Musks Cybertruck ist gescheitert – Tesla stellt Produktion ein
Tesla stellt die Produktion des Cybertrucks Mitte des kommenden Jahres ein. Damit sollen Kapazitäten für den Bau des Robotaxis Cybercab freigemacht werden. Dies gab Tesla-Chef Elon Musk am Freitag auf Twitter bekannt.
Der erfolglose Cybertruck wird somit nur rund dreieinhalb Jahre nach den ersten Auslieferungen eingestellt. Musks Begründung überzeugt allerdings nicht, denn der Cybertruck lastet Teslas Autofabrik in Texas bei Weitem nicht aus.
2025 konnte Tesla nur noch rund 20'000 Cybertrucks ausliefern, das sind weniger als zehn Prozent der geplanten Produktion. Tesla plante bis zu 250'000 Cybertrucks pro Jahr zu produzieren und Musk stellte den Investoren vor dem Marktstart in Aussicht, dass man die Produktionskapazität auf jährlich 500'000 Einheiten erhöhen könne.
Gestartet war der unkonventionelle Pick-up Ende 2023 mit über einer Million Reservierungen. Die allerwenigsten Vorbesteller kauften den Cybertruck danach.
Warum der Cybertruck scheiterte
Die Gründe für die Zurückhaltung der Kundschaft sind vielfältig: ein umstrittenes Design, eine fragwürdige Verarbeitungsqualität und eine geringe Reichweite. Der vielleicht wichtigste Faktor ist aber der zu hohe Preis. Die einst angekündigte Basisversion für 40'000 Dollar wurde nie produziert, weil die Produktionskosten in die Höhe schossen.
Tesla hatte beim Cybertruck zudem immer wieder mit Qualitätsproblemen zu kämpfen. Allein in den ersten beiden Produktionsjahren kam es zu acht Rückruf-Aktionen. Mal lösten sich Karosserieteile, mal konnte das Gaspedal einklemmen.
Dazu kommt, dass Elektroautos zwar in vielen Ländern boomen, sich in den USA aber immer schlechter verkaufen. Zuletzt fiel ihr Marktanteil in den USA auf 6 Prozent. Donald Trump hatte 2025 die Steuervergünstigungen für Elektrofahrzeuge auslaufen lassen und somit das Ende des Cybertrucks besiegelt.
(oli)
