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Jahresmedienkonferenz von Ikea Schweiz am Dienstag, 12. August 2014, in Zuerich. (PHOTOPRESS/Alexandra Wey)

Ein trügerisches Bild: Der Hund ist Fake und so leer ist es bei Ikea erst nach Ladenschluss. Bild: PHOTOPRESS

Mit iOS 11 kommen die Killer-Apps für Shopping-Fans und Einkaufs-Muffel

Möbel- und Einrichtungshäuser sind die Hölle, findet der watson-Redaktor. Die Chancen steigen, dass er nie mehr eins von innen sehen muss. Das Zauberwort lautet Augmented Reality.



Im Herbst kommt iOS 11. Und mit der neuen Software fürs iPhone und iPad kommen neue Apps, die unsere Welt auf den Kopf stellen. Apps für den Weltfrieden.

Gut, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber die neuen Apps haben ganz sicher das Zeug, emotionalen Stress zu vermeiden. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Stellen wir uns folgende Situation vor: Ein gemütlicher Samstagmorgen, da kommt die Partnerin (oder der Partner) auf die Idee, eine neue Lampe sowie ein grösserer Schrank müsse her.

Ein dringliches Anliegen, Widerstand zwecklos!

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Erinnerungen an den letzten «Ausflug» werden wach...

An IKEA employee assists two customers in getting the desired articles at the self-service store of home products retailer IKEA in Spreitenbach in the canton of Aargau, Switzerland, pictured on October 21, 2009. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Ein IKEA-Mitarbeiter hilft am 21. Oktober 2009 zwei Kundinnen im Selbstbedienungslager des Moebelhauses IKEA in Spreitenbach im Kanton Aargau bei der Auswahl der gewuenschten Artikel. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Bild: KEYSTONE

Statt Fluchtgedanken zu wälzen, greifst du entspannt zum iPhone (oder iPad) und öffnest die App des bekannten Einrichtungshauses. Gemütlich am Morgentisch klickt ihr durchs Sortiment und entdeckt einen prächtigen Kristallleuchter und ein unglaublich bequem aussehendes, aber sperriges Sofa.

Passt das in die Wohnung?

Ganz einfach! Du hältst das Apple-Gerät hoch und scannst mit der Kamera den Raum. Ein zwei weitere Klicks und auf dem Display erscheint das Sofa in der gewünschten Farbe.

Millimetergenau kannst du es in eurem virtuellen Wohnzimmer an den Ort «schieben», wo es die bessere Hälfte hinhaben möchte. Und das von den Fenstern einfallende Licht spiegelt sich im neuen Leuchter, der massstabgetreu an der Decke hängt.

Drei weitere Klicks und die Bestellung ist abgeschlossen und ihr könnte euch den Dingen widmen, die man samstags viel lieber tut als Shopping-Trips in die Agglomeration.

So fängt es jeweils an...

A customer draws a trolley with a shopping bag through the furniture house of home products retailer IKEA in Spreitenbach in the canton of Aargau, Switzerland, pictured on October 21, 2009. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Eine Kundin zieht am 21. Oktober 2009 einen Wagen mit einer Tragtasche durch die Moebelausstellung des Einrichtungshauses IKEA in Spreitenbach im Kanton Aargau. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Bild: KEYSTONE

Wer hat's erfunden?

Noch ist das oben Geschilderte Zukunftsmusik. Und bevor es nun Proteste hagelt, halten wir fürs Protokoll fest: Apple hat Augmented Reality nicht erfunden. Der iPhone-Hersteller setzt aber an, AR massentauglich und benutzerfreundlich zu machen.

Anfang Juni gaben die Kalifornier eine erste Vorschau auf iOS 11. Zu den wichtigsten Neuerung gehört «ARKit», das sind Programmier-Werkzeuge, um mit relativ wenig Aufwand leistungsfähige AR-Apps für das iPhone und iPad zu entwickeln.

Welch ungeheures Potenzial in AR-Anwendungen steckt, demonstrierte letzten Sommer Pokémon Go. Die virtuelle Monsterjagd mit dem Smartphone sorgte weltweit für Furore. Die Fans waren nicht mehr zu halten und die Entwicklerfirma Niantics, ein ehemaliges Google-Start-up, verdiente Milliarden.

epa05423890 A picture made available on 14 July 2016 shows man trying to catch a pokemon called 'Drowzee' with a pokeball using the 'Pokemon Go' augmented reality mobile phone app in front of the Brandenburg Gate in Berlin, Germany, 13 July 2016. The app has been available in German app stores since 13 July. The app allows users to collect pokemon and battle against each other.  EPA/ALEXANDER HEINL

Bild: EPA/DPA

Wie wir seit der WWDC wissen, arbeitet Ikea an einer AR-App, die den Online-Möbelkauf auf ein neues Level hebt. Kürzlich hat ein Manager des schwedischen Konzerns Details verraten. Und die sind nicht nur für Einkaufsmuffel vielversprechend.

