SRF3 und SRF2. Somit stellt sich die Frage zu "No Billag" für mich nicht. Ich konsumiere also bezahle ich.
    Im TV sehe ich aber heute kaum noch einen Unterschied zwischen dem Öffentlich-Rechtlichen in der Schweiz und dem Privaten aus Deutschland. Schweizer Privatfernsehen ist für mich nicht sehenswert. Ich glaube SRF könnte noch etwas lernen von ORF oder ARD/ZDF. Gerade Sendungen zu internationalen Themen verfolge ich bevorzugt bei den Östereichern oder 3sat, welcher natürlich auch über Gebühren finanziert ist.
  • rodolofo 07.01.2018 10:01
    Highlight Highlight ...
    Darauf der Genosse Gruppenleiter:
    "Das sehen wir ja dann!
    Du bist eben so ein typischer Schüler! Die wollen immer alles ganz genau wissen... Wir aber sind Arbeiter!
    Als Handwerker nehmen wir die Dinge in die Hand!
    Wenn wir die Fabrik vom Kapitalistenschwein enteignet haben, dann bilden wir Fabrikräte, in denen wir alle Tagesaktivitäten gemeinsam beschliessen und planen!
    Und der Oberste Zentralrat der Befreiten Welt erstellt dann aus all diesen Plänen einen 5-Jahres-Plan!"
    Und genau so ist es ja auch gekommen, in der Sowjetunion, oder in China... na wenigstens so ungefähr...
  • rodolofo 07.01.2018 09:56
    Highlight Highlight ...
    erinnert mich ein wenig an meine Jugend-Zeit, in der Sturm und Drang - Phase, als mir alles viel zu langsam ging und mir die langsam und stetig mahlenden Mühlen auf die Nerven gingen und ich, die Internationale mitsingend, mit der Links-Revolution und als Anti-Militarismus in Richtung Kommunistisches "Wolken-Kukuksnest" marschierte.
    Damals fragte ich den langhaarigen Guru unserer Revolutionären Zelle, die sich mit ihrem Büro ideologisch korrekt in einer Gross-WG eingenistet hatte einmal in einem Anflug von Realismus: "Was geschieht eigentlich nach einer erfolgreichen Revolution?"
    ...
  • rodolofo 07.01.2018 09:50
    Highlight Highlight Diese heutigen No Billag - Rechts-Revolutionäre, die erst mal alle Institutionen unserer altehrwürdigen Demokratie mit ihren altehrwürdigen Institutionen wie Rechtsstaat, Sozialstaat, ÖV, oder Öffentlich-Rechtliche Medien mit einer Schweizerischen Variante der "Trump'schen Abriss-Birne" zusammenschlagen, niederreissen und anzünden wollen, bevor dann ein irgendwie durch ultra-liberale Zauberhand über uns hereinbrechendes Paradies der Freiheit und des Wohlstands über uns hereinbrechen würde, mit einem sympathisch und gesellig lachenden Bigler und einer völlig entspannten Rickli
    ...
    • mein Lieber 07.01.2018 13:56
      Highlight Highlight Aus der Reihe "Drogen am Sonntag"....
  • mein Lieber 07.01.2018 09:34
    Highlight Highlight Die Diskussion um no Billag ist eine Schande, die Befürworter werden als Rechte beschimpft und die Gegner als Linke. Das Volk wird gespalten und die Egos der Linksrechtsrufer immer grösser. Was ist los mit euch? Respektiert die unterschiedlichen Ideologien und Wünsche, die Motivation jedes einzelnen geht oft über die politische Gesinnung hinaus. Hört endlich auf mit diesem selbstverliebten Getue und fangt an zu respektieren. DAS ist Demokratie, egal ob Ja oder Nein.
  • rodolofo 07.01.2018 09:32
    Highlight Highlight Bevor ich im Interview mit Roger Schawinski weiter lese, möchte ich gleich etwas loswerden:
    Roger Schawinski behauptet, dass man Radio srf1 und Radio srf3 zusammenlegen könne, da sie sich kaum mehr voneinander unterscheiden täten.
    Das ist schlicht NICHT WAHR!
    Ich fahre in einem Kleinbus Lieferungen aus und höre dazu Radio. Jedes Mal, wenn ich losfahre, ist Radio srf 1 eingeschaltet. Ich höre eine Zeit lang, spüre dann aber bald mal einen starken Drang, auf Radio srf3 umzuschalten, was ich schliesslich auch tue.
    Der anderen Person geht es offenbar gleich, wie mir, nur umgekehrt...
  • RETO1 06.01.2018 20:07
    Highlight Highlight Ja zu NoBillag!!
    Die SRG soll funktionieren wie eine Zeitung, jeder der will kann sie abonnieren
    Zeitungsabos kosten ja auch um Fr. 400.-
    Wenn alle Rätoromanen, alle Tessiner und alle die gegen die NoBillag sind, das SRG-Abo kaufen,dann kann diese ohne weiteres überleben ( selbstverständlich sind auch die Spitzensaläre anzupassen)
    • rosen nell 07.01.2018 07:33
      Highlight Highlight @reto1. bei einem ja gibt es die srg nicht mehr, punkt. dein kommentar ist nichts als wunschdenken und nachgeplapper.
    • Maragia 07.01.2018 11:09
      Highlight Highlight @rosen nell: Deine Aussage ist auch eine Behauptung!
    • Fabio74 07.01.2018 17:17
      Highlight Highlight Nein Maragia. Lies das Interview hier und hör was Medienprofis sagen.
  • Herbert Anneler 06.01.2018 19:07
    Highlight Highlight Zwar finde ich es nicht schlecht, dass Schawi auch gegen No Billag ist. Aber aus Ersparnisgründen Radio SRF1 und SRF3 zusammenzulegen - das ist zum Schreien! Radio kostet 4mal weniger als TV; ausgerechnet beim
    Radio die Sparschraube anzusetzen, ist einfach nur irre - aber gut für Roschee: dann gäbe es mehr Platz für sein Radio 1... Dass ein HSGler solchen Sparquatsch in die Welt setzen kann... Aber Roschees Ego war schon immer etwas grösser als sein medialer Sachverstand: Er war z.B. nie in der Lage, Radio-Reichweiten von Marktanteilen zu unterscheiden...
  • ThePower 06.01.2018 18:35
    Highlight Highlight Ich finde, die SRG macht einen guten Job und es gibt einiges, worauf ich trotz Youtube und Co. nicht verzichten möchte wie z.b die vielen tollen Sportübertragungen, Dokus, Maloney am verkaterten Sonntagmorgen. Das darf etwas kosten, auch wenn ich jetzt nicht gerade zum vermögendsten Teil der Bevölkerung gehöre. Daher hätte ich gerne den Status Quo mit etwas tieferen Gebühren. Begrüssenswert fände ich es ausserdem, wenn man die Kosten jährlich durch die Anzahl Gebührenzahler teilen würde (z.b 360.- bei 5 Mio Haushalte, 240.- bei 7.5 Mio Gebührenzahlern, 180.- bei 10 Mio usw.).

    So ginge das!
    • Eric Lang 07.01.2018 06:46
      Highlight Highlight Ja sicher 5 Millionen Haushalte in der Schweiz!
      Dann hätten wir über 10 Millionen Einwohner, die restlichen Zahlen von Dir kannst Du nun selber hochrechnen.
    • ThePower 08.01.2018 02:12
      Highlight Highlight @Eric Lang

      Hast recht, habe die Firmen vergessen. Meinte Haushalte und Firmen, also alle "Sponsoren" zusammen. So dürfte es fast hinkommen. Meine Zahlen waren aber ohnehin mehr als Beispiel gemeint.
  • pedrinho 06.01.2018 17:48
    Highlight Highlight "Der einzige Medienunternehmer im Land, der nie subventioniert worden ist, bin ich. Und ich bin seit beinahe 40 Jahren im Geschäft."

    gratuliere....und ist das nicht der beweis, dass es auch ohne subventionen möglich ist, ein "qualitativ hochstehendes und politisch neutrales produkt" dem kunden bereitzustellen?

