Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nachbarn wehren sich: Asylunterkunft Aeschiried wird ein Fall fürs Bundesgericht



Die Umnutzung des Ferienzentrums Aeschiried BE als Asylunterkunft wird ein Fall für das Bundesgericht. Anwohner des Durchgangszentrums, das seit Dezember 2014 in Betrieb ist, haben Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern eingereicht.

Die Beschwerdeführer monieren, mit der neuen Nutzung werde Bundesrecht verletzt und fordern erneut ein ordentliches Baubewilligungsverfahren, wie sie in der Nacht auf heute Freitag mitteilten. Die Vorinstanz habe die Zonenvorschriften und die Überbauungsordnung «willkürlich und eigenwillig ausgelegt».

Zonenvorschriften nicht tangiert 

Das bernische Verwaltungsgericht hatte Ende April entschieden, die Nutzung des Ferienzentrums Aeschiried als Asylunterkunft bedürfe keiner Baubewilligung. Es stützte damit einen Entscheid der kantonalen Baudirektion und wies eine Beschwerde der Anwohnern ab.

Asylanten sitzen auf einer Couch in der Asylunterkunft Lindenfeld, am Donnerstag, 11. September 2014, in Burgdorf. Die Zivilschutzanlage bietet rund 100 Betten. Die meisten Asylanten stammen aus Syrien und Eritrea. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Asylbewerber am warten. Bild: KEYSTONE

Die Beschwerde erweise sich in allen Teilen als unbegründet, hiess es damals in dem Urteil. Durch die geänderte Nutzung würden die massgebenden Zonenvorschriften nicht tangiert. Auch seien weder wesentliche zusätzliche Immissionen noch eine Mehrbelastung der Erschliessungsanlagen zu erwarten.

Das Durchgangszentrum Aeschiried ist seit Dezember 2014 in Betrieb. Bis zu 100 Asylsuchende können in Aeschi bei Spiez mit seinen gut 2000 Einwohnern untergebracht werden. Mit der Zusatzbelegung werde «eine Nutzungssteigerung von rund 37 Prozent erreicht», kritisieren die Anwohner in ihrer jüngsten Mitteilung.

Jeder Kanton muss entsprechend seiner Einwohnerzahl Asylsuchende aufnehmen. Diese werden ihm vom Bund zugewiesen. In einer ersten Phase leben die Asylsuchenden in der Regel zwischen zwei bis sechs Monaten in einem Durchgangszentrum. (feb/sda)

Abonniere unseren Newsletter

Themen
3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen

160'000 statt 6 Millionen Franken: Rheinauer Versuch mit Grundeinkommen scheitert am Geld

In der Zürcher Gemeinde Rheinau sieht es nicht gut aus für den Versuch mit dem bedingungslosen Grundeinkommen: Bis zur Geld-Sammel-Deadline am 4. Dezember 2018 um 14.26 Uhr sind lediglich rund 160'000 Franken gespendet worden, angestrebt wurden 6,1 Millionen Franken.

Natürlich sei es schade, dass das Crowdfunding nicht funktioniert habe, teilte Initiantin Rebecca Panian am Dienstag mit. «Es war aber definitiv nicht für nichts».

Denn seit Projekt-Start hätten sich die Einwohnerinnen und Einwohner …

Artikel lesen
Link to Article