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IS tötet weiter

Die koptische Kirche bestätigt die Ermordung von 21 Christen

Publiziert: 16.02.15, 00:32 Aktualisiert: 16.02.15, 10:22

Die koptisch-orthodoxe Kirche hat die Ermordung von 21 Christen durch die Terrormiliz IS bestätigt. Demnach waren die koptischen Christen als Gastarbeiter in Libyen und «gerade auf dem Heimweg nach Ägypten, als ihr Bus von den Terroristen aufgehalten wurde».

Das bestätigte der Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian, der deutschen «Bild»-Zeitung. Die Terroristen verlangten demnach die Ausweise der Gastarbeiter, zwangen die Kopten zum Aussteigen.

«Zuerst dachten wir an eine Entführung, doch eine Lösegeld-Forderung wurde nie gestellt», so Bischof Damian weiter. Angehörige der ägyptischen Kopten, deren Religion in ägyptischen Ausweisen vermerkt ist, wandten sich darauf an die ägyptische Regierung, baten um Hilfe.

«Wir wollten, dass diesen Menschen geholfen wird – doch die Behörden taten nichts. Und jetzt wurden diese Menschen getötet, nur weil sie Christen sind», sagte der Bischof. Islamisten verfolgten die Kopten in der Region bereits seit Jahren mit extremer Gewalt.

«Männer werden systematisch gesucht, verfolgt, ermordet! Unsere Frauen und Mädchen werden auf offener Strasse attackiert, weil sie kein Kopftuch tragen», sagte Damian. Das Video eines IS-Ablegers aus Libyen war am Sonntag im Internet aufgetaucht. (feb/sda/dpa)

Kobane in Trümmern

Zerstörte Stadt: Nach vier Monaten Häuserkampf liegen weite Teile von Kobane in Trümmern. EPA/EPA / SEDAT SUNA
Der Freiheitsplatz im Stadtzentrum von Kobane. Der Betonadler hat die Kämpfe überstanden, die Häuser in der Umgebung wurden dem Erdboden gleichgemacht. EPA/EPA / SEDAT SUNA
Die IS-Kämpfer haben sich aus Kobane zurückgezogen, nun patrouillieren wieder die Männer und Frauen der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in den Strassen. EPA/EPA / SEDAT SUNA
In den Reihen der YPG haben auch viele Frauen gekämpft und den Vormarsch der fanatischen Islamisten gestoppt. EPA/EPA / SEDAT SUNA
Bei der Verteidigung der Stadt brachten die Kurden auch einen selbst gebauten Panzer zum Einsatz. EPA/EPA / SEDAT SUNA
Die Kurden haben für ihren Sieg über die Dschihadisten einen hohen Preis bezahlt. Der Wiederaufbau von Kobane wird Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern. EPA/EPA / STR
In den Strassen liegen Trümmer, noch immer sind nicht alle Leichen geborgen worden. Die Stadtverwaltung fürchtet den Ausbruch von Seuchen und will darum eine schnelle Rückkehr der Einwohner verhindern. EPA/EPA / SEDAT SUNA

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