    • rodolofo 07.01.2018 10:24
      Highlight Highlight @ Silent Speaker
      "arte" hat Erfolg mit konzentrierter Extra-Qualität, für mich der Dienstag Themenabend mit hochkarätigen Dokumentationsfilmen und einem Interview zu einem bestimmten Thema, die aber dann "gestreckt" wird mit dem Senden von billigen "Recycling-Filmen" aus dem umfangreichen Film-Archiv.
      Um das "Strecken" des Programms kommt eigentlich kein Sender herum! Dauer-Qualität ist anstrengend.
      Was würden wir machen, wenn wir 24 Stunden rund um die Uhr labern müssten?
      Vermutlich würden wir uns da auch gelegentlich wiederholen, oder unsinnigen Nonsens von uns geben, oder Burnout.
  • Kii 06.01.2018 16:23
    Highlight Highlight Bei Annahme der Initiative würde er sogar noch profitieren und ist trotzdem dagegen. Guter Mensch!

    • Roman h 06.01.2018 17:32
      Highlight Highlight Bei einer Abnahme würde er seine Sendung verlieren.
      Er verdient Geld durch die billag und daher Frage ich mich, wie neutral ist seine Sichtweise?
    • Kii 06.01.2018 18:41
      Highlight Highlight Inwiefern verdient er damit (ernste Frage)?
    • Roman h 07.01.2018 01:50
      Highlight Highlight @züri
      Er hat eine Sendung auf SRF1.
      Und ohne billag würde es sehr wahrscheinlich seine Sendung nicht mehr geben
    Weitere Antworten anzeigen
  • Emanu 06.01.2018 16:14
    Highlight Highlight Herr Schawinski sagte, die Billag-Gegner hätten keine Ahnung von der Materie. Ich bin Billag-Gegner und habe tatsächlich keine Ahnung von der SRG. Mich interessiert die SRG nicht und ich verstehe nicht, warum ich für etwas, was ich nicht brauche und mich auch nicht interessiert, gezwungen werde zu bezahlen. Als Schweizer (in zweiter Generation) verstehe ich vor allem etwas von Freiheit, die Freiheit will ich für uns alle. Wer Zwang verbreitet, muss sich nicht wundern, wenn er Zwang erntet. Darum für die Freiheit muss man die Initiative „No-Billag" annehmen.
    • Hierundjetzt 06.01.2018 17:03
      Highlight Highlight Ich brauche auch keine Krankenkasse und bezahle permanent Deine Arztrechnungen.

      Ich benutze kein ÖV und zahle trotzdem

      Ich bin kein Bauer und zahle trotzdem Subventionen

      Ich bin kein Berner und muss 1000ende von NFA Gelder überweisen. Bis an mein Lebensende

      Ich bin kein FR, IT, R trotzdem müssen und sollen auch diese TV und Radio in Landessprache haben.

      Solidarität heisst das.

      Darum sind wir auch das 19 reichste Land auf diesem Planeten...
    • sihtalrebel 06.01.2018 17:30
      Highlight Highlight Als Schweizerin sollte ihnen das Solidaritätsprinzip bekannt sein.
    • Emanu 06.01.2018 18:33
      Highlight Highlight Aha, Zwang nennen sie also Solidarität.
      Ich werde Ihnen gerne meine nächste Arztrechnung zusenden.
      Ich kenne als Bürger nur einen Zwang, den ich sinnvoll finde, das ist der Steuerzwang.
    Weitere Antworten anzeigen
  • zialo 06.01.2018 15:28
    Highlight Highlight Ich habe die Folgen der Privatisierung bei meinem einstigen Lieblingssender SWR3 und letzthin die Zensur feministischer Kommentare auf Watson erlebt.

    Auch dieses Interview ist voller kerniger, linker Aussagen, welche als Kommentare in einer Internetzeitung unter Umständen bereits zensuriert würden. Ich finde die No-Billag brandgefährlich.
    Die SRG hat die Aufgabe neutral zu informieren. Wäre sie weg, würde in einem Land mit einer breiten rechten Medienlandschaft (Somm, Köppel, Blocher und zunehmend auch bei Wanner) ganz einfach linke Positionen wie die von Schawinski häufig unterdrückt.
    • Eric Lang 07.01.2018 06:55
      Highlight Highlight Da muss man sich bei der SRG echt keine Sorgen machen, bei 70 Prozent Journalisten welche nach eigener Aussage Links stehen!

      Was würdest Du tun, wenn 70 Prozent der Journalisten SVP Wähler wären?!?
    • rodolofo 07.01.2018 10:34
      Highlight Highlight @ Eric Lang
      So weit sind wir ja zum Glück (noch?) nicht!
    • zialo 07.01.2018 10:47
      Highlight Highlight Mit ist die Haltung eines Journalisten egal. Die Redaktion muss (ausser im Kommentar) neutral berichten. Dies ist eine zwingende Folge, wenn die Journalisten ihr Handwerk verstehen.

      Doch du wurdest ja bereits Opfer der SonntagsZeitung. Bei der SRG arbeitet keine Selektion linker Journalisten!

      Zitat aus Watson Interview mit Studienautor:
      'Die Mär der exklusiv linken SRG-Journalisten ist eben gerade nicht haltbar. Wer die Studie anders interpretiert, handelt nicht aus einer journalistischen Logik, sondern aus einer politischen. Das interpretiere ich als No-Billag-Propaganda.'
  • Angelo C. 06.01.2018 15:08
    Highlight Highlight Also vorab ein Kompliment über das objektive und faire Interview der Herren Löpfe und Thiriet, die ich - im Verbund mit dem WATSON-Team - naturgemäss eher auf der ablehnenden Seite der Inititative verorte 👏🏽!

    Ich selbst bin mir noch immer nicht gewiss, wie ich mich letztlich entscheiden werde - für beide Haltungen gibt es Pro und Contras.

    Erstaunt bin ich jedoch über Schawinskis Interview mit dem BLICK, wo er auch andere Töne anschlug, die SRG eher kritisierend 🤔.

    https://www.blick.ch/news/schweiz/schawinski-rechnet-ab-die-srg-kann-sich-nur-retten-wenn-sie-millionen-spart-id7809205.html
    • Majoras Maske 06.01.2018 15:34
      Highlight Highlight Das Blick-"Interview" ist doch gar kein Interview, sondern eine zusammengestellte Zitatsammlung aus dem Buch? Kann man ja zusammenstellen wie man will und das ist gerade ein Beispiel wie wichtig es ist, Medien zu haben, die zur Ausgewogenheit verpflichtet sind.
    • Charlie Brown 06.01.2018 20:29
      Highlight Highlight Warum ist watson „naturgemäss“ eher auf der ablehnenden Seite?
    • Angelo C. 07.01.2018 00:39
      Highlight Highlight Weil linksorientierte Medien sonst gemeinhin zur Ablehnung der Initiative tendieren, sei es aus rationalen, oft aber auch aus solidarischen Gründen, denn SF ist ja bekanntlich politisch auch eher links angesiedelt.

      Und daher galt mein Kompliment primär dem Fakt, dass Thiriet und Löpfe auch unangenehme Fragen stellten, die teilweise auch von Befürwortern der Initiative so oder ähnlich gestellt worden wären.

      Und so empfand ich ihren Interview-Stil alles andere als tendenziös, was auf Grund ihrer sonstigen Ansichten als journalistisch fair zu taxieren ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • woodo 06.01.2018 14:02
    Highlight Highlight Mit grosser Freude kann ich erkennen, dass sich sehr viele Personen für den Erhalt der schweizerischen Eigenheiten einsetzen. Ich selber bin der Meinung, wir sollten viele Medieninhalte in der Schweiz selbst produzieren. Vielleicht können die verschiedenen Medienanbieter im Verlaufe der Abstimmungsvorbereitung etwas mehr auf die gesellschaftliche Funktion der gesamten Medienlandschaft eingehen.
  • TanookiStormtrooper 06.01.2018 13:26
    Highlight Highlight Wenn ich jetzt bei jeder selbstverliebten Antwort von Schawinski einen getrunken hätte, wäre ich jetzt ganz schön blau.
    Recht hat er trotzdem...
    Ich würde übrigens noch sehr gerne ein Interview mit Peter Wanner zu diesem Thema lesen. Wie sieht er das und was würde mit seinen Radio- und TV-Stationen ohne Billag-Gelder passieren? Wäre sicherlich auch sehr interessant zu lesen...


