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Das Vorbild für Swisscoms neues Ladenkonzept? «Apple Michigan Avenue.» bild: apple

Swisscom macht auf Apple und eröffnet Läden, in denen es angeblich nicht ums Geschäft geht

Der Schweizer Telekomriese eröffnet den ersten «Laden der Zukunft» in Basel. Die Produkte sollen in den Hintergrund treten.



Die Swisscom hat am Donnerstag zu einem speziellen Informationsanlass nach Basel eingeladen. Und zwar an die Marktgasse 11, wo der erste neuartige Swisscom-Shop steht.

Es werden fast schon revolutionäre Änderungen in Aussicht gestellt ... die Swisscom-Medienstelle schreibt:

«Im Zeitalter von Online steht der Detailhandel in einer Revolution. Swisscom eröffnet den ersten Laden der Zukunft in Basel, in welchem es nicht nur ums Beraten und Verkaufen geht, sondern wo Kunden sich treffen, reden, Neues herausfinden und Dinge entdecken. Weitere solche Shops werden in den nächsten Jahren in den grössten Schweizer Städten entstehen.»

quelle: medienmitteilung

Politiker und Medienschaffende können sich gemäss Einladung am 30. Mai, noch «vor der offiziellen Eröffnung», einen Eindruck verschaffen vom neuen Ladenkonzept. Was wir schon wissen, ist, woher es eigentlich stammt: von Apple.

Und zwar von der starken Frau im Top-Management des reichsten Konzerns der Welt: Angela Ahrendts.

Im Juni 2016 stellte die frühere Burberry-Chefin das neue Ladenkonzept des iPhone-Multis vor, die «nächste Generation im Apple Retail». Gut ein Jahr später doppelte sie nach. 

Als am neuen Hauptsitz in Cupertino das iPhone X vorgestellt wurde, verkündete die 57-jährige Retail-Chefin auf der Bühne, wie Stores zu «Marktplätzen» werden sollen.

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Strahlen für die Kamera: Angela Ahrendts besuchte eine «Today at Apple»-Session bei Apple Michigan Avenue. bild: apple

Die Shops, in die man geht, um einen Mac zu kaufen oder wegen eines kaputten iPhone-Displays zu feilschen, sollen viel mehr sein: «Sie sind Versammlungsorte», sagte Ahrendts.

Im Oktober 2017 eröffnete Apple in Chicago den ersten «Town Square» – der weltweit 497. Laden des Unternehmens. Der neue Prunkbau war die Wiedereröffnung des Flagship-Stores am gleichen Standort, an der North Michigan Avenue.

Gemäss dem Marketing-Sprech werden die Läden nicht mehr als Stores bezeichnet, sondern nur noch als «Apple». Das Verkaufen von Hardware soll völlig in den Hintergrund treten – weil ja eh schon die meisten Produkte online bestellt werden.

«Wir schaffen einen modernen Marktplatz, der jeden willkommen heisst. Einen Ort, an dem das Beste von Apple zusammenkommt, um sich untereinander auszutauschen.»

Angela Ahrendts, Apple-Managerin

Die Besucher erwartet eine Mischung aus Produkte-Showroom, Bildungsstätte und Treffpunkt für Jung und Alt. Natürlich gibts immer noch die hölzernen Präsentationstische fürs iPhone, iPad, die Apple Watch und Macs – und auch diese wurden ja von der Konkurrenz bereits bis ins letzte Detail kopiert.

Unter der Bezeichnung «Today at Apple» gibt es seit letztem Jahr Gratis-Workshops, die Themen wie Foto, Video, Musik, Kunst und Design, Programmieren, und einiges mehr behandeln.

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Bäume im Flagship-Store am Union Square in San Francisco. Apple will Kunden zum Verweilen animieren. bild: watson

Das vorrangige Ziel bleibe es, Produkte zu verkaufen, daraus mache Apple keinen Hehl, schrieb das «Manager Magazin». Mit dem neuen Design wolle der Konzern vor allem die Gefühle seiner Kunden ansprechen. «Mit der Umgestaltung zu einem Marktplatz sollen die Stores helfen, wieder eine menschliche Verbindung zwischen Kunden und der Marke herzustellen.»

Wie weit dies auch der Swisscom gelingt, wird sich zeigen.

Im Januar hatte barfi.ch berichtet, dass der neue Swisscom-Shop ein Café beinhalte. Damit wäre man den Kaliforniern sogar einen Schritt voraus. Zu trinken gibt's dort bislang nichts.

2001 eröffnete Steve Jobs in Kalifornien den allerersten Apple Retail Store

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Video: YouTube/vintagemacmuseum

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hierundjetzt 17.05.2018 19:41
    Highlight Highlight Das geht wieder schief. Weil Swisscom. Weil irgendein Gebastel. Weil bei denen alles was ausserhalb Kernkompetenz liegt schief geht.

    Beispiele? Siroop, Betty, iO, Cloud, Selbstfahrende Autos, Kitag, Telecom Hungaria, Fastweb usw...

    Migros, Coop oder Manor können das glaubwürdig durchziehen. Nicht ein Staatskonzern und Handyverkäufer.
  • Der Tom 17.05.2018 14:56
    Highlight Highlight Neulich im Apple Store: Hallo ich will genau diese eine Apple Watch, ok geh doch bitte dort zum Tisch es kommt bald jemand, 10 Minuten später kommt jemand und fragt welche Watch. Ja eben genau diese eine da. Ok ich lasse sie gleich kommen. 3 Minuten später bringt ein anderer Mitarbeiter genau diese eine Apple Watch. Ich kann bezahlen und gehen. Hoffentlich führt die Migros dieses System nie ein 🤪 Ich will Milch, ok bitte warte dort....
    • Filzstift 17.05.2018 15:20
      Highlight Highlight Lol, wenn was kaputt geht, weiss ich in der Migros, wohin ich gehen muss: Zum Informationsdesk.

