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Mark Zuckerberg hat ein Monster geschaffen, das nicht zu zähmen ist

Interne Facebook-Dokumente zeigen, wie das weltgrösste «soziale» Netzwerk gegen abscheuliche Inhalte und asoziale Tendenzen kämpft. Ein aussichtsloses Unterfangen.



Wann wurde Mark Zuckerberg zum ersten Mal bewusst, dass er ein Monstrum geschaffen hat? Und wie wird er es dereinst seiner Tochter Max (sie ist erst 2) erklären?

Folter, Mord und Missbrauch. Selbstverstümmelungen und Tierquälerei. Gewaltverherrlichung und übelste Pornografie.

Zu jeder Tages- und Nachtzeit. In Grossaufnahme. Slow Motion. Und immer öfters live. Vor laufender Kamera.

Nein, Facebook ist kein «soziales» Netzwerk mehr. Daran werden 3000 zusätzliche Kontrolleure wenig ändern.

Das ganze Ausmass ist schlimmer, als wir bereits wussten, respektive annehmen mussten. Dies belegen interne Dokumente, die dem Guardian zugespielt wurden.

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Die britische Zeitung hat die «Facebook Files» am Sonntag in einer Artikel-Serie publik gemacht. screenshot: guardian

Was Facebook löscht, und was toleriert wird...

Entlarvend sind die schriftlichen Anweisungen an die «Content-Moderatoren», wie sie mit konkreten Aufrufen zu Gewalt umgehen sollen. Löschen oder nicht?

Demnach soll man nicht dazu aufrufen dürfen, Trump zu erschiessen. Hingegen ist es zulässig, detailliert zu beschreiben, wie man «einer Schlampe das Genick bricht»...

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Bei allen beanstandeten, respektive problematischen Inhalten sollen die Moderatoren den Kontext beachten. Dies erschwert die rasche Beurteilung – und führt zwangsläufig zu Fehlern.

Ein Beispiel: Das folgende Foto eines gequälten Hundes sei absolut ok, das Video muss lediglich als «verstörend» gekennzeichnet werden, um Betrachter zu warnen.

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Auszug aus internen Schulungsunterlagen. screenshot: guardian

Ein weiteres «Minenfeld» ist der Umgang mit Usern, die sich selber verletzen oder gar einen Suizid planen. Die Süddeutsche Zeitung, die die Dokumente einsehen konnte, schreibt zur umstrittenen Video-Live-Übertragung (Facebook Live):

Facebook möchte Nutzern auch in Zukunft erlauben, solche Handlungen live zu streamen. Nutzer posten selbstzerstörerische Inhalte als Hilfeschreie – diese zu entfernen könnte verhindern, dass sie gehört werden, heisst es. Man habe diese Richtlinien mit Experten entwickelt. Für die Sicherheit der Betroffenen sei es das Beste, wenn sie live mit ihren Zuschauern in Kontakt bleiben könnten (...).

Im Zweifelsfall: nichts tun

Viele der Facebook-Angestellten sind offenbar im Umgang mit entsprechenden Postings unsicher, darum werden laut den britischen und deutschen Medienberichten in den Schulungsunterlagen häufig gestellte Fragen aufgeführt. Wie etwa: «Ich bin mir nicht sicher, ob die Person wirklich unsere Hilfe braucht, was soll ich tun?» – Die Antwort: «Wenn es nicht offensichtlich ist, dass sie Hilfe brauchen, ignoriere den Inhalt einfach.»

Oder anders ausgedrückt: Im Zweifelsfall gar nichts tun und darauf hoffen, dass andere Facebook-User reagieren und bei besorgniserregenden Beobachtungen aktiv werden.

Ausser Kontrolle

Ich will hier nicht weiter auf die Facebook-Regelungen eingehen. Denn sie verdeutlichen vor allem eines: Der US-Konzern wird die Probleme auf absehbare Zeit nicht in den Griff bekommen. Das sehen offensichtlich auch Unternehmens-Insider so.

«Facebook hat die Kontrolle über seine Inhalte verloren. Es ist zu schnell zu gross geworden.»