    #lina4weindoch
    • TRL 06.01.2018 21:01
      Highlight Highlight Wanner hat kein Buch geschrieben. Deshalb kann man ihn auch nicht interviewen. Prost!
  • Felix Escher 06.01.2018 13:18
    Highlight Highlight Immer diese Angstmacherei. Was hat man uns damals erzöhlt, wie wir "verenden" würden, wenn wir der EU nicht beitreten.... und wie gehts uns heute? Auf alle Fälle besser als der EU. Die SRF sowie auch der Bund beweisen mit dem Verzicht auf eine Gegenvorschlag, dass sie NICHTS ändern wollen. Wenn die Initiative abgelehnt wird, zahlen wir im 2019 Chf 365.-- und ein paar Jahre danach wieder CHF 450.-- für denselben Schrott wie heute. Also JA zu no Billag, nur so bewegt sich etwas
    • Kii 06.01.2018 15:45
      Highlight Highlight Du meinst den EWR, wie üblich.

      Die Wirtschaft blühte danach richtig auf, mol mol.


      User Image
    • Fabio74 06.01.2018 16:49
      Highlight Highlight Wir haben aber nie über einen EU-Beitritt abgestimmt.
      So viel Ahnung sollte man haben.
    • Eric Lang 07.01.2018 07:01
      Highlight Highlight Ach zzZüri, was soll die Statistik Aussagen?
      Zahlen nicht Prozente sind gefragt.
      Wenn Irland statt einer Kiste Whisky, plötzlich 5 Kisten exportiert hat, dann sind sie bei 250%.
      Ob dies aber Real besser ist, als was wir geleistet haben in der Zeit?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Str ant (Darkling) 06.01.2018 12:50
    Highlight Highlight Schawinski ist für mich der grösste Motivator für ein JA zu No Billag.

    Schwawinski ist ideologisch verblendet
    Play Icon
    • Fabio74 06.01.2018 16:51
      Highlight Highlight Endlich darf Thiel wieder mal als armes Opfer herhalten. So süss
    • Resu 06.01.2018 21:38
      Highlight Highlight Andreas Thiel hat ohne SRG leider ebenfalls kein "Sprungbrett" mehr! Gleich gestern war er wieder bei "Arosa Humorfestival" zu sehen.
  • rosen nell 06.01.2018 11:53
    Highlight Highlight danke roschee. jetzt sollte es glaubs auch der letzte schnallen, dass diese bieridee etwas mehr beinhaltet als g&g abzuschaffen. und allen die es besser wissen, steht offen auch ein buch zu schreiben.
  • Lord Grizzly 06.01.2018 11:28
    Highlight Highlight Aus persöhnlicher Sicht hätte ich es wohl am liebsten wenn man die Gebühren halbieren würde und nur noch wirklichen service Public Senden würde. Tatort und dergleichen sollte nicht vom Staatsfernsehen produziert werden.
    • Saraina 06.01.2018 12:17
      Highlight Highlight Wer schaut den langweiligen Sender dann noch? Und: keine Schweizer Filme und Serien mehr? Nur noch Kolonialiisierung aus D und USA? Nein danke!
  • zweistein 06.01.2018 11:16
    Highlight Highlight No Billag sollte >40% erhalten, ansonsten geschieht einfach keine ernsthafte Reform. Nebst den Fr. 450.- pro Kopf werden auch Jungunternehmen zur Kasse gebeten, die noch keinen Gewinn machen und in einer sensiblen Phase ihrer Existenz sind. Sowas geht einfach nicht!
    • rosen nell 06.01.2018 12:17
      Highlight Highlight so ein quatsch! neu sin bis 499'000.- umsatz pro jahr unternehmen von der billag befreit. von 500'000.- bis 999'999.- bezahlen sie 365.- im jahr.
    • zweistein 06.01.2018 13:05
      Highlight Highlight Sie bezahlen doppelt, sowohl als Privatperson wie auch aus Jungunternehmer. Zudem bezahlt das Unternehmen auch dann Billag, wenn es keinen Gewinn macht. Wenn Sie als Tech-Startup 500.000.- aufnehmen, ist sofort Billag fällig obwohl sie in den nächsten 3-5 Jahren noch keinen Gewinn machen. Schlecht für die kleinen und innovativen Akteure in unserer Wirtschaft!
    • Tikvaw 06.01.2018 15:16
      Highlight Highlight @zweistein
      Das ist doch nicht wahr. Seit wann und wo wird Kapitalbeschaffung mit Umsatz gleichgestellt? Bevor du dein Start-Up ins Leben rufst, solltest du nochmals ein bisschen Betriebswirtschaft studieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • roger_dodger 06.01.2018 10:57
    Highlight Highlight Die Argumente sind einleuchtend. Ich glaube auch, dass es den wenigsten Leuten darum geht unsere Medienlandschaft zerschlagen zu wollen. Aber ein Beitrag von 470 CHF pro Haushalt in einer Zeit wo die Lebenskosten immer mehr steigen (es gibt tatsächlich Familien in der Schweiz die mit weniger als 20'000 im Monat auskommen müssen) ist einfach horrend.
    Meiner Meinung nach müsste man sich Gedanken machen wie man einen Teil der Gebühren entweder einsparen oder anders finanzieren kann. Ich brauche z.B. nicht Fußball auf SRF bei 30 anderen Sendern die das auch ausstrahlen.
    • Billy the Kid 06.01.2018 12:52
      Highlight Highlight Sie meinen 20`000 im Jahr!
  • Royeti 06.01.2018 10:56
    Highlight Highlight Die Initiative ist abzulehnen. Aber die SRG sollte sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und die Gebühren MÜSSEN unter 300.- sinken.
    Zum Beispiel ist es für eine Demokratie enorm wichtig neutrale und objektive Medien zu haben, welche Informationssendungen ehrlich und ungeschönt liefern. Das macht die SRG.
    Man sieht in andern Länder was passiert, wenn reiche „Politiker“ ihre Medien pushen und so die Meinungen im Land faktisch kontrollieren . (Russland, Iran, USA, etc.)
    • rodolofo 07.01.2018 11:01
      Highlight Highlight In einer Demokratie MUSS gar niemand!
      Wir müssten allenfalls, wenn Sie mit einer solchen 300Franken - Initiative durchkommen würden, dass also Sie zusammen mit Gleichgesinnten eine MEHRHEIT der Bevölkerung überzeugen könnten.
  • Ratson 2.0 06.01.2018 10:18
    Highlight Highlight Er ist und bleibt mir unsympatisch :) sorry. Und auf seinen Input in der Medienlandschaft kann ich gerne verzichten (er fehlt mir nicht und wenn er auffält nervt er oft) Was er sagt:

    Am meisten ärgere ich mich darüber, dass bei der No-Billag-Initiative so viele Leute mitreden, die keine Ahnung haben. Die Lösungen sind absurd: Pay-TV für die «Tagesschau» beispielsweise. Wer würde dafür bezahlen?

