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Film-Still aus dem Deepfake-Video.

Ein Deepfake von Mark Zuckerberg geistert rum – darum wird's nicht gelöscht



Heutzutage verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Fiktion immer mehr: Mittels Deepfake-Technologie werden Fakevideos von berühmten Personen erstellt, die teilweise täuschend echt wirken.

Neuestes Beispiel: Derzeit macht ein Deepfake-Video von Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf Instagram die Runde. Im Video hält Zuckerberg eine unheimliche Rede über die Macht von Facebook.

Worum geht's im Video?

Im Fakevideo sagt Zuckerberg:

«Stell dir das kurz vor: Ein Mann, mit totaler Kontrolle über die gestohlenen Daten von Milliarden Menschen, aller ihrer Geheimnisse, ihrer Leben, ihrer Zukunft. Ich schulde alles Spectre. Spectre zeigte mir, dass wer die Daten kontrolliert, auch die Zukunft kontrolliert.»

Wer hat's gemacht?

Verantwortlich für das Video sind die beiden Künstler Bill Posters und Daniel Howe, in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur Canny. Das Video wurde mithilfe von Videomaterial aus dem Jahr 2017 gemacht. Mittels Deepfake-Technologie wurde dem Fake-Zuckerberg Worte ins Mund gelegt, die er so (öffentlich) nie gesagt hat.

Gegenüber CNN bestätigte der Mitgründer von Canny AI, Omer Ben-Ami, dass das Video von ihnen stamme. Es sei Teil einer Kunstinstallation namens Spectre, die am Sheffield Doc/Fest in Grossbritannien vom 6. bis 11. Juni ausgestellt ist.

Ein weiteres Video der Austellung zeigt Kim Kardashian:

«Scheiss auf Hater, ihre Daten haben mich reich gemacht.»

In dieser Kunstinstallation sind noch weitere Videos mit anderen Berühmtheiten zu sehen. Man wolle mit diesen Fakevideos darauf hinweisen, wie Technologie gebraucht werden kann, um Daten zu manipulieren.

Auch Donald Trump ist dabei:

Naja, hier ist's offensichtlich, dass es fake ist. Wir kennen seine Stimme wohl einfach zu gut.

Warum wird's nicht gelöscht?

Erst letzten Monat verweigerte Facebook, ein Deepfake-Video von der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, zu löschen. Im Video wurde eine Rede von Pelosi verlangsamt, damit es so wirkt, als ob sie nicht mehr fit wäre. Auch Donald Trump gehörte zu denen, die es weiterverbreiteten.

Das Fakevideo von Pelosi:

abspielen

Video: YouTube/CBS News

Obwohl Facebook wusste, dass das Video gefaked ist, löschten sie es nicht. Sie verminderten lediglich die Sichtbarkeit, damit es in den Newsfeeds weniger oft gesehen wird. Begründet wird dies wie bei Pelosis Fall mit dem Hinweis, dass das gefakte Video gegen keine Richtlinien von Facebook verstossen würde.

Damals sagte Neil Potts, Facebook-Chef für öffentliche Policy, dass falls jemand ein Fakevideo von Mark Zuckerberg hochladen würde, es ebenfalls online bleiben würde.

Und tatsächlich: Gegenüber «The Verge» sagte ein Facebook-Sprecher:

«Wir behandeln diesen Inhalt genau gleich wie alle Falschinformationen auf Instagram. Falls Drittparteien es als gefälscht melden, werden wir es von Instagrams Feed ‹Explore› und von Hashtag-Seiten filtern, damit es weniger oft gesehen wird.»

Dass das Video nicht gelöscht wird, begründet Facebook wie bei Pelosis Fall mit dem Hinweis, dass das gefakte Video gegen keine Richtlinien von Facebook verstossen würde.

Ob es online bleibt, wird sich zeigen. Denn: Der Fernsehsender CBS verlangt von Facebook, dass das Video gelöscht wird. Ihr CBSN-Markenzeichen werde unerlaubt verwendet. (jaw)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Andre Bossard (1) 12.06.2019 17:01
    Highlight Highlight Extrem schlecht gemacht. Nicht mal richtig Lippensynchron. Nicht beeindruckt.
  • fifiquatro 12.06.2019 13:09
    Highlight Highlight Ein Deepwas?
    • Statler 12.06.2019 17:45
      Highlight Highlight Eine Methode, um Videos einer Person herzustellen, die so nie stattgefunden haben.
      Dazu wird ein Algorithmus mit Bildern der entsprechenden Person gefüttert, der diese danach in das Video einfügt. Mittels Motion-Tracking wird das Gesicht einer beliebigen Person gefilmt und die Mimik dann auf das gefälschte Video übertragen. Funktioniert z.T. schon fast in Echtzeit.
  • Nony 12.06.2019 13:06
    Highlight Highlight Offensichtlich ist ein gewisser Herr Zuckerberg aus den USA wesentlich besser darin, seine eigene Medizin verpasst zu bekommen, als ein gewisser Herr Glarner aus dem Aargau
  • Nkoch 12.06.2019 11:51
    Highlight Highlight wenn ich heute nicht schon 3x gek**** hätte... EINFACH KEINE NIPPEL! die sind böse
  • Avenarius 12.06.2019 11:22
    Highlight Highlight Zuckerschlecker sagt doch die Wahrheit über Spectre (alias facebook).
  • EvilBetty 12.06.2019 10:37
    Highlight Highlight Das Video von Zuckerberg ist schon noch sehr tief im uncanny valley. Jedoch ist das von Kim Kardashian grossartig gemacht, bis auf die kleine Sequenz in der sich Ihre Nasenspitze bewegt, als liesse sich dies mit einem Muskel bewegen.
  • Lizzy_La 12.06.2019 10:13
    Highlight Highlight Und irgendwann wachst du mit Mark Zuckerberg in deinem Bett auf, weil du vergessen hast ein Kontrollkästchen abzuwählen 🧐
  • El Pepedente 12.06.2019 09:33
    Highlight Highlight schade das ds fake video nicht fake meinungen zeigt und der real mark nur fake labbert 0o
  • seesicht 12.06.2019 09:18
    Highlight Highlight Ich denke, wir sollten uns langsam aber sicher überlegen, das Verbreiten von Falschinformationen zur Straftat zu erklären ...
    • Charlie Runkle 12.06.2019 09:28
      Highlight Highlight Das waren ja keine Falschinformationen.
    • Slavoj Žižek 12.06.2019 10:04
      Highlight Highlight Ach, und prüfen tuts dann das Wahrheitsministerium?
    • Amenokal 12.06.2019 13:20
      Highlight Highlight Alle Medien haben schon falsche Informationen verbreitet. Sind das alle Straftäter?
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