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Hanoi sperrt seinen berühmtesten Selfie-Spot – und die Touristen so: 😱

Publiziert: 10.10.19, 15:45 Aktualisiert: 10.10.19, 16:29

Bild: shutterstock

Schlechte Neuigkeiten für alle Influencer und solche, die es noch werden möchten: Die vietnamesische Hauptstadt Hanoi hat den Zugang zu den Zugleisen, die mitten durch die Stadt führen, aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Der schmale Eisenbahnkorridor im Zentrum von Hanoi ist in den letzten Jahren zu einem absoluten Selfie-Hotspot geworden. Unzählige Bars und Cafés reihen sich aneinander, Touristen stehen und sitzen in Scharen auf den Gleisen, bis sie kurz vor Eintreffen des Zuges auf die Seite ausweichen.

Doch damit ist nun Schluss. Wie der Guardian berichtet, errichtete die Polizei in Hanoi am Donnerstag Barrikaden, um die Touristen von den Gleisen fernzuhalten. Dies aus Sicherheitsgründen. Ein Tourist sagte gegenüber der Zeitung: «Ich bin sehr frustriert, weil ich heute nicht auf die Gleise und ein Foto machen kann.»

Dutzende Touristen wurden abgewisen. Einige schafften es jedoch, auf noch offene Abschnitte zu gelangen und dort ihr perfektes Ferien-Selfie zu schiessen.

Schlecht fürs Geschäft

Die Cafébesitzer sind auch nicht sehr glücklich über die Schliessung. Sie beschwerten sich darüber, dass das Geschäft durch die neuen Vorschriften geschädigt würde und dass Touristen für entgegenkommende Züge immer aus dem Weg gingen.

Le Tuan Anh, der ein Café entlang der Gleise betreibt, sagte gegenüber dem Guardian: «Es gab hier noch nie einen bedauerlichen Unfall. Im Vergleich zur Verkehrsdichte an anderer Stelle in der Stadt ist das viel sicherer». Dabei bezog er sich wahrscheinlich auf Hanois chaotischen, motorradgeplagten Strassen.

Einst rau, heute Pfau 🦚

Die von Kolonialherren errichtete Eisenbahn transportierte einst Waren und Menschen durch die ehemalige Indochina-Kolonie Frankreichs und wird heute noch von der kommunistischen vietnamesischen Eisenbahngesellschaft genutzt.

Der Streckenabschnitt war einst als rauer Stadtteil bekannt, der von Drogenkonsumenten und Hausbesetzern besetzt war, bis zu ihrer jüngsten Entdeckung durch kameraschwenkende Influencer, die Bilder der Gegend in sozialen Medien veröffentlicht haben.

(dfr)

Mit Doris in Vietnam

Bundesrätin Doris Leuthard besuchte vom 3. bis 6. April 2018 Vietnam. Ob der Herr links ihr Leibwächter ist? EPA/KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Sie versteht sich offenbar sehr gut mit dem Wirtschaftsminister Tran Tuan Anh. EPA/KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Sie findet auch Zeit für eine Sightseeing-Tour durch Hanoi, zusammen mit Botschafterin Beatrice Maser Mallor. EPA/KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Hautnaher Kontakt mit der Bevölkerung. EPA/KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Doch dann heisst es wieder arbeiten. Doris Leuthard unterzeichnet ein neues Luftverkehrsabkommen mit Vietnam. EPA/KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Erkundungstour in Hanoi. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Ganz ohne Leibwache unterwegs in Hanoi. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Ein Arbeitstag geht zu Ende. EPA/KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Sie fühlt sich sichtlich wohl in Hanoi. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Konzentriert bei der Arbeit. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Ankunft in Hanoi. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Cheeese. EPA/KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Und wieder bei der Arbeit. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Vielleicht hätte sie für diesen Ausflug besser Turnschuhe angezogen. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Ho Chi Minh City, Vietnam, am 6. April 2018. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
Und dann noch ein Lachen zum Abschied. EPA/KEYSTONE / ALEXANDRA WEY

So eine atemberaubende Aussicht hattest du noch nie

Video: SRF / Roberto Krone

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