    Also ich finde es mehr als berechtigt das wir als Konsumenten mitreden, wir sind Zwangsfinanzierer. Mitreden können wir aber nicht. Darum diese Initiative. Voilà da haben wir das Problem.
    • Majoras Maske 06.01.2018 11:13
      Highlight Highlight Trotzdem hat er Recht, ein Tagesschau-Abo würde kein Mensch kaufen, da es vermutlich nicht billiger als die Billag wäre und es auch für die meisten Menschen zu mühsam wäre das zu installieren. Die grosse Mehrheit würde zur ARD / France / Rai wechseln. Derweil sterben auch die Printmedien aus. Alles in allem gäbe es kaum noch so etwas, dass man als "Schweizer Öffentlichkeit" bezeichnen könnte. Das ist langfristig für unser Land gefährlicher, als sich die "Wie-das-Volk"-Fraktion überhaupt vorstellen kann.
    • Saraina 06.01.2018 12:19
      Highlight Highlight Er mag dir unsympathisch sein, aber er hat eine Ahnung. Zzudem würde ich auf den Inhalt achten, nicht darauf ob der Mittler mein Typ ist oder nicht. Es geht ja nicht um Partnerwahl.
    • Ratson 2.0 06.01.2018 18:15
      Highlight Highlight @ Majoras Maske

      Ok klar mir gefällt der Gedanke an Abschaffung der SRG auch nicht. Aus den selben Gründen die du genannt hast. Aber ich muss ehrlich sein, ich schaue/höre einen Bruchteil von dem was SRG so produzieren (News/Meteo/Philosphie/Doks/Einstein/Kassensturz/Ski). Wenn es den noch sowas wie FASCHT E FAMILI gäbe würde ich das auch noch auflisten. Sonst??? = mini Beiz dini Beiz etc.??......Dauerwerbesendung. Die SRG hats verschlafen, weil sie bequem lagen.

      @Saraina

      Klar hat er eine Ahnung. Nur nervt mich ein Teil seiner Meinung und vorallem seine Art sehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 06.01.2018 09:53
    Highlight Highlight Wer glaubt, dass er nach Annahme dieser radikalen Initiative auch nur einen Franken weniger bezahlt, glaubt vermutlich noch an den Weihnachtsmann!

    Wenn man die Preise sieht, die von den Privaten verlangt werden, kann man sich in etwa hochrechnen, wie viel ein durchschnittlicher Konsument dann für ein Spielfilm- und Serienabo plus einem oder zwei Sportabos plus einem Info- und Dokuabo plus dem Abo für Konzert und Kultur etwa abdrücken müsste!

    Mit der monatlichen Abogebühr von knapp 30.- der Billag ist dass alles mit dabei!
  • rönsger 06.01.2018 09:43
    Highlight Highlight Lieber Roger, einst hast du es gewagt, vom Pizzo Groppera aus die Monopolstellung der SRG anzugreifen. Du hast es geschafft, indem danach die Schweizer Landschaft der elektronischen Medien eine andere, eine offenere, eine initiativere wurde - und alle dachten: Aha, Roger, der grosse SRG-Killer. Dass du dich nun derart gegen die No-Billag-Initiative bzw. für den Erhalt eines unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunks als integrierende Institution einsetzt: das rechne ich dir hoch an, denn es zeigt, dass du trotz allem immer daran geglaubt hast, dass Medien eben mehr sind als nur Cash Cows.
  • Schneider Alex 06.01.2018 06:54
    Highlight Highlight Was ist in dieser Situation das Vernünftigste? No-Billag annehmen, um dem Parlament Beine zu machen, einen neuen Verfassungsartikel "Medien" vorzulegen, der eine abgespeckte SRG und das Überleben von privaten Qualitätsmedien konkret ermöglicht.
    RASA hat ja auch eine Aufhebung des MEI-Verfassungsartikels innert kurzer Frist verlangt. Es ist nicht verboten, gescheiter zu werden. Die Parlamentsdebatte um einen Kompromissvorschlag zu NoBillag hat deutlich gezeigt, dass wir ohne Volksauftrag nicht weiter kommen.
    • Majoras Maske 06.01.2018 10:49
      Highlight Highlight Status Quo ist, dass es nur die No Billag-Initiative. Zu hoffen, jemand anderes würde diese Iniziative per Volksinitiative wieder rückgängig machen, nachdem man dem Parlament Beinen für was auch immer gemacht hat, ist naiv und verantworzungslos. Besonders weil es mit den aktuellen Mehrheitsverhältnissen sowieso kaum beschlussfähig ist. Wir reden hier von unserer Verfassung, die schreibt man nicht ständig um weil man "gescheiter" geworden ist, vor allem nicht, wenn man schon von Anfang an "gedcheiter" wäre.
    • Schneider Alex 06.01.2018 15:35
      Highlight Highlight Die SchweizerInnen sind harmoniesüchtig und Gewohnheitsmenschen, ist schon klar. Eine günstigere und bessere SRG ist aber möglich, aber leider nur mit einem Schuss vor den Bug. Von den nationalen Politikern ist eh nichts zu erwarten. Die profitieren von der Publizität die ihnen die SRG gewährt.

    • Majoras Maske 06.01.2018 16:24
      Highlight Highlight Eine bessere SRG ist möglich, ja. Ich würde mir das ja auch wünschen. Aber ich glaube nicht, dass diese Initiative der richtige Weg ist. Der Sinn dieser Initiative ist es eben nicht, die SRG zu verbessern, sondern de facto die Subventionierung von Medien zu verbieten, was gerade für die französische oder die italienische Schweiz zu massiven Problemen führt, weil diese Märkte schlicht zu klein dafür sind. Ich glaube nicht, dass diese Initiative aufgrund ihres Inhaltes, den man trotz gegenteiliger Beteuerungen der Initianten ernst nehmen muss, auch nur irgendetwas verbessert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fischolg 06.01.2018 05:19
    Highlight Highlight Ich kann praktisch keinem seiner "Argumente" zustimmen. Es sind seine Ansichten und die Fürsprecher haben andere.

    Zu behaupten, dass 12 Monate zu wenig sind, um eine Alternative zu finden, ist der Tod jeder Firma in der heutigen Zeit. Ist morgen keine Lösung auf dem Tisch, so ist der Spass vorbei. Die SRG hätte nunmal schon einen Wechsel vorplanen müssen für ein potenzielles Ja zur Initiative.

    Utopisch ist die Initiative, falsch ist sie deswegen nicht. Dann geht die SRG unter, es wird etwas anderes kommen. Aber ich sehe nicht, wie RTL und co. davon mehr profitieren werden als jetzt.
    • Fabio74 06.01.2018 07:13
      Highlight Highlight Man muss naiv sein zu glauben die Deutschen würden nicht massiv in den Markt drücken. Wer sonst hat das Geld dazu?
    • SemperFi 06.01.2018 07:34
      Highlight Highlight @fischolg: Wie Schawinski sagt: „Es sind Gläubige“. Nur schon Ihr letzter Satz zeigt, dass Sie keine Ahnung von der Materie haben.
  • forest hill 06.01.2018 04:18
    Highlight Highlight Ausnahmsweise bin ich absolut einig mit dem Roschee

  • mfur 06.01.2018 02:42
    Highlight Highlight "SRF1 und SRF3 könnte man zusammenlegen. Die beiden unterscheiden sich kaum noch."
    Ernsthaft?? :-o

    Ich möchte ja nicht die Beschwerden lesen müssen, wenn auf SRF1 nur schon 1 x "Sounds" laufen würde…
    • Eagle 07.01.2018 11:38
      Highlight Highlight Oder der rock-special 😂
      Ich zahle gerne ein fränkli pro tag nur für drs(!)3; toller sender mit super-specials und kompetenten moderatoren und -innen.
  • sigma2 06.01.2018 02:22
    Highlight Highlight Genau. Wir brauchen mehr durchgeknallte Ideen. Grosse Brüche bringen grossen Fortschritt. Weg mit dem Staatsfernsehen, das Internet hat das Informationsmonopol der SRG gebrochen.

    Und von wegen Niveau und Qualität: Wie war da mit der Oberweite der Models und der Beleidigung von Peach Weber? Ich will diesen Schund ala RTL2 nicht mehr bezahlen müssen. Ich will auch nicht den völlig überissenen Lohn des Generaldirektors finanzieren. Die SRG steht in keinem Wettbewerb, da die Gebühren immer fliessen, egal wer zuschaut.