      Im Apple-Laden (äh Store) dagegen, als das iPhone mal zuckte und ich es daher austauschen wollte, fühlte ich mich total verloren. Das einzige, was nach Informationsdesk aussah, war die "Genius Bar". Eine Bar, die für Genies oder was auch immer gedacht ist, ist sicher nicht das Richtige für Garantieangelegenheiten. Und suchte weiter.

      (schlussendlich musste ich einen der herumwuselnden Mitarbeiter ansprechen, irgendwie ging es dann)
    • @schurt3r 17.05.2018 16:20
      Highlight Highlight @Filzstift:
      Dann warst du wohl schon sehr lange nicht mehr im Apple Store? ;-)

      Wenn ich in Zürich reingehe, komme ich kaum bis zur Treppe, bevor ich nach meinem Anliegen gefragt werde...
    • Hierundjetzt 19.05.2018 13:19
      Highlight Highlight Werter Herr Schurter, Sie sehen aber bereits aus einem Kilometer Entfernung wie ein IT Mensch aus. Logisch hilft man Ihnen sofort.

      Ich kenne es anders und unterschreibe obige Kommentare sofort.

      1x und nie mehr.

      Bei der Swisscom wird einem sofort und umfassend und sehr seriös geholfen.

      Bei Apple habe ich immer so das unbestimmte Gefühl als sei ich im Kinderhort und hole meine Tochter ab.
  • El Vals del Obrero 17.05.2018 14:51
    Highlight Highlight PR-Neusprech-Moden:
    - "Wir sind kein Markplatz, wir sind ein Laden"
    - "Wir sind kein Laden, sondern ein Store" (geht das auch auf Englisch?)
    - "Wir sind kein Store, sondern ein Marktplatz" (oder "ein Apple")
  • fabsli 17.05.2018 14:46
    Highlight Highlight Klar. Weil wenn ich etwas wissen will, gehe ich an Versammlungen und schaue nicht zuerst bei Google oder Youtube nach.
    • Xargs 17.05.2018 16:14
      Highlight Highlight Als ex-schwizkomladä Mitarbeiter kann ich sagen: Längst nicht alle schauen kurz auf Google nach (obwohl es doch jetzt extra eine google.ch webseite gibt). Man steht lange an, verlängert die Wartezeit gleichzeitig weil man dieses und jenes grad nicht weiss. Beispiel: Daten auf SD-Karte kopieren, Klingelton umstellen, Gerät einschalten ("mis Grät geit nümme"), E-Mail einrichten (wissen dann die Zugangsdaten aber nicht), usw... Bei älterer Kundschaft kann ich es verstehen, die haben auch nicht immer jemanden zum Fragen, aber alle anderen haben mich dann doch schockiert mit diesen Fragen.
    • Snowy 17.05.2018 17:04
      Highlight Highlight Jeder, der schon mal in einem Callcenter gearbeitet hat, kann Xargs Aussage bestätigen.
  • aglio e olio 17.05.2018 13:25
    Highlight Highlight " ...in welchem es nicht nur ums Beraten und Verkaufen geht, sondern wo Kunden sich treffen, reden, Neues herausfinden und Dinge entdecken."
    Erweitertes Konsumerlebnis als Surrogat für soziale Ineraktion. Im Anschluss sind dann wieder alle einsam vor ihren Geräten.

    "Die Shops,... sollen viel mehr sein: «Sie sind Versammlungsorte»"
    "Mit dem neuen Design wolle der Konzern vor allem die Gefühle seiner Kunden ansprechen."
    "wieder eine menschliche Verbindung zwischen Kunden und der Marke herzustellen."

    Tönt schon irgendwie nach Kirche, oder? ;)
    • ProfKim 18.05.2018 22:37
      Highlight Highlight Vielleicht wird die Swisscom als neue Religion annerkannt, sollten sie genügend Anhänger haben?
  • iss mal ein snickers... 17.05.2018 13:19
    Highlight Highlight ...Wenn du 4h im Apple Store warten musst, bis dein Display ersetzt wird, dann würd ich auch von "Versammlungsort" sprechen....*Ironie off*
  • Scaros_2 17.05.2018 13:17
    Highlight Highlight Keine Bilder von dem neuen Shop?
    • @schurt3r 17.05.2018 14:34
      Highlight Highlight Doch, hier:
      Benutzer Bildabspielen
  • Chääschueche 17.05.2018 12:27
    • @schurt3r 17.05.2018 14:38
      Highlight Highlight Danke. Kam wohl nicht über den Status «Pilotprojekt» hinaus ...

      Und laut diesem Berliner Blogger liegt (gastronomisch) einiges im Argen:

      https://bit.ly/2GrZpjU
  • Donald 17.05.2018 12:11
    Highlight Highlight Verwirrung pur: Swisscom oder Apple?
    • @schurt3r 17.05.2018 12:26
      Highlight Highlight Swopple? 😜

Neue Studie zeigt: 33'000 Suizidversuche innert eines Jahres in der Schweiz

Die Studienautoren sind selber erstaunt, wie viele Befragte über Suizidversuche berichten. Am höchsten sind die Zahlen bei Menschen mit geringer Bildung und bei Alleinstehenden.

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