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Sexueller Missbrauch: Priester der Diözese Lugano verhaftet

Publiziert: 31.05.20, 17:51 Aktualisiert: 31.05.20, 17:59

Ein 50-jähriger Priester der Diözese Lugano ist am Samstagabend wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch verhaftet worden. Dies teilte der Bischof von Lugano, Valerio Lazzeri, in einer am Pfingstsonntag einberufenen Medienkonferenz mit.

Kurz nach der Medienkonferenz des Bischofs in Lugano bestätigte die Tessiner Staatsanwaltschaft die Verhaftung des Priesters in einer Medienmitteilung. Diese sei am Samstag nach einem Verhör erfolgt.

Ermittelt wird laut Staatsanwaltschaft wegen Schändung, also wegen Verstosses gegen Artikel 191 des Strafgesetzbuches. Dieser lautet: «Wer eine urteilsunfähige oder eine zum Widerstand unfähige Person in Kenntnis ihres Zustandes zum Beischlaf, zu einer beischlafähnlichen oder einer anderen sexuellen Handlung missbraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe bestraft.» Die Ermittlung leitet Staatsanwältin Chiara Borelli.

Zeichen von Null Toleranz

Wie Bischof Lazzeri ausführte, wurde der Priester direkt nach der Einleitung der strafrechtlichen Untersuchung von seinen Aufgaben in seiner Pfarrei entbunden.

Der Bischof hatte am 11. März persönlich durch eine dritte Person von dem möglichen Missbrauchsvorfall erfahren. Umgehend informierte er die zuständige Expertenkommission der Diözese, die ihre Arbeit aufnahm und nach ersten Abklärungen den Fall der Tessiner Staatsanwaltschaft weitergab. Wegen des Coronavirus dauerte das Prozedere dann länger als eigentlich vorgesehen.

Weitere Details wurden vorläufig nicht bekannt, einzig, dass der mutmassliche Missbrauchsfall vor fünf bis sechs Jahren geschehen ist und es sich um einen einzigen Vorfall handeln soll. Die Diözese und Bischof Lazzeri warten nun auf die Ergebnisse der strafrechtlichen Untersuchung.

Beobachter werten das persönliche Auftreten von Bischof Valerio Lazzeri als klares Zeichen, dass die Diözese in Fällen von sexuellem Missbrauch keine Toleranz kennt und entschieden vorgeht. Die Expertenkommission des Diözese war vor einigen Jahren ins Leben gerufen worden und kam nun erstmals zum Einsatz. Bischof Lazzeri bezeichnete die Medienkonferenz als «Zeichen der Transparenz». (sda)

Umbanda-Gläubige feiern das Ende des Jahres

Copacapana, Rio de Janeiro: Eine Anhängerin der afro-brasilianischen Religion Umbanda trägt eine Opfergabe für Yemayá, die Göttin des Meeres. X02675 / RICARDO MORAES
Jeweils zum Ende des Jahres feiern die Gläubigen die Meeresgöttin. X03130 / LUNAE PARRACHO
Anhänger tragen ein Bildnis von Yemayá. X03130 / LUNAE PARRACHO
Die kleinen Boote werden ins Meer getragen. X02675 / RICARDO MORAES
Die Umbanda ist eine esoterische Religion aus Brasilien, in deren Zentrum das Verkörperungsgeschehen von Geisteswesen sozialer Randgruppen sowie das Gespräch mit ihnen stehen. X03130 / LUNAE PARRACHO
In ihre Symbolsprache integriert die Umbanda heterogenste Glaubensvorstellungen – unter anderem aus dem Volkskatholizismus, der jüdischen Kabbala und der universalen Esoterik. X03130 / LUNAE PARRACHO
Die Zeremonie am Ende des Jahres ist eine unter vielen Zeremonien, die die Umbanda-Anhänger feiern. X02675 / RICARDO MORAES
Boot und Meeresgöttin auf dem Weg zum Wasser. X02675 / RICARDO MORAES
Ein Priester segnet einen der Umbanda-Anhänger. X03130 / LUNAE PARRACHO
X02675 / RICARDO MORAES

Eine unterirdische Ruhestätte für 24'000 Gräber

Video: SRF / Roberto Krone

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