    Deshalb ein überzeugtes Ja für NO-BILLAG.
    • TheDude10 06.01.2018 08:57
      Highlight Highlight Also srf und RTL sind sehr weit von einander entfernt. No billag istvein weitere Schritt in der strategischen Volksverdummung der SVP, um ihren Wähleranteil zu erhöhen.
  • Toni K. 06.01.2018 01:53
    Highlight Highlight Guckt heute am TV nochmals den Weltcup-Riesenslalom in Adelboden und nächste Woche die Lauberhorn-Rennen! Es könnte nämlich das letzte Mal sein: Wenn mit "No Billag" ab 2019 keine Gebühren mehr fliessen, wird SRF den Riesenaufwand für diese Rennen nicht mehr leisten (können). Und auch sonst niemand: Werbeeinnahmen refinanzieren solche Outdoor-Übertragungen zu höchstens 10 Prozent. Und wenn PayTV es richten möchte, müsste sich jeder Interessierte dumm und dämlich zahlen für die Rennen. Nicht umsonst sagen die Organisatoren und Swiss Ski: No Billag unbedingt ablehnen, sonst ists fertig lustig.
    • jjjj 06.01.2018 11:06
      Highlight Highlight So be it...
    • wasylon 06.01.2018 21:56
      Highlight Highlight Schon komisch, dass die Rennen in den USA auch übertragen werden. Es geht also auch ohne Staatsfunk.
    • vmaster97 06.01.2018 23:42
      Highlight Highlight @wasylon
      Vergleichst du jetzt wirklich einen Markt mit über 300 Millionen Menschen mit der kleinen Schweiz?
      Wir mögen ja vielleicht international betrachtet eine hohe Kaufkraft haben, aber ganz sicher nicht 40mal so gross wie die der USA (pp)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beggride 06.01.2018 01:41
    Highlight Highlight Nach diesem Interview und dem Buch soll sich im Nachhinein niemand beklagen mit "hoppla das habe ich so scheisse nicht kommen sehen, gibt es keine Zwischenlösung, wie die Initianten das versprochen haben? "
  • wiisi 06.01.2018 01:06
    Highlight Highlight Zum Glück kann ich mir die ganze Auseinandersetzung ersparen. Ich schau seit langem kein TV mehr oder höre Radio. Werde daher Ja stimmen und hoffe damit, dass ich in Zukunft keine Gebühren für etwas zahlen muss, was ich nicht konsumiere.
    • Juliet Bravo 06.01.2018 02:14
      Highlight Highlight Es würde vielen gut tun, mehr Radio zu hören und dieses Angebot zu gebrauchen. Kann dir z.B. SRF4news sehr empfehlen.
    • Elderwand 06.01.2018 03:50
      Highlight Highlight Du hast es geschafft und ganze 5 Mal „ich“ in deinen Kommentar gewurstelt (mit dem implizierten vor „Werde“). Rekord. Gratuliere!

      Das zeugt von so unsagbarem Egoismus und NULL Medien, Solidaritäts- und/oder Demokratieverständnis.

      Ein Paradebeispiel. Danke dafür.

      Sollte das dein Portemonnaie für dich geschrieben haben, dann sende unauffällig 4 Zwinkersmileys als Signal, damit wir die Polizei vorbeischicken können.
    • forest hill 06.01.2018 04:20
      Highlight Highlight dann solltest du umgehend deine Krankenkasse kündigen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zarzis 06.01.2018 00:51
    Highlight Highlight Oh Liebe Unentschiedene!
    Passt auf, die Initianten streuen Euch Sand in die Augen!
    Sie sagen, das die Initiative nicht Wort-wörtlich Umgesetzt wird. Also keine Gefahr!
    Bei der Ausschaffungs-Initiative hiess es von Adrian Amstutz: Nach einer Annahme werde man mit dem Parlament einen Angepassten Verbrechenskatalog Erstellen. Nach der Annahme: Jedes Geänderte Wort sei eine Missachtung des Volkswillen!
    Bei der MEI werde die SVP bei der Umsetzung helfen, danach gilt nur die Wort-wörtliche Umsetzung!
    Jetzt wieder, nur annehmen, wir wollen es ja gar nicht so Umgesetzt: Danach?
    Nur Wort-wörtlich!
  • rudolf_k 06.01.2018 00:32
    Highlight Highlight Kein bedeutendes Staatsfernsehen in den USA? Mag sein, aber alleine die hervorragenden Dokus von Frontline sind besser als alles was das selbstzufriedene Leutschenbach jemals produziert hat. Wenn es einen Grund gibt diese Initiative abzulehnen, dann ist es der Radio.
    • Beggride 06.01.2018 01:20
      Highlight Highlight Wer kein SRF schaut sieht auch nichts gutes auf dem Sender...
    • trio 06.01.2018 01:44
      Highlight Highlight Die Dokus von SRF sind Weltklasse!
    • Saraina 06.01.2018 12:26
      Highlight Highlight Meines Wissens hat Trump die Staatsbeiträge an PBS gestrichen. Die bringen ja gar nicht über ihn, nur so gebildetes Zeugs. Also müssen die noch mehr Werbung schalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thurgauo 06.01.2018 00:02
    Highlight Highlight Eines muss man Schawinski lassen. Er weiss es nun mal hier wirklich am besten! Man muss ihn nicht mögen, ich tue es. Weil er sagt, was er denkt und er ist definitiv nicht auf den Kopf gefallen. Viele halten ihn wohl für arrogant, aber das sind genau diese "Trump-Wähler" welche absolut verschlossen sind gegenüber stichhaltigen Argumenten. Sehr gutes Interview! Danke!
    • DomiNope 06.01.2018 01:39
      Highlight Highlight Ich halt ihn zwar für arrogant und mag ihn nicht wirklich, aber dennoch hat er Recht...
      Sympathien müssen ja nichts mit der politischen Gesinnung zu tun haben
    • fischolg 06.01.2018 05:21
      Highlight Highlight Du bist auch stur und verschlossen gegenüber Argumenten, die für die Initiative sprechen. Bist du jetzt nun auch ein Trump-Wähler?