So zitiert der «Guardian» eine nicht namentlich genannte Quelle. quelle: guardian

Die «Süddeutsche Zeitung» (SZ) erinnert in ihrem aktuellen Bericht an die Leidtragenden, die als menschliche Facebook-Filter arbeiten, um unseren Aufenthalt in der Social-Media-Blase möglichst angenehm und störungsfrei zu gestalten...

«Eine Recherche des SZ-Magazins deckte im vergangenen Dezember auf, dass allein in Berlin 600 Menschen beim Dienstleister Arvato angestellt sind, die im Auftrag von Facebook Inhalte prüfen und löschen. Sie leiden unter ihren Arbeitsbedingungen, arbeiten für ein Gehalt knapp über dem Mindestlohn und erhalten wenig psychologische Unterstützung. Die wäre nötig, da viele der Mitarbeiter regelmässig Fotos und Videos von Folter, Mord oder Kindesmissbrauch sichten müssen.»

quelle: sueddeutsche.de

Verbieten?

Facebook lässt uns in menschliche Abgründe blicken, so wie dies jede Internet-Plattform tut, die frei zugänglich ist. «Wo ist das Problem?», werden hartgesottene User fragen.

In diesem früheren Meinungsbeitrag habe ich Facebook kritisiert und gefordert, Live-Videoübertragungen einzuschränken.

Das stiess bei einigen Lesern auf Unverständnis. watson-User Pana kommentierte, dass es keine Zauberformel gebe.

«Willst du Autofahren verbieten, weil es Betrunkene und Raser gibt? Missbrauch hat es immer gegeben, und wird es immer geben. Dafür von Facebook eine Zauberformel zu erwarten, ist absurd.»

Abgesehen davon, dass ich es begrüssen würde, wenn man betrunkene und rasende Lenker noch härter anfasst: Verbote sind meiner Meinung nach nicht angebracht. Wir sollten Facebook aber auch nicht mit dem Autofahren vergleichen.

Facebook ist kein an sich neutrales Transportmittel, sondern ein US-Konzern, der mit personalisierter Werbung Milliarden verdient, aus monetären und juristischen Gründen in Irland sitzt und nur widerstrebend die hiesigen strengeren Datenschutzbestimmungen beachtet und umsetzt.

Als börsenkotiertes Unternehmen ist Facebook seinen Aktionären verpflichtet. Selbst wenn Postings gegen nationale Gesetze verstossen, braucht es häufig zusätzlichen Druck, bis reagiert wird. Davon können Betroffene ein Lied singen.

Mord ist Mord

Facebook wolle erklärtermassen die Meinungsfreiheit so hoch wie möglich halten, uns so wenig wie nötig einschränken, schreibt die NZZ in einem lesenswerten Beitrag (Titel: Warum für Facebook Mord nicht gleich Mord ist). Diese Maxime mache Facebook so attraktiv für seine Nutzer. Und darauf wiederum gründe letztlich das Geschäftsmodell des Konzerns.

Illustriert wird dies ausgerechnet durch das tragische Schicksal einer Mutter in Thailand, die bei Facebook Live verfolgen musste, wie ihr eigenes Kind vom Freund getötet wurde.

Ein solches Business mag weiterhin sehr viel Geld einbringen. Immerhin können die meisten von uns selber entscheiden, ob sie es durch ihre wertvolle Zeit «mitfinanzieren».

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    Alle Leser-Kommentare
  • D(r)ummer 23.05.2017 09:15
    Highlight Highlight «Facebook hat die Kontrolle über seine Inhalte verloren. Es ist zu schnell zu gross geworden.»

    Das Zitat ist ein bisschen unglücklich formuliert.
    Kontrolle über anstössige Inhalte hätte es besser getroffen...
    • HAL9000 23.05.2017 15:18
      Highlight Highlight Nein, nein, das passt so schon. Betrachte es einfach anders ;)
  • Theor 23.05.2017 08:32
    Highlight Highlight Facebook ist doch nicht das Monster. Es übt weder Vergewaltigungen noch Morde aus.

    Die weitaus treffendere, wenn auch schmerzhaftere Wahrheit ist, dass Facebook uns unmissverständlich den Spiegel vors Gesicht hält. Wir sind keine zivilisierten, sozialgeprägte Lebewesen, sondern in Tat und Warheit schockierend wilde, bestialische Kreaturen. Wir sind Täter und Voyeure, wir missbrauchen gute Aktionen (Gratisessen des Pizzaladens) und suchen den Kontakt mit Minderjährigen über Internet.

