Schock bei den «Simpsons»! Ned Flanders, Mr. Burns und Smithers verlieren ihre Stimme
Harry Shearer hört auf. Der 71-jährige Schauspieler, der bei den «Simpsons» seit 26 Staffeln Charakteren wie dem bösen Mr. Burns, dem schwulen Smithers und dem Überchristen Ned Flanders ihre Stimmen gab, scheidet aus. Wie es aussieht, nicht wirklich auf eigenen Wunsch. Erst letztes Jahr hatte er im «Guardian» verraten, dass er sich vorstellen könne, seinen äusserst abwechslungsreichen Job noch weitere 24 Jahre auszuüben.
Doch bereits am Wochenende hatte das Newsportal TMZ enthüllt, dass Shearer als einziger Sprecher nicht für die nächsten zwei Staffeln verlängert hatte, offenbar wegen ungeklärter Fragen, die das Merchandising der Show betrafen. Mittwochnacht zitierte Shearer nun auf Twitter den Anwalt von «Simpsons»-Produzent James L. Brook. Aus dem nachfolgenden Tweet wird deutlich, dass Shearer von Brooks in seinen nebenamtlichen Tätigkeiten eingeschränkt werden sollte.
Die Reaktionen von Shearers Fans sind entsprechend emotional.
Die Geschichte der «Simpsons»
1989 wurde die gelbe Zeichentrickfilm-Familie «The Simpsons» von vielen als Kinderfernsehen abgetan. Heute, 25 Jahre später, ist die Sendung bei Klein und Gross beliebt und füllt die Abendprogramme der TV-Sender. EPA DPA / STR
Am 17. Dezember feiern «Die Simpsons» Bildschirm-Jubiläum in den USA – dabei waren sie ursprünglich nur als Pausenfüller für die «Tracey Ullman Show» auf dem US-Sender Fox gedacht. AP/Fox / Anonymous
Die Show wurde schnell abgesetzt. Aber die lustigen Trickfilme, aus denen könnte man doch echtes Fernsehen machen, dachte sich der junge Sender Fox Ende der 80er Jahre. (Bild: FOX/ Thesimpsonswayoflife.Tumblr) Heute bezweifeln Spötter, dass Fox ohne die «Simpsons» überhaupt seine ersten Jahre überstanden hätte. AP TWENTIETH CENTURY FOX / Matt Groening
Die Serie wurde zum Export-Hit: Ab 1991 verbreitete die «Simpsons»-Truppe ihr Chaos auch auf deutschsprachigen Sendern. EPA DPA / 20TH CENTURY FOX
Dabei waren die Kritiker anfangs nicht sonderlich begeistert vom naiv-trotteligen Vater Homer, der übervorsichtigen Mutter Marge, dem Satansbraten Bart, der besserwisserischen Lisa und Baby Maggie. AP FOX BROADCASTING CO. / MATT GROENING
Religiösen Menschen war die Serie zu ketzerisch, Frauenverbänden zu frech, Islamisten zu westlich, Russen zu amerikanisch. Doch die «Simpsons» waren perfekt zu vermarkten. Damals wie heute. AP TWENTIETH CENTURY FOX / Matt Groening
Von Plüschtieren über Sammelfiguren und Computerspiele ... EPA/PAP / DAREK DELAMNOWICZ
... bis hin zur Unterwäsche ... EPA/PAP / DAREK DELAMNOWICZ
... und Lego-Figuren: Es gibt nichts von den Simpsons, was es nicht gibt. AP/Fox
Marge war sogar mal auf dem «Playboy»-Cover. AP Playboy Magazine / Anonymous
Der Dreh- und Angelpunkt ist und bleibt Springfield, die Heimatstadt der Familie. Welches der 64 Springfields in 35 US-Staaten gemeint ist, hat Schöpfer Matt Groening offen gelassen. (Bild: FOX/ Thesimpsonswayoflife.Tumblr) Ansonsten hat er sich an der eigenen Biografie bedient: Die Vornamen der Simpsons sind von Groenings Familie entlehnt und auch viele Randfiguren gab es im wirklichen Leben des heute 60-Jährigen. Ob Hans Maulwurf wohl auch echt war? (Bild: FOX/ Thesimpsonswayoflife.Tumblr) Nebst den lustigen Charakteren halfen vor allem Gastrollen mit, die Serie zum Hit zu machen. Im Bild: Special Agent Mulder aus «Akte X».
Sogar Michael Jackson hatte eine Gastrolle. Und mit Tony Blair war gar ein echter Premierminister mal bei der Zeichentrickfilm-Familie zu Gast.
Hier sehen wir Matt Groening selbst in einer «Simpsons»-Folge. AP FOX
Und wie sieht es mit dem Erfolg heute aus? Zwar sinken die Einschaltquoten und von den 13,4 Millionen Zuschauern der ersten Staffel in den USA ist nur noch gut die Hälfte übrig – diese Zahlen sind aber stabil. Und für die meisten Serien ein unerreichbarer Traum. AP/Fox
Von den grandiosen Ratschlägen, die uns Homer auf diesem Wege mitgegeben hat, fangen wir erst gar nicht an zu erzählen!
Freuen wir uns also auf eine neue Staffel «The Simpsons».
Auch wenn wir uns natürlich alle einig sind, dass nur die alten Folgen die richtig guten sind.
Na dann: auf weitere 25 Jahre. Oder in den Worten von Homer: «Macht's gut, ihr Trottel!» AP FOX BROADCASTING CO. / MATT GROENING
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