Roman Bürki und Dortmund kamen stark aus der Corona-Pause.
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«Ein Spiel, wie wir es einst als Kind gespielt haben» – die Stimmen zum Bundesliga-Restart
Am Samstag ist der Neustart der Bundesliga mit Geisterspielen erfolgt. Nicht alle kamen mit den neuen Bedingungen gleich gut zu Recht – das sagen die Beteiligten nach dem ersten Spieltag nach der Corona-Pause.
Roman Bürki (Torhüter Borussia Dortmund)
Der Schweizer Keeper war nach dem Derbysieg gegen Schalke hoch zufrieden. Bürki fühlte sich während des Spiels an seine Anfangszeiten auf dem Platz erinnert: «Es war nichts anderes als das Spiel, wie wir es früher als Kinder gespielt haben. Ohne Zuschauer, einfach Spaß haben. Das hat man der Mannschaft heute angemerkt.»
Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund)
Auch der Coach des BVB war äusserst glücklich über die Leistung seiner Dortmunder im Derby. «Es war ein gutes Spiel von uns. Das Ergebnis ist verdient. Wir sind sehr zufrieden», erklärte Favre nach dem Spiel.
Vor dem Spiel habe man nicht wissen können, wo man genau steht, so Favre weiter. Dementsprechend erleichtert war der Schweizer, als er sah, dass die Form seiner Mannschaft nach dem langen Unterbruch stimmt.
Lucien Favres Dortmund ist in einer hervorragenden Form aus der Pause gekommen.
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Daniel Caligiuri (Mittfeldspieler Schalke 04)
Ganz anders als bei Dortmund ist die Gefühlslage bei Gegner Schalke. Man sei nicht wirklich bereit gewesen, findet Mittelfeldspieler Caligiuri: «Die erste Halbzeit haben wir komplett verpennt. Das war überhaupt nicht gut. Wir hatten keinen Zugriff, sind hinterhergelaufen und haben zu große Räume gelassen. Es war schwer, die Dortmunder zu verteidigen. Ein Nachmittag, der sehr schmerzt. Wir waren heute alle nicht auf dem Platz.»
Auch die Umstände seien ungewöhnlich gewesen, so der Italiener weiter: «Der Support der Fans fehlt uns natürlich. Aber wir müssen die Gegebenheiten so akzeptieren, wie sie sind. Daher ist es umso wichtiger, dass wir uns selbst heiß machen in den kommenden Wochen.»
Caligiuri (rechts) im Zweikampf mit Manuel Akanji.
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Yann Sommer (Torhüter Gladbach)
Wie Dortmund ist auch Gladbach äusserst überzeugend wieder gestartet. Die Fohlen gewannen in Frankfurt souverän mit 3:1. Vor allem der frühe Doppelschlag sei dabei entscheidend gewesen, sagte Nati-Goalie Sommer gegenüber «Sky Sport»: «Die ersten zehn Minuten von uns waren überragend, das war definitiv matchentscheidend, dass wir so gut reingekommen sind und direkt ein Erfolgserlebnis haben konnten.»
Man habe sich auf sich selbst und nicht auf die Umstände konzentrieren wollen, so Sommer weiter: «Es war wichtig, dass wir alles, was rundherum passiert, ausblenden. Am Schluss geht es nur um das, was auf dem Platz passiert.»
Christian Streich (Trainer SC Freiburg)
Dem SC Freiburg gelang zum Re-Start der Bundesliga mit einem Remis in Leipzig eine Überraschung. Trotzdem war Trainer Streich nach dem Spiel nicht ganz zufrieden: «In der zweiten Halbzeit hatte Leipzig zu viele Chancen», bemängelte er in erster Linie, «wir haben alles gegeben, aber da waren wir fussballerisch nicht gut genug. Da könnten wir mindestens 1-2 Tore kriegen. In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, aber in der zweiten hätten wir es besser machen müssen.»