An der Apple-Entwicklerkonferenz gab's eine kleine Vorschau auf die IKEA-App

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Video: YouTube/Jay Turner

Die Software-Entwickler experimentieren bereits fleissig mit Apples Augmented-Reality-Plattform. Über den Twitter-Account @madewithARKit werden Demos veröffentlicht.

Das gabs bereits!?

Ikea ist ein Vorreiter in Sachen Digitalisierung und neuen Technologien. Die innovativen Schweden kamen früh darauf, dass der legendäre Katalog nicht genügte, sondern dass sie auch auf den Smartphones der Kunden präsent sein müssen, um noch mehr Produkte mit skurrilem Namen zu verkaufen.

Seit einiger Zeit experimentiert eine ansehnliche Forschungs- und Ingenieurstruppe mit dem Einsatz von Augmented Reality wie auch mit Virtual-Reality-Anwendungen. 

Im Frühling lancierte Ikea eine App für das VR-Headset HTV Vive, wie Computerworld schreibt. Damit lassen sich virtuelle Rundgänge durch die Traumküche unternehmen.

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Mit VR-Brille kann man die neue Küche aus Kinderperspektive erkunden. bild: steampowered.com

Auch AR-Apps für Ikea-Möbel gibt es bereits seit Jahren. Den Anfang machten 2011 britische Studenten.

Dann ist die Decolabs-App (fürs iPad) zu erwähnen...

Mit der 2014er-Ausgabe seines Katalogs lancierte Ikea selbst eine AR-Anwendung für Mobilgeräte, mit der sich virtuelle Möbel in der Wohnung platzieren liessen.

Wie gesagt, das waren frühe Versuche. Mit iOS 11 werden AR-Anwendungen auf dem iPhone und iPad durchstarten. Nach der WWDC-Keynote tauchten erste Videos bei YouTube auf...

Die neuen AR-Apps werden nicht für ältere iOS-Geräte verfügbar sein

«Voraussetzung für den Einsatz von ARKit ist aktuelle Hardware, konkret ein iPhone oder iPad mit A9-Chip oder neuer. Dies ist beim Smartphone das iPhone 6s/6s Plus, iPhone SE und die iPhone-7-Familie. Beim iPad bedeutet dies ein iPad Pro oder das im März 2017 vorgestellte 9,7-Zoll-iPad.»

quelle: giga.de

Ein Problem bleibt

Das kann uns die beste AR-App nicht abnehmen...

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bild: shutterstock

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ovatta 21.06.2017 15:03
    Highlight Highlight Ich kaufe Ikea-Möbel nicht aus dem Katalog, sondern ausschliesslich im Brockenhaus.
    Wenn sie dort anstatt auf dem Sperrmüll landen, halten sie etwas aus! Dank Zollstock und Endo-AR weiss ich auch, ob sie in meine Wohnung passen!
    Und im Brockenhaus findet man auch oft richtige Schreiner-Möbel. Für diese sähe ich durchaus Vorteile durch AR.. um auszurechnen, wie man sie am besten durchs Treppenhaus bugsiert..
  • almlasdn 21.06.2017 09:11
    Highlight Highlight Shoppingfans = Konsumopfer
  • EpsilonGX TX 21.06.2017 07:56
    Highlight Highlight Unter dem Pokemon Go Bild:
    Steht Leven statt Level
    • @schurt3r 21.06.2017 08:25
      Highlight Highlight Danke, habs korrigiert.
  • rearwaste 21.06.2017 07:55
    Highlight Highlight Schön und gut, doch genau bei Möbeln möchte ich direkt anfassen können und die Qualität spüren. Bei Lampen jetzt nicht zwingend aber bei Schränken, Regalen und Tischen ist es doch wichtig zu fühlen, ob sie was aushalten. Bei Stühlen, Sofas (Sofen?) und Betten sowieso. AR mag vor allem in der Medizin und im Arbeitsalltag nützlich sein, doch für private Zwecke scheint mir die Realität noch einen Vorsprung zu haben.
    • owlee 21.06.2017 08:32
      Highlight Highlight Das schliesst den Nutzen der App ja nicht aus. Im Laden kannst du das Möbel anfassen und testen, mit der App siehst du, wie es sich im Raum machen würde. Ich würde die App eher als Unterstützung bei der endgültigen Entscheidung sehen, statt als Ersatz für den Besuch im Laden.
    • rearwaste 21.06.2017 10:38
      Highlight Highlight Völlig einverstanden, als Veranschaulichungstool scheint es tatsächlich geeignet. Aus dem Artikel lese ich jedoch heraus, dass der Abschluss damit von zu Hause aus erfolgt und nicht nur ein Vorsondieren. Diesen Punkt zweifle ich stark an.

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