Verstörte Menschen bei einer Beerdigung in Syrien.
Bild: AP
Aktivisten melden: Mindestens 384'000 Tote im Syrien-Konflikt – darunter 22'000 Kinder
Seit Beginn des Syrien-Konflikts im März 2011 sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 384'000 Menschen in Syrien getötet worden. Unter den Todesopfern seien mehr als 116'000 Zivilisten, darunter rund 22'000 Kinder und 13'000 Frauen, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit.
Nach Angaben der Beobachtungsstelle sind unter den Toten mehr als 129'400 Kämpfer, die den syrischen Machthaber Baschar al-Assad unterstützten, darunter knapp 1700 Angehörige der pro-iranischen Schiitenmiliz Hisbollah. Zudem wurden demnach mehr als 70'600 Oppositionskämpfer sowie rund 67'300 Dschihadisten getötet.
Der Syrien-Konflikt hatte im März 2011 mit Protesten gegen Assad begonnen, die von der Führung in Damaskus mit Gewalt niedergeschlagen wurden. Dies führte zu einem das ganze Land erfassenden Krieg, in den sich nach und nach zahlreiche ausländische Mächte und Staaten einschalteten. Die Vereinten Nationen bezeichneten den Syrien-Konflikt im Jahr 2017 als die «schlimmste vom Menschen verursachte Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg».
Zerstörte Häuser in Syriens Hauptstadt Damaskus.
Bild: AP
Der Krieg hat die syrische Wirtschaft lahmgelegt und mehr als elf Millionen Syrer in die Flucht getrieben. Menschenrechtsorganisationen prangern immer wieder Menschenrechtsverletzungen durch die syrische Regierung an, darunter tödliche Angriffe mit Chemiewaffen, Folter sowie willkürliche Festnahmen. Doch auch die weiteren Konfliktparteien würden sich gemäss der Hilfsorganisation World Vision nicht an die Menschenrechte halten (siehe Infobox).
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hat ihren Sitz in Grossbritannien und stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite oft kaum zu überprüfen.
Ein von einer Rakete getroffener Helikopter der syrischen Regierung.
Bild: AP
13 Gesichter von syrischen Flüchtlings-Kindern: Wo ist meine Zukunft?
Zahra Mahmoud, 5 Jahre, aus Deir el-Zour, Syrien. Die Hälfte der fast 5 Millionen syrischen Flüchtlingen sind Kinder. Viele von ihnen leben wie Zahra unter prekären Verhältnissen in Flüchtlingscamps in Jordanien nahe der syrischen Grenze. Sie haben in ihrem Leben nichts anderes gesehen als Krieg und Flucht. AP/AP / Muhammed Muheisen
Mona Emad, 5 Jahre, aus Hassakeh, Syrien: «Ich möchte zurück nach Syrien, aber mein Vater sagte uns, er wolle in die USA flüchten». AP/AP / Muhammed Muheisen
Amna Zughayar, 9 Jahre, aus Deir el-Zour, Syrien. AP/AP / Muhammed Muheisen
Ahmad Zughayar, 6 Jahre, aus Deir el-Zour, Syrien: «Ich erinnere mich an den Lärm der Bomben in Deir el-Zour». AP/AP / Muhammed Muheisen
Mayada Hammid, 8 Jahre, aus Hassakeh, Syrien: «Ich kann mich nicht an Syrien erinnern». AP/AP / Muhammed Muheisen
Hanan Khalid, 7 Jahre, aus Hassakeh, Syrien. AP/AP / Muhammed Muheisen
Mariam Aloush, 8 Jahre, aus Homs, Syrien: «Ich erinnere mich an unser Haus und an meine Schule. Ich möchte gerne dahin zurück». AP/AP / Muhammed Muheisen
Mohammed Bandar, 12 Jahre, aus Hama, Syrien: «Ich möchte Arzt werden, damit ich Menschen helfen kann». AP/AP / Muhammed Muheisen
Hammad Khadir, 3 Jahre, aus Hassakeh, Syrien. AP/AP / Muhammed Muheisen
Yasmeen Mohammed, 11 Jahre, aus Ost-Ghouta, Syrien: «Ich vermisse mein früheres Leben. Alles was ich will, ist wieder in meine Schule in Syrien zurückzugehen und meine Freunde wiederzusehen.» AP/AP / Muhammed Muheisen
Aya Bandar, 6 Jahre, aus Hama, Syrien. AP/AP / Muhammed Muheisen
Zahra al-Jassim, 10 Jahre, aus Hama, Syrien: «Ich träume davon, wieder nach Syrien zurückzukehren um meine Freunde Raghd, Halima und Najwa wiederzusehen». AP/AP / Muhammed Muheisen
Hiba So'od, 6 Jahre, aus Hassakeh, Syrien: «Ich möchte Lehrerin werden». AP/AP / Muhammed Muheisen
Mehr als 5000 freigelassene Kindersoldaten
Video: SRF / Roberto Krone
Das könnte dich auch interessieren: