Syrien
The MV Cape Ray is escorted by tug boats as it arrives at Gioia Tauro port, southern Italy, Tuesday, July 1, 2014. Syria's acknowledged stockpile of chemical weapons has been handed over to Western governments for destruction. 1300 tons of chemical weapons are currently on the Danish cargo ship Ark Futura and are expected be transferred to the U.S.-owned MV Cape Ray at Gioia Tauro. The Cape Ray, equipped with two titanium reactors, will then move into international waters to neutralize Syria's stockpile of sulphur mustard and the raw components for making sarin nerve gas over the next two months. Other materials will be disposed of at toxic wastes sites in various countries. (AP Photo/Adriana Sapone)

Das Ziel der Aktivisten: Das US-Frachtschiff «MV Cape Ray». Bild: Adriana Sapone/AP/KEYSTONE

Chemiewaffen im Mittelmeer

Aktivisten jagen Chemiewaffen-Frachtschiff 

25.07.14, 20:17

Rund 30 griechische und italienische Umweltaktivisten, Gewerkschafter und Politiker sind am Freitag von Kreta aus ins Mittelmeer aufgebrochen, um gegen die Vernichtung der syrischen Chemiewaffen auf offener See zu protestieren.

An der Aktion beteiligten sich insgesamt drei Schiffe, sagte einer der Initiatoren, Lukas Stamelos, am Freitag. Ihr Ziel ist es, sich dem US-Frachtschiff «MV Cape Ray» so weit es geht zu nähern, auf dem das syrische Chemiewaffenarsenal unschädlich gemacht wird.

Wo genau die «MV Cape Ray» und seine Begleitschiffe ankern, ist geheim. Das US-Schiff hatte im Juli mit der Vernichtung der rund 600 Tonnen Chemikalien begonnen, insgesamt soll sie dafür zwei Monate brauchen.

Die Aktivisten glauben den Versicherungen des US-Verteidigungsministeriums nicht, dass die Massnahme keine Umweltrisiken mit sich bringt.

«Wir sagen Nein zu einem Umweltverbrechen»

An der Protestinitiative beteiligen sich auch die Bürgermeister von zwei kretischen Dörfern sowie ein Vertreter der griechischen Syriza-Partei, Michalis Kritsotakis. «Wir sagen Nein zu einem Umweltverbrechen», sagte er der griechischen Nachrichtenagentur ANA.

Mit Hilfe des sogenannten Hydrolyseverfahrens sollen die hochgefährlichen Chemikalien unschädlich gemacht werden. Die zurückbleibenden Reststoffe werden anschliessend von privaten Spezialfirmen im niedersächsischen Munster und in Finnland entsorgt.

Nach starkem internationalen Druck hatte Syriens Staatschef Baschar al-Assad im vergangenen Jahr der Vernichtung der Kampfstoffe unter Aufsicht der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) zugestimmt. (aeg/sda/afp)

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