USA schicken Soldaten zur Bekämpfung des Kokainhandels nach Kolumbien
50 US-Soldaten sollen im Juni zur Unterstützung im Kampf gegen den Kokainhandel nach Kolumbien entsandt werden. Die Einheit des US Southern Command werde vier Monate bleiben, um das Militär des Landes in «Verfahren und Taktiken zur Verbesserung des Kampfes gegen den Drogenhandel» zu beraten, sagte Armeechef Luis Fernando Navarro in einem Video am Donnerstag.
Das US Southern Command bestätigte die Information kolumbianischen Medien zufolge. Navarro sagte, die US-Soldaten würden vor allem in vier kolumbianischen Regionen operieren. Dabei handelt es sich nach einem Bericht der Zeitung «El Tiempo» um die mit dem meisten Koka-Anbau.
Jahrzehnte des Kriegs gegen die Drogen, Milliarden von US-Dollar an Finanzhilfen und ein Friedensvertrag mit der Guerilla-Organisation Farc, die sich vor allem mit Drogenhandel und Schutzgeldern finanzierte, haben den grossflächigen Anbau von Koka in Kolumbien nicht stoppen können. Aus Koka wird Kokain hergestellt.
Daten der US-Regierung zufolge wurde in dem südamerikanischen Land im vergangenen Jahr auf einer Fläche von 2120 Quadratkilometern Koka angebaut, gegenüber 208 Quadratkilometern im Jahr 2018. Ein grosser Teil des Kokains wird in die Vereinigten Staaten geschmuggelt, wo sich die Zahl der Drogentoten durch Kokain - von 1.4 auf 4.5 Todesfälle pro 100 000 Menschen - zwischen 2012 und 2018 mehr als verdreifacht hat, so das US-amerikanische Gesundheitsministerium. (sda/dpa)
Drogen-Funde aus aller Welt
Bei einem Einsatz im Nordwesten Kolumbiens haben Sicherheitskräfte über acht Tonnen Kokain beschlagnahmt. Das Rauschgift sei in einem unterirdischen Versteck auf einer Bananenplantage im Departement Antioquia entdeckt worden.
Ebenfalls in Kolumbien wurde eine unglaubliche Menge von 13,4 Tonnen im Wert von 405 Millionen US-Dollar gefunden.
Der Zoll hat in einem Container im Hamburger Hafen die Rekordmenge von viereinhalb Tonnen Kokain mit einem Strassenverkaufswert von fast einer Milliarde Euro beschlagnahmt. Es handle sich um die grösste Kokainlieferung, die in Deutschland je entdeckt worden sei.
Australische Ermittler fanden 300 Kilogramm Ephedrin – versteckt in 21'000 Leuchtstiften.
In Neuseeland sind Drogenfahnder auf ein höchst ungewöhnliches Versteck für Kokain gestossen: Die Behörden fanden in einem mit Diamanten besetzten Pferdekopf 35 Kilogramm Kokain mit einem Marktwert von rund 10 Millionen US-Dollar.
Bei einer Anti-Drogen-Operation in der Hauptstadt Kolumbiens hatten Sicherheitskräfte rund 2400 Kokain-Pakete gefunden, berichteten die Behörden.
Ein gesuchter Drogen-Lord wurde am Euro Airport (EAP) mit 600 Kilo Kokain geschnappt.
In einer gemeinsamen Aktion haben Ermittler aus Argentinien und Russland fast 400 Kilogramm Kokain in der russischen Botschaft in Buenos Aires beschlagnahmt. Mehrere Mitglieder einer internationalen Drogenbande wurden festgenommen.
Die spanische Polizei hat im Nordwesten des Landes drei Tonnen Kokain beschlagnahmt. Zwölf mutmassliche Drogenhändler seien festgenommen worden.
Berner Ermittler haben einen umfangreichen Fall von organisiertem Kokainhandel aufgedeckt. Den Angeklagten wird der Handel mit insgesamt 110 Kilogramm Kokain zur Last gelegt.
Die australische Polizei hat 1,4 Tonnen Kokain im Wert von über 237 Millionen Franken auf einer Jacht gefunden und beschlagnahmt. Unter den sechs Festgenommenen ist auch ein Schweizer Doppelbürger.
In St. Gallen wurden 15 Kilo Heroin mit einem «Gassenwert» von über einer Million Franken sichergestellt.
Deutsche und Schweizer Zollfahnder haben am Autobahnzoll Basel-Weil bei einer Kontrolle zweier Lastwagen derselben Transportfirma rund 24,6 Kilo Heroin entdeckt. Die beiden türkischen Fahrer wurden festgenommen.
250 Millionen Menschen greifen zu illegalen Drogen
Video: SRF / Roberto Krone
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