    All das steckt in manchen von uns. Das Monster steckt in uns, nicht in der Technologie.
  • Midnight 23.05.2017 07:23
    Highlight Highlight @Watson Ich glaube, ihr verwechselt da was. Im Untertitel des Bildes steht "call for action". Wie ich das sehe, bedeutet ein rotes Kreuz, keine "action" nötig, ein grüner Haken hingegen, dass eine "action" notwendig ist. Umgekehrt macht es einfach keinen Sinn.
    • @schurt3r 23.05.2017 07:39
      Highlight Highlight Nein.
      Auch wenn es äusserst fragwürdig ist, stimmt es so. Das rote Kreuz bedeutet Löschen.

      Den US-Präsidenten darf man nicht bedrohen, «normale» Menschen hingegen schon...
    • Alex_Steiner 23.05.2017 09:02
      Highlight Highlight
      Play Icon
  • elivi 23.05.2017 00:45
    Highlight Highlight Facebook und Meinungsfreiheit? Also die Meinung von FB vor allem denn ... Was im Nationalmuseum ausgestellt wird ist für FB zensurwürdig, aber eine Anleitung und Aufruf zum Mord ist wieder voll ok, ausser das Opfer nennt sich Trump? Wtf?
  • kiwitage 22.05.2017 22:18
    Highlight Highlight Ich muss es jetzt trotzdem sagen.
    Finde das Titelbild echt unmöglich.
    Konnte man da nicht ein Anderes verwenden?
  • _kokolorix 22.05.2017 22:10
    Highlight Highlight Mal ehrlich, FB ist eine gigantische Zeitvernichtungsmaschine, die niemand wirklich braucht. Die Inhalte sind einfach lächerlich banal, und durch die Zensur werden sie noch unbedeutender. Der einzige Zweck, den FB zu erfüllen hat, ist, Zuckerberg und seinen Mitaktionären Millionen leichtverdientes Geld in die Kasse zu spülen. Dafür nehmen diese brutales Mobbing an den schwächeren Charakteren wohlwollend in Kauf, bringen doch die halbschlauen, sensationsgeilen Gaffer den erwünschten Gewinn.
    • Nick Name 22.05.2017 22:33
      Highlight Highlight Ich bin der Letzte, der Facebook verteidigen wird. Die Führung dieses Unternehmens nimmt gemessen an seiner enormen Macht sträflich viel zu wenig Verantwortung wahr. Ich wäre glücklicher, gäbe es Facebook (und Vergleichbares) nicht.
      Trotzdem: Pauschal bloss zu sagen, "die Inhalte sind einfach lächerlich banal", ist genauso Blödsinn wie beispielsweise zu sagen, Facebook macht alles richtig.
    • _kokolorix 23.05.2017 06:37
      Highlight Highlight Hast du schon je etwas Wesentliches über FB erfahren? Es ist Klatsch und Tratsch, nichts weiter. Kein Mensch benutzt FB für was wichtiges. Es sind die gleichen Bildli und Filmli, welche zehntausendmal wiederholt werden, mit Kommentaren wie 'hesch gseh?' oder 'muesch mau luege'. Dazu kommen Zitate wie aus Glückskeksverpackungen und Angebereien jeder Art. Die einzigen die ernsthaft damit arbeiten sind Rechts- und Linksextreme, sowie die Pädophilenszene und Betrüger jeder Couleur.
      Ich sage das nicht bloss, ich schaue mir das immer wieder mal an, um mir eine Meinung bilden zu können.
    • Nick Name 23.05.2017 07:32
      Highlight Highlight Zur Frage am Anfang: ja. (Was ist schon "wesentlich"?) Zum zweiten Satz: nein.
      Und "Kein Mensch benutzt FB für (...)": Damit eine solche Aussage nicht fake bzw. gelogen ist, müsstest du JEDEN FB-User und alle seine/ihre Absonderungen auf FB kennen. Ich glaube nicht, dass das mit "ich schaue mir das immer wieder mal an" abgedeckt ist.
  • jdd2405 22.05.2017 21:11
    Highlight Highlight Jedes soziale Netzwerk ist nur ein Spiegelbild der Gesellschaft. Was die Menschen im Verborgenen denken, kommt in der Anonymität zum Vorschein.
    • demian 23.05.2017 05:33
      Highlight Highlight Schön gesagt!
    • _kokolorix 23.05.2017 06:50
