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Homosexualität wird vom Gleichstellungsgesetz nicht erfasst

Publiziert: 30.04.19, 12:00 Aktualisiert: 30.04.19, 13:36

Das im Gleichstellungsgesetz festgehaltene Verbot der geschlechtsbedingten Diskriminierung von Arbeitnehmenden findet bei einer Benachteiligung wegen der sexuellen Orientierung keine Anwendung. Das hat das Bundesgericht entschieden.

Im konkreten Fall geht es um einen homosexuellen Mann, der 2015 mit der Gruppe Verteidigung einen befristeten Arbeitsvertrag abgeschlossen hatte. Der Mann war Einheitskommandant mit einer Zusatzfunktion im Bereich Ausbildung. Ein Jahr später bewarb er sich für die gleiche, erneut ausgeschriebene Zeitmilitärstelle. Sein Vertrag wurde aber nicht verlängert.

Die Schweizer Armee begründete die Nichtanstellung damit, die ausgeschriebene Stelle bestehe nur noch bis Ende 2016. Der Beschwerdeführer verlangte eine Verfügung. Er machte geltend, dass er wegen seiner sexuellen Orientierung nicht angestellt worden sei. Die Gruppe Verteidigung verneinte eine Diskriminierung.

Gegen die Verfügung legte der Betroffene zunächst Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein, jedoch ohne Erfolg. In einem am Dienstag veröffentlichten Urteil hat auch das Bundesgericht die Beschwerde des Mannes abgewiesen.

Das Bundesgericht hält in seinen Erwägungen fest, dass Bewerber für eine Bundesstelle bei einer Nichtanstellung in der Regel keinen Anspruch auf Erlass einer anfechtbaren Verfügung hätten. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz liege jedoch vor, wenn eine Diskriminierung gemäss Gleichstellungsgesetz geltend gemacht werde.

Wird eine Person wegen ihrer Zugehörigkeit zu einem Geschlecht ungleich behandelt, liegt gemäss Gleichstellungsgesetz eine direkte Diskriminierung vor. Gleich verhält es sich, wenn sich die ungleiche Behandlung auf ein Kriterium stützt, das nur von einem Mann oder einer Frau erfüllt werden kann.

Homosexuelle Personen, die eine Benachteiligung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung geltend machen, können sich nicht auf das Gleichstellungsgesetz berufen, wie das Bundesgericht festhält. Grund dafür sei, dass sich Homosexualität nicht auf ein bestimmtes Geschlecht stütze, da Frauen und Männer homosexuell sein könnten.

Anders würde es sich jedoch verhalten, wenn ausschliesslich oder überwiegend Personen des einen Geschlechts wegen Homosexualität diskriminiert würden. (sda)

(Urteil 8C_594/2018 vom 05.04.2019)

Homophobe Celebritys, die selber schwul sind

U.S. Sen. Larry Craig, R-Idaho, announces his resignation from the Senate at the old Boise Depot train station overlooking downtown Boise, Idaho, Saturday, Sept. 1, 2007. (AP Photo/Matt Cilley) AP / MATT CILLEY
Der ehemalige republikanische Abgeordnete Mark Foley in Sebring, Florida, am 31. Mai 2006. Die Stimmung im Land wendet sich immer mehr gegen die Regierungspartei von George Bush. Da ist vor allem der Irak-Krieg, der immer unpopulaerer wird. Ausserdem erschuettert der Sex-Skandal um den inzwischen zurueckgetretenen Abgeordneten Mark Foley die Republikaner. Hinzu kommen Korruptionsaffaeren, in die mehrere republikanische Abgeordnete verwickelt sind, darunter der ehemalige Mehrheitsfuehrer im Repraesentantenhaus und enge Bush-Vertraute Tom Delay. (KEYSTONE/AP Photo/Highlands Today, Ben Smidt) ** MAGS OUT ** **zu unserem KORR. APD9387 ** AP HIGHLANDS TODAY / BEN SMIDT
State Rep. Bob Allen, R-Merritt Island is surrounded by media as he walks out of the Brevard County Jail, Wednesday, July 11, 2007, in Sharpes, Fla. Allen was arrested Wednesday after offering to perform oral sex for $20 on an undercover male police officer, authorities said. (AP Photo/Florida Today, Craig Bailey) ** MAGS OUT, NO SALES ** AP Florida Today / Craig Bailey
Pastor Ted Haggard, president of the National Association of Evangelical Christians, left, defends Mel Gibson's intentions in the making of the film "The Passion of The Christ," comparing it to a Michelangelo masterpiece, while Rabbi Marvin Hier, listens during a press conference at the Museum of Tolerance, in Los Angeles, Tuesday, Feb. 24, 2004. (AP Photo/Stefano Paltera) AP / STEFANO PALTERA
In this Monday, March 12, 2012 photo, Ricky Martin appears at the curtain call after his first performance in the new Broadway production of "Evita", in New York. Martin is saying goodbye to Broadway's "Evita," but the Latin superstar has a slew of projects in the works, including two television series and a children's book. (AP Photo/Charles Sykes) FR170266 AP / Charles Sykes

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