Soldaten in der ukrainischen Stadt Snizhnye (Ostukraine). Bild: SHAMIL ZHUMATOV/REUTERS
Gemäss unbestätigten Berichten von AP und der russischen Nachrichtenagentur Interfax sind drei russische Panzer nahe der ostukrainischen Stadt Dyakove eingefahren. Gemäss der Agentur Reuters seien die Panzer russisch beflaggt gewesen.
Der ukrainische Innenminister Arsen Avakov beschuldigte am Donnerstagabend Russland dafür verantwortlich zu sein. Kurze Zeit später relativierte Avakov diese Vorwürfe und warf dem russischen Präsidenten Putin gleichzeitig vor, sein «Versprechen» der Sicherung der ukrainisch/russischen Grenze nicht einhalten zu können. Avakov bestätigte gemäss Reportern in Kiev, dass die Panzer in Richtung der ostukrainischen Stadt Snizhnye seien.
Der neue ukrainische Präsident Poroschenko bezeichnete die Situation als «inakzeptabel». Gemäss der Nachrichtenagentur AP stritt Russland ab, für den Einmarsch der Panzer verantwortlich zu sein. Tage zuvor seien ukrainische Panzer von pro-russischen Rebellen aus einem Depot entwendet worden, wie dies unbestätigte Meldungen auf Twitter sagen. Es handle sich dabei um den selben Panzertyp wie die angeblich russischen Panzer.
Ein bisher unbestätigtes Video, welches den Einmarsch der angeblich russischen Panzer zeigt. Video: YouTube/Life-Maria Channel
Im ostukrainischen Donezk ist das Auto des Separatistenführers Denis Puschilin explodiert. Puschilin sei nicht in dem Fahrzeug gewesen, als es in die Luft gegangen sei, sagte eine Sprecherin der prorussischen Aufständischen am Donnerstag. Bei der Explosion seien aber drei Leibwächter verletzt worden.
Puschilin ist einer der Anführer der selbsternannten «Volksrepublik Donezk». Es war zunächst unklar, ob es sich um einen Anschlag auf Puschilin handelte. AFP-Journalisten hörten eine laute Explosion, gefolgt von mehreren kleineren Explosionen, die wie Artilleriefeuer klangen. (pma/sda)