      Highlight Highlight So etwas wie Anonymität ist in der menschlichen Psyche nicht vorgesehen. Der Mensch hat sich über viele Jahrtausende optimal an das Leben in kleinen sozialen Gruppen angepasst. Die Möglichkeit jemanden schlechtzumachen oder auszunutzen ohne dafür geradestehen zu müssen, ohne die Folgen sehen zu müssen, überfordert den Menschen. Bereits in kleinen Dörfern mit wenigen hundert Leuten, gibt es immer ein paar, allerdings bekannte, Klatschmäuler, welche sich mit dem Kleinreden anderer besser stellen wollen als sie sind.
      Das Internet ist eine gigantische Grossstadt, ohne Polizei und soziale Kontrolle.
  • Mumped 22.05.2017 20:19
    Highlight Highlight Mit diesen neuen Gesetzen wird Facebook wohl viel Geld dafür investieren, seine KI schleunigst so weiterzuentwickeln, dass sie mindestens genauso gut wie jeder menschliche Moderator erkennt, was bleiben darf und was weg muss. Google schafft es ja schon bei Bildern, besser als Menschen entscheiden zu können, was auf dem Bild zu sehen ist. Der Sprung zu Videos ist da nicht so groß. Da Facebook wirklich viel Geld zur Verfügung hat, gehe ich mal davon aus, dass es in etwa zwei bis drei Jahren soweit ist, und schon haben diese tausenden Angestellten keinen Job mehr. Moll
    • alles auf rot 22.05.2017 20:38
      Highlight Highlight Es geht hier ja nicht immer nur darum, was auf den Bildern zu sehen ist, sondern um den Kontext. Nehmen wir doch das oben abgebildete Bild mit dem armen gequälten Hund. Wurde es gepostet, um gegen die Misshandlung zu protestieren, bzw. darauf aufmerksam zu machen, oder wurde es gepostet, weil irgend ein kranker Sadist Freude daran hat? Reine Bilderkennungsalgorithmen reichen hier nicht aus.
    • Tschedai 22.05.2017 20:49
      Highlight Highlight Naja KI bringt nicht viel, wenn Aufrufe wie "Let's beat up fat kids" oder "apply all pressure to the middle of her throat" toleriert werden.
    • _kokolorix 23.05.2017 07:46
      Highlight Highlight Wer glaubt eine KI könnte die Abgründe der menschlichen Psyche in Griff bekommen, könnte nicht falscher liegen. Solange ein Grossteil der Menschen glaubt es sei normal, dass man sich auf Kosten anderer bereichert und das dafür jedes Mittel gerechtfertigt ist, welches nicht ausdrücklich verboten ist, wird sich nichts ändern. FB ist bloss ein Abbild unserer Gesellschaft und verändert selbst nichts daran. Es ist eine Plattform für das Belanglose, Verletzende, Blossstellende und Kriminelle, welches von der weitgehenden Anonymität profitiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Str ant (Darkling) 22.05.2017 20:07
    Highlight Highlight Kommt halt davon wenn man sich nur auf pöse pöse Brüste stürzt, statt auf wirklich schädliche Inhalte.
  • The Origin Gra 22.05.2017 19:59
    Highlight Highlight Die Geister, die ich rief, werde ich nicht mehr los.
  • Professor Chaos 22.05.2017 19:51
    Highlight Highlight Bin sicher der allerletzte der Facebook in Schutz nimmt. Aber da kommen Tierquäler-Videos und die Leute reagieren mit einem weinenden Smiley oder teilen es sogar mit eindrucksvollen Kommentaren wie "Ich würde mit denen das gleiche machen", und prompt hat man es wieder mit hunderten Leuten weitergeteilt. Da fragt man sich, wer blöder ist: Die Facebook-Richtlinien oder die Benutzer.
  • RescueHammer 22.05.2017 19:50
    Highlight Highlight Zum Glück hatte ich nie Facebook! Und das wird so bleiben!
    • Tschedai 22.05.2017 20:50
      Highlight Highlight Da hast du nichts verpasst. Facebook verkommt zu einem Altenheim. Leute unter 30 nutzen Facebook je länger je weniger.
    • draco volans 22.05.2017 21:55
      Highlight Highlight Dann kannst du ja hier gar nicht mitreden.
  • Imfall 22.05.2017 19:42
    Highlight Highlight solche abartigen inhalte sollten nicht einfach nur gelöscht werden, sondern deren autoren und verbreiter gleichzeitig zur rechenschaft gezogen werden!

