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Blatter bietet US-Justiz Hilfe an – notabene um «die Fifa zu verteidigen»

16.04.16, 01:02


Ganz der Blatter: Der früherer Fifa-Präsident am 15. April 2016 bei einer Podiumsdiskussion der Uni Basel.
Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Der ehemalige FIFA-Präsident Sepp Blatter sagt gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP, dass er den amerikanischen Justizbehörden zur Verfügung steht, sollte er als Zeuge befragt werden. Blatter wurde in der Antwort auf eine entsprechende Frage so zitiert: «Ja. Wenn meine Person notwendig ist, die FIFA zu verteidigen, werde ich zur Verfügung stehen.»

Womöglich wurde dieses Foto in jenem Moment gemacht, als Sepp Blatter von Reue sprachen. Doch am Ende bleibt das natürlich bloss haltlose Spekulation! Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Der Prozess um den FIFA-Korruptionsskandal soll frühestens Ende Februar 2017 in den USA eröffnet werden. Insgesamt 40 teils hochrangige Offizielle und Funktionäre müssen sich in den USA vor Gericht verantworten. Ihnen wird unter anderem Korruption, Geldwäsche und Betrug vorgeworfen. Über ein Dutzend Angeklagte haben sich bereits schuldig bekannt.

Blatter in Basel

Blatter trat am Freitag auch an einer Podiumsdiskussion der Uni Basel vor rund 400 Zuhörern auf. Dabei betonte der 80-jährige Walliser unter anderem erneut, dass er nichts bereue, was er getan habe. «Ich bereue nur, dass ich nicht genug getan habe, um die FIFA auf den rechten Weg zurückzubringen», sagte er.

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Die fragwürdigsten Sprüche von Sepp Blatter

In Basel beteuerte Blatter derweil noch einmal, dass nie Gelder für die Vergabe von Weltmeisterschaften geflossen seien. Nur Vertreter aus Süd- und Nordamerika hätten die FIFA durch ihre Korruption in Verruf gebracht, so Blatter. «Ich hatte keine Macht, mich in die internen Angelegenheiten und Aktionen dieser Verbände einzumischen.»

Der Walliser ist wegen einer dubiosen Zahlung an den ebenfalls gesperrten UEFA-Präsidenten Michel Platini für sechs Jahre gesperrt und will vor dem Sportgerichtshof CAS dagegen vorgehen. Einige Studenten im Publikum äusserten ihren Unmut über Blatter mit kurzen Protestaktionen.

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(sda/dpa/afp)

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