      So eine Schwachsinn kann man von jeder überzeugten oder sturen Wähler behaupten.
    • Fabio74 06.01.2018 07:16
      Highlight Highlight @fischolg Vielleicht gibt halt Leute die denken und die einen Medienprofi für glaubwürdiger halten, als die "ich will nur zahlen was ich brauche"
    Weitere Antworten anzeigen
  • fandustic 05.01.2018 23:59
    Highlight Highlight Wie es Schawinski sagt: Auf Seiten SRG hat man es verpasst einen Gegenvorschlag auszuarbeiten. Sie haben die „zwängele“ Methode gewählt, also ganz oder gar nicht. Na ja, bei sowas bleibt am Ende dann halt gar nichts. Es gibt immer eine Lösung, aber man müsste halt auch gewillt seine eine anzustreben.
    • Fabio74 06.01.2018 06:06
      Highlight Highlight Falsch Initianten wären gefordert Plan B aufzuzeigen. Können und wollen sie nicht. Weil es nur um die Zerschlagung der SRG geht.
      Dein Kommentar hat was von Kindergarten
    • fandustic 06.01.2018 09:44
      Highlight Highlight Das Verhalten der SRG ist der wahre Kindergarten....oder vielleicht auch all jene Klatschäffchen, welche die SRG derart toll finden und gar nichts hinterfragen. Manchmal muss man sich neu Erfinden. Hat die SRG leider verpasst. Die Rechnung wird nun präsentiert.
    • fandustic 06.01.2018 12:37
      Highlight Highlight Und an die Blitzerfraktion: Neuerdings zeigt sich die SRG ja offen für alternative Modelle oder Finanzierung...hoffentlich nicht zu spät. Aber genau dass was ich eigentlich von der SRG von Anfang an erwartet hätte.
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  • mein Lieber 05.01.2018 23:26
    Highlight Highlight Schawinski malt ein realistisches Bild. Trotzdem oder gerade deswegen werde ich JA stimmen. Die SRG ist ein Wasserkopf mit zu vielen Tentakeln, es wird ihr und ihren Konsumenten gut tun in Zukunft etwas wirtschaftlicher mit den finanziellen Mitteln umzugehen. No Billag ist eine Chance die es zu nutzen gilt. Angstmacherei und Schwarzmalerei scheint aber in seinen Augen sehr schweizerisch zu sein.
    • Beggride 06.01.2018 01:23
      Highlight Highlight Also du bezeichnest seine Argumente als realistisch aber bezeichnest die Gegner der Initiative als Schwarzmaler, habe ich das richtig verstanden?????
      Eine andere Frage: eine Chance FÜR (nicht gegen) was?
    • nomoney_ nohoney 06.01.2018 01:29
      Highlight Highlight Von welcher Zukunft sprechen Sie??
    • SemperFi 06.01.2018 07:41
      Highlight Highlight @Chrutondchabis: Auch Sie haben nicht begriffen, dass es nach einem Ja keine SRG mehr geben wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jol Bear 05.01.2018 23:23
    Highlight Highlight Roger Schawinski hat zweifellos viel Ahnung vom Medienbusiness. Unverständlich ist seine Aufregung über Initianten und Befürworter der Initiative mit der Begündung, dass diese nichts davon verstünden. Ist schliesslich bei allen Initiativen so. Leute ohne Aktien reden bei der "Abzockerinitiative" mit, Städter lancieren Initiativen zur Landwirtschaft, Beamte entscheiden bei Wortschaftsfragen mit... und Journalist Schawinski redet und hat eine klare Meinung über praktisch alles, was es überhaupt gibt. Also Roger, cool bleiben, aushalten, auch wenn für einmal alle bei dir dreinreden dürfen.
    • Grabeskaelte 06.01.2018 02:04
      Highlight Highlight Leute ohne Aktien reden bei der "Abzockerinitiative" mit - Ich denke die meisten haben eine Pensionskasse und sind somit indirekt Aktionäre aber ohne Stimmrecht also haben sie mitzureden, Städter lancieren Initiativen zur Landwirtschaft - Ich denke die meisten Städter leben ziemlich direkt von der Landwirtschaft, sollten also auch mitreden dürfen wie und unter welchen Umständen diese hergestellt werden, Beamte entscheiden bei Wirtschaftsfragen mit - Ich denke auch da ist es nur fair da die Wirtschaftler ja auch bei Verwaltungsthemen mitreden... Also cool bleiben und nicht die Wahrheit pachten
    • Jol Bear 06.01.2018 11:35
      Highlight Highlight Grabeskaelte, da stimme ich Ihnen vollumfänglich zu, so funktioniert schließlich direkte Demokratie. Darum dürfen in Sachen Billag und SRF eben auch alle Medienkonsumenten mitreden, Initiativen starten usw., die Wahrheit hat weder Roger Schawinski noch sonst jemand gepachtet.
    • Grabeskaelte 06.01.2018 12:31
      Highlight Highlight Dafür ein Herzchen :)
  • pamayer 05.01.2018 23:17
    Highlight Highlight gut gebrüllt, löwe!

    jetzt bring diese inhalte unter die leute, welche bürgerlich wählen und systematisch mit dem raubzug auf ihr (schmales) portemonnaie bearbeitet werden, wie sie 300 pro jahr sparen könnten, währenddessen die journalisten für's nichtszun bezahlte ferienreisen erhalten etc etc.

    wie erreicht man diese leute?!
    • Beggride 06.01.2018 01:25
      Highlight Highlight Hat er gesagt; die Trump-Wähler, die man nicht mit Argumenten erreichen könnte sind hoffnungslos...
  • 2sel 05.01.2018 23:10
    Highlight Highlight Ich brauche keine SRG! Ich brauche nur WATSON! 😉
    • bud! 06.01.2018 03:44
      Highlight Highlight zahlst du gebühren für watson?
    • Kii 06.01.2018 16:05
      Highlight Highlight Aber bitte keine SDA-Artikel mehr lesen, die sind auch Billag finanziert.
  • Pasch 05.01.2018 22:51
    Highlight Highlight Es müsste definitiv eine Möglichkeit geben für die die es nicht wollen auch die SRG sperren zu lassen.
    Die Befürworter welche gerne ihr Geld zum Fenster rauswerfen können ja anscheinend gut mit einem Anstieg der Billaggebühr leben!
    Oh warte mal das ist ja plus minus die hälfte also käme es auf gut 900.- im Jahr.

    Liebe SRG Freunde das dürfte es ja euch wohl wert sein 😂😂😂
    • Beggride 06.01.2018 01:27
      Highlight Highlight Dann wären aber auch alle anderen subventionierten Regionalsender etc nur für Abonnenten, den sonst bezahlen wir ja auch für die, die nicht bezahlen und das wäre ja auch ungerecht...
    • Furosimo 06.01.2018 01:44
      Highlight Highlight Dann ziehen wir das Verursacher-Prinzip doch gleich überall durch: Gesundheitswesen, Schule, Uni, Strassen usw. brauch ich doch gar nicht!!! Also zahl ichs auch nicht...
      Merken Sies wo das hinführt?
    • slick 06.01.2018 02:44
      Highlight Highlight Also ich würde 900.- zahlen. Aber abgesehen davon, hast du mal was von Solidarität gehört??!! Jeder zahlt mit den Steuern an Dinge, von denen er nicht direkt profitiert. Das ist die Errungenschaft der ersten Welt! Wer das nicht einsieht, sehnt sich wohl nach der Steinzeit. "Jede für sich".. traurig
    Weitere Antworten anzeigen
  • blaubar 05.01.2018 22:50
    Highlight Highlight Ausgerechnet Schawinski! Das ist ja wirklich nicht zum Ernstehmen, pardon. Erinnert Ihr Euch noch, wie er die SRG in Grund und Biden geschimpft hatte, wie er die Gebühren umverteilen wollte.
    Und nun, unterdessen wieder mit eigener Sendung auf SRF, klingt es plötzlich, welch Erstaunen, ganz anders.

    Wissen Sie was? Ich lebe sehr gut ohne Zwangsfernsehen!
    Die Welt geht nicht unter, nicht einmal SRF würde gross Schaden nehmen, wenn man sich anschaut, wie Initiativen dann real umgesetzt werden...
    • Toni K. 06.01.2018 01:30
      Highlight Highlight Im Unterschied etwa zur sog. Masseneinwanderungsinitiative gibt es bei "No Billag"-Initiativtext keinen Spielraum: Ab 2019 kein Gebühreninkasso mehr, auch keine Bundessubventionen für Radio und TV - punkt und fertig. Alles oder nichts. Wer den kompletten Kahlschlag der doch recht bewährten Schweizer Medienordnung will und nur sein eigenes Guckfenster für wichtig hält, soll Ja sagen zu dieser dummdreisten, libertär-ideologischen Initiative. Verstand und Vernunft sagen Nein.
    • trio 06.01.2018 01:52
      Highlight Highlight Wenn man sich auch nur ein bisschen mit der Initiative auseinandersetzen würde, wüsste man, dass es nicht nur um SRF geht.
      Und nachher wieder das Opfer spielen, wenn die Initiative, obwohl unsinnig formuliert, nicht wortwörtlich umgesetzt wird.
  • Mss.Fork 05.01.2018 22:39
    Highlight Highlight Sehr mühsam die paar infos zwischen all den "niemand weiss besser als ich... " heraus zu suchen...
    • Fabio74 06.01.2018 07:18
      Highlight Highlight Du scheinst ein anderes Interview gelesen zu haben
  • Don Sinner 05.01.2018 22:39
    Highlight Highlight Ich denke, die vielen SRG-Wutbürger sind sich der Wichtigkeit einer SRG als nationale gesellschaftliche Klammer nicht bewusst: Service Public (Kulturauftrag, Sprachregionen etc., s. RTVG). Was Schawi sagt, ist absolut richtig: es ist eine epochal wichtige Abstimmung, mit der aus niedrigen Gründen (Neid, Frustableitung, Hass, Mammon: Werbegelder für die Privaten) mit dem nationalen Zusammenhalt unserer Willensnation gezeuselt wird. Ich hoffe immer noch, die rechtspopulist. Initianten fühlen sich wie der Zauberlehrling und helfen, in der verbleibenden Zeit die öfftl. Meinung zu korrigieren.