  • Sensenmaa 22.05.2017 19:22
    Highlight Highlight Zum Glück habe ich schon lange kein FB mehr.
    • LazyDave 22.05.2017 19:45
      Highlight Highlight Meine Worte..
  • Mnemonic 22.05.2017 19:12
    Highlight Highlight "Nur ein Philosoph kann das Leid der Welt aus eigener Erfahrung erkennen und für die anderen beschreiben. Ein Mensch unter 50 kann kein Philosoph sein." A.R. Tannier
    • Yelina 22.05.2017 20:59
      Highlight Highlight Schön, wenn man eine tolle Kindheit hatte und auch sonst nicht viele Probleme im Leben... Aber z.B. ein missbrauchtes Kind wird vielleicht etwas anderes sagen.
  • Olaf! 22.05.2017 19:10
    Highlight Highlight Find ich schön, dass auch Facebook erkennt, dass man den seelenlosen Ginger nur mit Gewalt beikommen kann.

    Noch kurz ernsthaft, auf Facebook hat es abgefu**te Bilder und Videos? Genau wie sonst überall im Internet auch? Was ist jetzt das Monster? Facebook, das Internet oder der Mensch?
    • Normi 22.05.2017 19:21
      Highlight Highlight Der Mensch, solange dieser weiss, dass er/sie nicht erwischt/erkannt wird.
  • Wolf2000 22.05.2017 19:02
    Highlight Highlight Einfach nicht dabei sein und man hat keine Probleme.
    • Meitschi 22.05.2017 20:42
      Highlight Highlight Ja, das sagst du ja auch zu Krieg, Hunger, Epidemien, Diktaturen, Naturkatastrophen, oder?
    • Wolf2000 23.05.2017 06:21
      Highlight Highlight Für das gibt es die Zeitung und die Notfallnummern.
  • Likos 22.05.2017 18:52
    Highlight Highlight Ich fände es zugegeben weit bedenklicher , wenn Facbook seine 2 Milliarden User tatsächlich kontrollieren könnte.
    • Michael Mettler 22.05.2017 21:37
      Highlight Highlight Facebook tut dies. Du kannst also Bedenken haben. Es wird bereits daran geforscht wie FB unsere Emotionen kontrollieren und manipulieren kann. Wenn sie es beim Einkaufsverhalten geschafft haben...
  • Pana 22.05.2017 18:52
    Highlight Highlight Das Monster hat nicht Zuckerberg geschaffen. Das Monster heisst "Mensch + Internet". Problematische Inhalte online gab es schon vor Facebook und würde es auch nach Facebook geben. Dass Facebook zu gross zum Kontrollieren geworden ist, ist wohl richtig. Aber wie bereits im Artikel von einem weisen Mann zitiert wurde, eine Zauberformel dafür zu finden, ist unrealistisch.

    Aus persönlicher Erfahrung kann ich ausserdem noch nachreichen, dass problematische Inhalte heutzutage eher über Whatsapp (selber Besitzer, ich weiss) geteilt werden, anstatt auf Facebook oder anderen Online-Portalen.
    • Wolf2000 22.05.2017 19:04
      Highlight Highlight Genau. Es ist eigentlich der " Spiegel" der ( verrückten) Menschheit.
    • @schurt3r 22.05.2017 19:19
      Highlight Highlight Gern geschehen, Pana! ;-)

      «Too big to fail» hat bei den Banken zu skandalösen Entscheiden/Fehlentwicklungen geführt.

