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Nachbarn wehren sich: Asylunterkunft Aeschiried wird ein Fall fürs Bundesgericht

05.06.15, 05:29 05.06.15, 11:38


Die Umnutzung des Ferienzentrums Aeschiried BE als Asylunterkunft wird ein Fall für das Bundesgericht. Anwohner des Durchgangszentrums, das seit Dezember 2014 in Betrieb ist, haben Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern eingereicht.

Die Beschwerdeführer monieren, mit der neuen Nutzung werde Bundesrecht verletzt und fordern erneut ein ordentliches Baubewilligungsverfahren, wie sie in der Nacht auf heute Freitag mitteilten. Die Vorinstanz habe die Zonenvorschriften und die Überbauungsordnung «willkürlich und eigenwillig ausgelegt».

Zonenvorschriften nicht tangiert 

Das bernische Verwaltungsgericht hatte Ende April entschieden, die Nutzung des Ferienzentrums Aeschiried als Asylunterkunft bedürfe keiner Baubewilligung. Es stützte damit einen Entscheid der kantonalen Baudirektion und wies eine Beschwerde der Anwohnern ab.

Asylbewerber am warten. Bild: KEYSTONE

Die Beschwerde erweise sich in allen Teilen als unbegründet, hiess es damals in dem Urteil. Durch die geänderte Nutzung würden die massgebenden Zonenvorschriften nicht tangiert. Auch seien weder wesentliche zusätzliche Immissionen noch eine Mehrbelastung der Erschliessungsanlagen zu erwarten.

Das Durchgangszentrum Aeschiried ist seit Dezember 2014 in Betrieb. Bis zu 100 Asylsuchende können in Aeschi bei Spiez mit seinen gut 2000 Einwohnern untergebracht werden. Mit der Zusatzbelegung werde «eine Nutzungssteigerung von rund 37 Prozent erreicht», kritisieren die Anwohner in ihrer jüngsten Mitteilung.

Jeder Kanton muss entsprechend seiner Einwohnerzahl Asylsuchende aufnehmen. Diese werden ihm vom Bund zugewiesen. In einer ersten Phase leben die Asylsuchenden in der Regel zwischen zwei bis sechs Monaten in einem Durchgangszentrum. (feb/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 05.06.2015 11:46
    Highlight Die CH/Europa verändert sich gerade rasant. Irgendwann werden diese Veränderungen anfangen, sich konkret auszuwirken.
    Weshalb die Politik der wenigen Aufnahmeländer in Europa, ihren Bevölkerungen diese Entwicklung zumuten, wird später einige Historiker beschäftigen.
    2 0 Melden
  • Kronrod 05.06.2015 07:37
    Highlight Den Asylsuchenden ergeht es wie den Autobahnen und dem Atommüll. Alle wissen, dass sie irgendwo hin müssen, aber niemand wil sie bei sich haben. Das Phänomen heisst NIMBY: Not in my backyard.

    http://en.wikipedia.org/wiki/NIMBY
    17 1 Melden

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