screenshot: YouTube
Der junge Mann steht wortlos da – seine Botschaften hat er auf mehrere Zettel geschrieben. «Gegen Mobbing», ist zum Auftakt zu lesen. «Leute, niemand ist weniger wert, nur weil er: ...» Und es folgen die Gründe, aus denen Menschen runtergemacht werden: weil sie mittellos, nicht so klug oder behindert sind. Oder weil sie fülliger sind, anders lieben, anders glauben, anders aussehen. Die Folgen: Selbsthass, Selbst-Verstümmelung oder gar Selbstmord.
Nur gemeinsam könne etwas bewegt werden, glaubt der 19-Jährige, und fordert zum Teilen des Videos auf. Benjamin Drews hat damit einen Nerv getroffen: Am 8. Februar stellte er seinen Clip auf Facebook online – und innert vier Tagen haben knapp 2,5 Millionen Menschen das Video gesehen. Es wurde 90'000 Mal geteilt.
video: youtube/L3TSJAN
Benjamin ist früher selbst gemobbt worden, gestand er der Wochenwebschau. «Ich wurde runtergemacht wegen meiner Gesichtsfülle.» Nun jedoch wolle er anderen Mobbing-Opfern zeigen, dass diese nicht alleine sind. «Ich erhoffe mir, dass – auch wenn es nur drei oder vier Prozent sind – die Leute umdenken.» Er habe schon länger darüber nachgedacht, so ein Video zu machen. Nun hat ihn der Erfolg seiner Aktion selbst überrascht: «Dass es so extrem wird, damit habe ich nicht gerechnet.»
(phi)