      Das darfs hier nicht geben... Die geltenden Gesetze müssen durchgesetzt werden, auch wenn dies die Unternehmen viel mehr Geld kostet.
    • Amboss 22.05.2017 20:32
      Highlight Highlight @Pana: Es geht doch darum: Facebook will de Füfer, s Weggli und die Bäckersfrau.
      Die wollen alle Rechte (Daten, Informationen, Bildrechte) aber keine Pflichten (Prüfen, ob Gesetze eingehalten sind)

      Jedes Bild, das jemand hochlädt, gehört Facebook mit allem, was man damit machen kann.
      Aber dafür Verantwortung übernehmen? Nein, danke

      Das geht einfach nicht. Da kann man ruhig mehr verlangen von Facebook
  • What’s Up, Doc? 22.05.2017 18:46
    Highlight Highlight Wie Daniel schon schreibt, Facebook hat wirklich ein Monster erschaffen.
    Wie soll man solche Datenmengen täglich prüfen?

    Facebook verfügt über 100 Millionen Stunden an Videozeit, 350 Millionen Fotos und das jeden Tag.

    Quelle: https://www.brandwatch.com/de/2016/05/47-facebook-statistiken-fuer-2016/
    • Nick Name 22.05.2017 22:46
      Highlight Highlight Und FB verfügt über Millionen Dollars.
      Wie soll man solche Geldmengen täglich ausgeben?
  • Amanaparts 22.05.2017 18:28
    Highlight Highlight Facebook kanns nicht richten. Das Gesetz aber schon. Einfach E-authentication per Gesetz einführen. 90% der Probleme werden verschwinden.
    • The Destiny // Team Telegram 22.05.2017 20:04
      Highlight Highlight Ja und 50% der user auch lol
    • Amanaparts 22.05.2017 20:08
      Highlight Highlight Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Welchen Nutzen hat ein anonymer rechtsfreier Raum? Damit meine ich das Internet generell. Jeder kann soviele Sandburgen bauen wie er will ohne dabei jemanden rassistisch zu beleidigen oder Frauen und Kinder zu missbrauchen. Oder gehört das zum Sändele dazu?
    • Amanaparts 22.05.2017 20:41
      Highlight Highlight Nein. Daran ändert auch dein persönlicher Angriff aus Mangel an Argumenten nicht. Missbrauch durch Kriminelle User, Sockpuppet Accounts etc. ist real und stellt heute eine ernste Gefahr dar. Wer dies in irgend einer Weise verharmlost oder verteidigt, hat den Einfluss vom Internet auf unsere Gesellschaft nicht kapiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 22.05.2017 18:22
    Highlight Highlight Was mich noch interessieren würde: In letzter Zeit lese ich hier viele kritische Kommentare zu Facebook (was ich durchaus begrüsse). Gleichzeitig ist Facebook Connect auf jeder Seite eingebunden und der "Teilen"-Button ebenfalls.

    Gibt es Überlegungen dazu? Oder sind Redaktion und Webdesign komplett getrennt?

    Wenn man aus wirtschaftlichen Gründen nicht auf die "Teilen"-Funktion verzichten kann, könnte man die "zwei Klick"-Variante einsetzen: https://www.heise.de/extras/socialshareprivacy/ So würden nur Daten zu FB übertragen, wenn jemand den Artikel teilen will.
    • The Origin Gra 22.05.2017 20:03
      Highlight Highlight Money Rules
      Selbst grosse Medienhäuser kommen um Google und FB nicht mehr herum, um Leute erreichen zu können.
      Werbung auf FB wird heute als unabdinglich abgetan, Google als Suchmaschine resp. Hochplatzierte Einträge auch.

      Meiner Meinung nach wurde die Chance vertan, rechtzeitig Gegensteuer zu geben.


  • Madison Pierce 22.05.2017 18:17
    Highlight Highlight Facebook hat das Problem, dass es selbst für Ordnung sorgen muss. In Webforen gab es schon immer unangebrachte Inhalte, aber die wurden schnell entfernt, weil langjährige Mitglieder zu Moderatoren wurden.

    Zudem sind die Regeln so kompliziert, weil man es allen recht machen soll. Ein nacktes Kind kann verbotene Pornografie sein, aber auch ein historisches Foto vom Vietnamkrieg. Ein Hakenkreuz kann von Neonazis verwendet werden, oder aber in einer Geschichtsgruppe. Brüste können Pornografie sein, oder das Stillen zeigen... (Da wurde Facebook ja schon für Löschungen kritisiert.)

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