    • Don Sinner 05.01.2018 23:08
      Highlight Highlight Und im Kern ist es ein weiterer Angriff der rechtsaussen Milliarden gegen "den Staat". Diktatur des Kapitals. Ohne Rücksicht auf gesellschaftliche, private Verluste.
    • Maragia 06.01.2018 02:09
      Highlight Highlight Währenddessen versuchen die Linken Zürich Autofrei zu machen. Ist ja kein Angriff gegen den Staat ohne Rücksicht auf gesellschaftliche, private Verluste :D
    • Fabio74 06.01.2018 07:19
      Highlight Highlight @maragia wo will wer was wann autofrei machen?
  • stamm 05.01.2018 22:14
    Highlight Highlight Ich denke sehr wohl, dass Schawinski eine Ahnung hat. Aber mir scheint so, dass er schon längstens in die Politik hätte gehen sollen. Er weiss eigentlich alles, seine Meinung ist die, welche zählt und alles andere ist Schrott. Verantwortung hat er ja übernommen, das rechne ich ihm hoch an. Und doch mag ich seine Ueberheblichkeit herzlich wenig. Dass jemand dort ist, wo er ist, hängt immer mit vielen Faktoren zusammen welche bei Schawinski nie erwähnt werden. Und darum mag ich auch keine Steuer bezahlen, für etwas, was ich gar nicht sehen will...
    • FrancoL 05.01.2018 22:52
      Highlight Highlight Logik und das beachten der BV und der Solidarität in der 4 sprachigen Schweiz ist dann was genau für Dich? Nichts.
      Nun wer nicht in einem Gefäss in der Lage ist den Zusammenhalt zu schützen, Solidarität zu zeigen, mitzugestalten um eine bessere SRG zu erhalten nimmt keine Verantwortung wahr.
    • Stirber 06.01.2018 00:00
      Highlight Highlight Reichlich komische Begründung für ihre Meinung. Ja zur No-Billag stimmen darf man, wenn man es aber tut weil Roger Schawinski oder das SRF wegen vielen unerwähnten Faktoren dort ist, wo sie jetzt sind, leuchtet mir nicht ganz ein. Vorallem weil bei Ihnen die ominösen Faktoren ebenfalls ungenannt bleiben.
    • Thurgauo 06.01.2018 00:08
      Highlight Highlight Ich denke Schawinski hat nur ein Problem, dass er nicht gerne mit Leuten diskutiert, die von der Materie keine Ahnung haben und ihm trotzdem etwas erzählen wollen. Was in seiner Talkshow oder Interviews meistens auf die SVP-Vertreter zutrifft ;)
  • RETO1 05.01.2018 22:11
    Highlight Highlight ...und noch ein Linkspopulist, der Angst um seinen Arbeitsplatz hat
    • Hierundjetzt 05.01.2018 23:08
      Highlight Highlight ? Das Radio gehört ihm. Er erhält kein Gebührensplitting.

      Versuchs nochmal, diesesmal mit Fakten.
    • Thurgauo 06.01.2018 00:06
      Highlight Highlight Ach glauben Sie mir, ein Roger Schawinski muss nicht um seinen Arbeitsplatz fürchten. a) Hat er reichlich ausgesorgt b) ist er bereits pensioniert c) gibts für seine Sendung nur ein paar Franken fürs Portokässeli ....
    • MSpeaker 06.01.2018 01:23
      Highlight Highlight Gerade das Schawinski sich so gegen die Initative ausspricht war für mich nun der Entscheidende Punkt mich, gegen die Initative abzustimmen (war unsicher ob ichs leer lassen sollte). Er bekommt nun wirklich nicht viel von den Billag Beträgen und ich denke er würde sogar leicht davon profitieren, da ja die Privaten schon ein wenig ansteigen würden
    Weitere Antworten anzeigen
  • cbroenni 05.01.2018 21:57
    Highlight Highlight Öffentliche Medien werden als vierte Macht im Staat bezeichnet. Man könnte es auch wie Armin Wolf im Tagi formulieren: „Seriöse Medien sind die Infrastruktur einer Demokratie.“ Infrastruktur kostet und obwohl sie unterschiedlich genutzt wird, zahlen alle daran. Ohne öffentlich-rechtliche Sender wird die Meinungsbildung in einer vollständig privatisierten Medien-Landschaft kaum mehr stattfinden. Schawinskis Sorgen bezüglich der staatspolitischen Auswirkungen der Initiative teile ich. Mehr noch: Wir bewegen uns durchaus in Richtung Abschaffung der Schweiz. Wollen wir uns dies wirklich antun?
    • blaubar 05.01.2018 22:51
      Highlight Highlight hahahaha, wie dramatisch! Wieviel wohl dieser perfekte Kommemtar inkl. Herzchen gekostet hat?
      5 Franken, 10 Franken?
      Leute, lasst Euch nicht verschaukeln!

      http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Billag-23639400
    • Don Sinner 05.01.2018 23:55
      Highlight Highlight Gut getroffen. Die Initianten fordern die Versteigerung der Konzessionen. Versteigern heisst: Wer hat am meisten Kohle. Wer hat am +- meisten Kohle in unserem Land und arbeitet schon seit 30 Jahren an der Abschaffung unseres Rechtsstaates? Wollen wir das?!
    • cbroenni 06.01.2018 01:03
      Highlight Highlight @blaubar Danke für das Kompliment. Zur Klarstellung deiner Verschwörungstheorie: Ich bin solo und unbezahlt unterwegs.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 05.01.2018 21:53
    Highlight Highlight Meint der tatsächlich, die Jungen würden Glanz & Gloria und Landfrauenchuchi einfach auf dem Smartphone schauen?
    • FrancoL 05.01.2018 22:58
      Highlight Highlight Kennt Ihr eigentlich nur G&G und die Landfrauenchuchi, kein Wunder dass Ihr da gross auf no-Billag macht.
      Als Oekonometriker solltest Du in der Lage sein abzuschätzen wo eine Vielzahl von guten Sendungen der SRG vor allem auch im Bereich der Kultur und Viersprachigkeit zu sehen wären;
      Nirgends!
      Aber was kümmert Dich das? Was kümmert dich die Solidarität?
      Was kümmert Dich der Zusammenhalt?
    • MeinSenf 05.01.2018 23:05
      Highlight Highlight Ach menno, das Argument ist sowas von schwach. Es gibt weiss Gott viel mehr andere Sendungen als Glanz und Gloria, und die machen auch viel mehr Sinn. Und Roger het Recht. Du kannst heutzutage kein Testbild mehr senden, wie das vor dreissig Jahren. och der Fall war...
    • Stirber 06.01.2018 00:04
      Highlight Highlight Vielleicht nicht Glanz und Gloria oder SRF bi de Lüt. Ich persönlich schaue aber viele Sendungen wie Einstein, Puls, die Arena, der Bestatter, Wilder und viele Sportsendungen etc. auf dem Tablet nach. So unabwägig ist dies nicht.. Und die Grundaussage, dass etwas erst produziert werden muss um es zu schauen ist ein Fakt.
  • Steely Dan 05.01.2018 21:49
    Highlight Highlight Super auf den Punkt, dieses Interview kommt von einem, der Pionier auf dem Gebiet der privaten Radio und TV-Sender ist und Geschäftsführer von Sat 1. Klar, man kann ihm jetzt aus seiner Arbeit bei SRG einen Strick drehen, aber er hat es gar nicht mehr nötig, um einen Job zu kämpfen. Dazu ist er schlicht zu alt und zu reich.
  • fireboltfrog 05.01.2018 21:48
    Highlight Highlight Der "Fortschritt" der Technik erfordert nun einmal, dass Medien in anderer Form konsumiert werden. Die Herausforderung ist es, eine bessere Medienlandschaft zu gestalten und keine welche durch click-bate und hate-comments geprägt werden. Das ist meiner Meinung die Herausforderung! Und um sie zu lösen braucht es agile moderne Unternehmen. Das Problem mit der SRG ist nicht das sie ihre Arbeit nicht gut machen, aber ich (und viele andere) konsumieren den Inhalt, welcher die SRG produziert immer weniger. Ich denke die No-Billag Initiative ist die beste Change für die SRG sich neu zu orientierten.
    • Fabio74 05.01.2018 21:57
      Highlight Highlight Quatsch. Die Initiative ist die Zerstörung der SRG. Und nur um dieses gehts den Initianten. Ihre feuchten Träume des neoliberalen Marktes, der alles kann und alles macht. Sind aber die Gleichen, die nach Vater Staat rufen, wenn sie den Karren an die Wand fahren
      Schawinski hat recht. Das 5Mio-Märktchen Deutschschweiz wird dann zur Kolonie der deutschen TV-Sender.
      Im übrigen noch: Chance mit C
    • P. Meier 05.01.2018 22:00
      Highlight Highlight Ja die Initiative ist ein Chance für die SRG eine Entwicklung einzuleiten. Eine Annahme der Initiative bringt aber kaum etwas Positives. Das System "wir zerdeppern mal die Vase und schauen nachher wo wir Blumen einstellen" erachte ich nicht als zielführend. Ein "Ja" einzulegen damit man der arroganten SRG und der verhassten Billag einen Denkzettel verpassen kann, erachte ich auch als ein Spiel mit dem Feuer.
    • Pisti 05.01.2018 22:21
      Highlight Highlight Mag sein dass es die Zerstörung der SRG ist, ich weiss es nicht. Mir aber völlig egal. Ich schaue höchstens Sport, die Arena und ab und zu mal ne Doku.
      Ersters meistens im Pay-TV, die anderen Sendungen können auch private senden oder tuns bereits.
      Fernsehen und Radio hören ist nicht lebenswichtig und die SRG braucht es auch nicht um sich neutral und ausgewogen zu informieren, abgesehen davon ob überhaupt neutral berichtet wird. Ich sehe nicht ein warum ich gezwungen werde den Fernsehkonsum von meinen Mitbürgern zu finanzieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • P. Meier 05.01.2018 21:45
    Highlight Highlight Roger Schawinski finde ich obermühsam. Dies ist wohl das erste Mal bei dem ich mit viel Interesse seine Antworten gelesen habe.
  • ubu 05.01.2018 21:41
    Highlight Highlight Schawi bringt es auf den Punkt: Die No-Billag-Fantasten haben keinen realistischen Plan, wie es nach einem Ja weitergehen soll. Darum Nein.
  • BoJack Horseman 05.01.2018 21:40
    Highlight Highlight Rogers Verdienste in aller Ehren, aber leider:

    (1) sieht er alles zu sehr durch die Radio/TV Brille; verständlicherweise da sein Lebensinhalt

    (2) lebt er wie viele ältere Menschen ein paar Jahrzehnte in der Vergangenheit. Internet hat er ja ‚nicht erfunde‘
    • MeinSenf 05.01.2018 23:10
      Highlight Highlight SRG produziert schweizrelevante Inhalte auch fürs Internet
    • Hierundjetzt 05.01.2018 23:11
      Highlight Highlight A) kriegt er kein Geld aka Gebührensplitting vom Staat

      B) Internetmedienkonsum ist immer noch und weltweit abgeschlagen auf den letzten Plätzen. Zuerst kommt TV und dann Radio

      C) die Welt besteht dummerweise nur zu einem kleinen Teil aus Ü18 Horsemänner
  • Luca Brasi 05.01.2018 21:39
    Highlight Highlight Die meisten Medienschaffenden machen den Fehler im Abstimmungskampf mit linken und liberalen Parolen zu kämpfen. "Angriff auf die Demokratie", "Zertrümmerung der Medienvielfalt" und "Mehr Gemeinsinn und Solidarität für Minderheiten" ziehen bei (mitte-)linksgerichteten Wählern. Mir fehlen Sujets, die auch das nationalkonservative Wahlvolk ansprechen wie "Übernahme der TV-Landschaft durch EU-geförderte Medien", vielleicht noch ein paar Willi Tell- oder Winkelried-Bilder dazu und ein paar Finanzargumente und bedrohte Heimatliebe und man würde auch einen anderen Teil der Bevölkerung ansprechen.
  • Couleur 05.01.2018 21:28
    Highlight Highlight "Ich habe mit meinen privaten Sendern Radio 24 und Telezüri wohl mehr geleistet, als jeder andere im Land, auch mehr als die SVP oder die No-Billag-Initianten."

    mehr geleistet als jeder andere im Land?!?

    Der hat endgültig den Bezug zur Realität verloren. Gibt es einen grösseren Narzissten in unserem Land?
    • Steely Dan 05.01.2018 21:44
      Highlight Highlight Bezüglich Medien hat er recht, er ist einer der Pioniere, währendessen die No Billag Initianten diesbezüglich noch nichts zustande gebracht haben - und die SVP höchsten Teleblocher und andere Peinlichkeiten.
    • Mätse 05.01.2018 21:53
      Highlight Highlight und weiter: "Der einzige Medienunternehmer im Land, der nie subventioniert worden ist, bin ich."

      extremer Narzisst... aber eine Ahnung von der Materie hat er!

      Wenn Schawinski pro SRG ist, dann ist schon etwas gewaltiges los.
    • Fabio74 05.01.2018 21:59
      Highlight Highlight warum? Wer hat gekämpft für Privatradios? Wer hat Lokal-TV geschaffen, dass rauskam aus der "Stube von Hr. Meier" Wohl Schawinski.
      Wer war Chef von Pro7/Sat1: Auch Schawinski
      Was haben denn die Initianten medienmässig erreicht? Nichts. Was haben Sie für Ideen siehe Silberschmidt? Keine.
      Daher würd ich sagen: Schawinski ist Sieger nach Punkten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Imfall 05.01.2018 21:20
    Highlight Highlight überheblich aber treffend!
  • FrancoL 05.01.2018 21:14
    Highlight Highlight Man kann Schawinski kritisieren, das ist sicherlich zulässig, doch sollte man auch Argumente bringen, denn nach diesem Interview kann man sich sicherlich nicht beklagen über fundierte Argumente.
    Aber vermutlich haben die Anhänger der No-Bollag die Vision von Andri Silberschmidt:
    «Ich habe doch keine Kristallkugel.»
    Unfassbar eine solche Aussage von einem Jungpolitiker.

    R.S.:
    "Ich würde für einen Gegenvorschlag von 300 Franken plädieren und ein Konzept dafür ausarbeiten. Damit wäre man im Parlament und bei einer eventuellen Abstimmung gut gerüstet"
    Das ist eine vernünftige Ausgangslage!
  • Christo 05.01.2018 21:07
    Highlight Highlight Das klingt doch mal nach einer Analyse mit Sachverstand. Die No-Billager werden entlarvt von einem, der weiss, wovon er spricht.
  • .:|Caballito de Mantequilla|:. 05.01.2018 20:51
    Highlight Highlight Und wer hät d srg erfunde? Natürlich ich, de roger nömber one. Ich hans erfunde, alles.
    • Don Sinner 05.01.2018 22:18
      Highlight Highlight Gäbe es doch eine Software, mit der man dumme, NICHTS zur Debatte beitragende Kommentare wegfiltern könnte. Gerade diese Thematik ist zu wichtig, als dass sie von solchen Leuten verstopft wird.
    • Pisti 05.01.2018 22:28
      Highlight Highlight Der doofe Kommentar stammt aus Giacobbo&Müller 😉
    • .:|Caballito de Mantequilla|:. 05.01.2018 22:40
      Highlight Highlight Einmal Natürjoghurt für Kurt-Fabio bitte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • oberlaender 05.01.2018 17:18
    Highlight Highlight Sehr interessantes Gespräch und sehr einleuchtend. Vielen Dank Roger!

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