Mit der Atmosphäre ohne Fans konnte sich Streich auch noch nicht anfreunden, wie er erklärte. «Natürlich ist es traurig, dass die Leute nicht ins Stadion können. Da freut man sich nicht.» Die Qualität der Leistung seiner Mannschaft habe allerdings nicht darunter gelitten, da man auch in der Pause oft in leeren Stadien ein richtiges Spiel simuliert habe. (dab)
Top-Fussball ohne Fans – die Bundesliga in Corona-Zeiten
Nichts los in Augsburg: Auch kurz vor dem Spiel ist es ruhig um das Stadion. EPA / Tobias Hase / POOL
Sogar vor dem heissen Revier-Derby zwischen Dortmund und Schalke bleiben die Zuschauer dem Stadion fern. EPA / Martin Meissner / POOL
Medienschaffende müssen sich vor dem Eintritt ins Stadion die Temperatur messen lassen. EPA / Martin Meissner / POOL
Auch Kameraleute haben klare Vorschriften: Eine Maske ist im Stadion Pflicht. EPA / THOMAS KIENZLE / POOL
Auch in Leizpig wird an die Vorschriften erinnert. EPA / Jan Woitas / POOL
Auch für die Mitarbeiter herrschen strikte Hygienemassnahmen: Ein Balljunge in Dortmund desinfiziert den Ball. EPA / Martin Meissner / POOL
Ein ungewohntes Bild: Spieltag in Leipzig und keiner darf hin. EPA / Jan Woitas / POOL
Beim Aufwärmen halten die Dortmund-Spieler den geforderten Abstand zueinander. EPA / MARTIN MEISSNER / POOL
Die Spieler von Schalke gehen vor dem Spiel mit Maske auf den Platz ... AP / Martin Meissner
... wie auch Schiedsrichter Aytekin ... EPA / Martin Meissner / POOL
... und Timo Werner (links) und Kevin Kampl vom Leipzig. AP / Jan Woitas
Auch Interviews sind nur mit den nötigen Vorsichtsmassnahmen möglich: Leipzig-Coach Julian Nagelsmann trägt eine Maske ... AP / Jan Woitas
... und Düsseldorf-Trainer Uwe Rösler wird vor dem Spiel aus der Distanz befragt. AP / Sascha Schuermann
Statt euphorischen Zuschauern hört man während des Revierderbys nur die Rufe der Spieler. AP / Martin Meissner
Auch die Spieler auf der Tribüne dürfen sich nicht zu nahe kommen. AP / Sascha Schuermann
Konsequentes Social Distancing bei Dortmund nach dem Führungstreffer durch Erling Haaland ... AP / Martin Meissner
... etwas weniger Social Distancing bei Wolfsburg zwischen Torschütze Ginczek (links) und Assistgeber Mbabu ... EPA / TOBIAS HASE / POOL
... noch etwas weniger Social Distancing bei Vedad Ibisevic, welcher Matheus Cunha feiert ... EPA / THOMAS KIENZLE / POOL
... und gar kein Social Distancing bei Rabbi Matondo, welcher Achraf Hakimi umgrätscht. EPA / MARTIN MEISSNER / POOL
Auf der Pressetribüne hält man sich konsequent an die Regeln: Alle tragen einen Mundschutz und halten Abstand zueinander. EPA / MARTIN MEISSNER / POOL
Auch die Interviews nach dem Spiel sind klar geregelt: Markierungen auf den Boden zeigen, wo der Spieler und wo der Medienschaffende stehen muss. AP / Jan Woitas
Die Bundesliga im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1991 verändert hat
Meister: VfB Stuttgart. Absteiger: Stuttgarter Kickers, Hansa Rostock, MSV Duisburg, Fortuna Düsseldorf.
Meister: Werder Bremen. Absteiger: VfL Bochum, Bayer 05 Uerdingen, 1. FC Saarbrücken.
Meister: Bayern München. Absteiger: 1. FC Nürnberg, SG Wattenscheid 09, VfB Leipzig.
Meister: Borussia Dortmund. Absteiger: VfL Bochum, MSV Duisburg, Dynamo Dresden.
Meister: Borussia Dortmund. Absteiger: 1. FC Kaiserslautern, Eintracht Frankfurt, KFC Uerdingen.
Meister: Bayern München. Absteiger: Fortuna Düsseldorf, SC Freiburg, FC St.Pauli.
Meister: 1. FC Kaiserslautern. Absteiger: Karlsruher SC, 1. FC Köln, Arminia Bielefeld.
Meister: Bayern München. Absteiger: 1. FC Nürnberg, VfL Bochum, Borussia Mönchengladbach.
Meister: Bayern München. Absteiger: SSV Ulm, Arminia Bielefeld, MSV Duisburg.
Meister: Bayern München. Absteiger: SpVgg Unterhaching, Eintracht Frankfurt, VfL Bochum.
Meister: Borussia Dortmund. Absteiger: SC Freiburg, 1. FC Köln, FC St.Pauli.
Meister: Bayern München. Absteiger: Arminia Bielefeld, 1. FC Nürnberg, Energie Cottbus.
Meister: Werder Bremen. Absteiger: Eintracht Frankfurt, 1860 München, 1. FC Köln.
Meister: Bayern München. Absteiger: VfL Bochum, Hansa Rostock, SC Freiburg.
Meister: Bayern München. Absteiger: 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Köln, MSV Duisburg.
Meister: VfB Stuttgart. Absteiger: FSV Mainz, Alemannia Aachen, Borussia Mönchengladbach.
Meister: Bayern München. Absteiger: 1. FC Nürnberg, Hansa Rostock, MSV Duisburg.
Meister: VfL Wolfsburg. Absteiger: Energie Cottbus, Karlsruher SC, Arminia Bielefeld.
Meister: Bayern München. Absteiger: Hertha BSC, VfL Bochum.
Meister: Borussia Dortmund. Absteiger: Eintracht Frankfurt, FC St.Pauli.
Meister: Borussia Dortmund. Absteiger: Hertha BSC, 1. FC Köln, 1. FC Kaiserslautern.
Meister: Bayern München. Absteiger: Fortuna Düsseldorf. SpVgg Greuther Fürth.
Meister: Bayern München. Absteiger: 1. FC Nürnberg, Eintracht Braunschweig.
Meister: Bayern München. Absteiger: SC Freiburg, SC Paderborn.
Meister: Bayern München. Absteiger: VfB Stuttgart, Hannover 96.
Meister: Bayern München. Absteiger: Darmstadt, Ingolstadt.
Meister: Bayern München. Absteiger: Köln, Hamburg.
Meister: Bayern München. Absteiger: Nürnberg, Hannover, Stuttgart.
Meister: Dortmund will die Bayern wieder kitzeln. Absteiger: Können Paderborn und Union die Klasse halten?
Ein wahrer Kommentator eskaliert auch ohne Fussball
Video: watson / Lino Haltinner
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