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Bild: EPA/BOEING

Boeing will Software innerhalb von zehn Tagen ändern

Publiziert: 16.03.19, 10:16 Aktualisiert: 16.03.19, 10:29

Der Flugzeughersteller Boeing will die Modernisierung einer möglicherweise fehlerhaften Software an Bord der 737-Max in den kommenden zehn Tagen abschliessen. Ein Flugzeug dieses Typs ist am Sonntag in Äthiopien abgestürzt.

Wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus Branchenkreisen erfuhr, soll dann die Installation der veränderten Software für das sogenannte Trimmsystem MCAS nur zwei Stunden dauern.

Die Überarbeitung der Software hatte den Angaben zufolge bereits vor dem jüngsten Unglück begonnen. MCAS ist in den Verdacht geraten, für den Absturz am vergangenen Sonntag der Boeing 737 Max der Ethiopian Airlines mit 157 Toten verantwortlich zu sein.

Auch der vorherige und ähnlich verlaufene Absturz einer Maschine des gleichen Typs der Gesellschaft Lion Air im Oktober in Indonesien könnte durch einen Fehler in diesem System ausgelöst worden sein. Darauf deuten bisherige Untersuchungsergebnisse hin.

Unregelmässige Flugkurve

Beide Maschinen waren kurz nach dem Abflug abgestürzt. MCAS soll verhindern, dass der Schub der Triebwerke im Steigflug derart stark wird, dass sich die Maschine nicht mehr gerade ausrichten lässt. Beide Unglücksmaschinen waren nach dem Start mit äusserst unregelmässiger Flugkurve und -geschwindigkeit aufgestiegen, sanken anschliessend unkontrolliert ab und schlugen steil auf dem Boden auf.

Seit dem Unglück in Äthiopien sind weltweit Flugverbote für die Boeing-Maschinen des Typs 737 Max erlassen worden, darunter auch in den USA. Der US-Flugzeugbauer teilte am Donnerstag mit, vorerst diese Maschinen nicht mehr auszuliefern.

Für Boeing ist der Absturz ein schwerer Imageschaden, der den Konzern teuer zu stehen kommen könnte. 78 Prozent der Bestellungen in den Auftragsbüchern betreffen die «Max»-Familie. Rund hundert Airlines haben bereits mehr als 5000 Maschinen bestellt. (sda/apa/afp/kün)

Das Flugzeug im Flugzeug

Die «Solar Impulse 2» ist am Dienstagmorgen um 8.24 Uhr vom Militärflugplatz Payerne VD nach Abu Dhabi aufgebrochen. EPA/KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Das Solarflugzeug des Umweltpioniers Bertrand Piccard fliegt vorerst aber nicht selbst, sondern wird an Bord einer Boeing 747-400 transportiert. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Während der Nacht wurde das Solarflugzeug in den Rumpf des Jumbo-Jets verladen. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Die anspruchsvolle Arbeit verlief ohne Zwischenfälle und war um 23.30 Uhr beendet. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Der Jumbo-Jet hatte am Montag um 16.50 Uhr auf dem Militärflugplatz Payerne aufgesetzt. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Mit dem in Teile zerlegten Solarflugzeug an Bord macht er sich nun in Richtung Abu Dhabi auf. EPA/KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Die Boeing 747-400 war quasi leer angekommen, um auf der 2,2 Kilometer langen Piste des Militärflugplatzes landen zu können. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Bevor sie Kurs auf den Flughafen Al Bateen in Abu Dhabi nimmt, legt sie deshalb noch einen Zwischenstopp am Flughafen Basel-Mulhouse ein, um vollzutanken und weiteres Material aufzuladen. EPA/KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Die Kosten des Transports belaufen sich auf rund 400'000 Franken. In der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate muss das Solarflugzeug wieder zusammengesetzt werden. EPA/KEYSTONE / LAURENT GILLIERON

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Video: SRF / Roberto Krone

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