Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04098789 WhatsApp message app's co-founder, Jan Koum, delivers a speech as he takes part in a debate held in the sidelines of Mobile World Congress in Barcelona, northeastern Spain, 24 February 2014. Koum announced WhatsApp will introduce voice calls in the year's second quarter. Mobile World Congress, the world's most important exhibition in the mobile industry, will gather from 24 to 27 February around 1,700 exhibitors from 205 countries from around the world.  EPA/ALBERTO ESTEVEZ

«Unser Ziel ist es, dass jeder Smartphone-Kunde WhatsApp nutzt», sagte WhatsApp-Gründer und Neo-Milliardär Jan Koum am Mobile World Congress in Barcelona. Bild: EPA/EFE

Konkurrenz für Skype und iO

WhatsApp bietet bald auch Telefongespräche an

Bis Ende 2014 kann man mit WhatsApp telefonieren. Bei der Swisscom bleibt man gelassen, ihr Messenger iO bietet diese Funktion bereits. 



Dies kündete WhatsApp-Mitgründer Jan Koum am Montag auf der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona an. Sonst werde nach dem spektakulären Verkauf der Firma an Facebook alles bleiben wie es ist, versicherte Koum. «Ich denke, die grundsätzliche Botschaft ist, dass sich unsere Pläne nicht ändern.»

«Unsere Mission ist es, sicherzustellen, dass Menschen einfach kommunizieren können, egal wo sie sind», sagte Koum. Mit der Sprachfunktion macht WhatsApp etablieren Telekom-Konzernen und Online-Diensten wie Skype Konkurrenz.

Anwendungen wie WhatsApp dienen vielen Menschen als Ersatz für SMS. Ein ähnlicher Dienst aus Südkorea namens Kakao wird von 93 Prozent der dortigen Smartphone-Besitzer genutzt, sagte Kakao-Chef Sirgoo Lee in Barcelona. Insgesamt nutzten 130 Millionen Menschen Kakao.

WhatsApp-Chef Koum versucht Sorgen zur Datensicherheit zu zerstreuen

Facebook kündigte vergangene Woche den Kauf des Kurznachrichten-Dienstes für insgesamt 19 Mrd. Dollar an. «Letzte Woche habe ich eine Facebook-Freundschaftsanfrage angenommen», scherzte Koum.

Er betonte, dass WhatsApp weiterhin unabhängig arbeiten werde. «Die Partnerschaft von Mark (Zuckerberg) und mir wäre nicht zustande gekommen, wenn wir uns nicht bei der Vision für das Produkt einig wären», sagte er. Die App solle einfach gestaltet bleiben.

Sorgen um den Schutz von Nutzerdaten versuchte Koum zu zerstreuen. «Als Firma wollen wir so wenig wie möglich über unsere Nutzer wissen», wiederholte er frühere Beteuerungen.

Auf die Frage, was Facebook von dem Kauf habe, verwies Koum auf die hohen Nutzerzahlen von WhatsApp. Der Dienst habe inzwischen 465 Millionen Nutzer pro Monat. Vergangene Woche war noch von rund 450 Millionen die Rede. «Unser Ziel ist es, dass jeder Smartphone-Kunde WhatsApp nutzt.» Die Anzahl der Nutzer aus Indien, Brasilien und Russland nehme derzeit stark zu. (mbu/sda/dpa)

Die Swisscom bleibt gelassen

«Die Swisscom rechnet wegen WhatsApps jüngster Ankündigung nicht mit einer Trafficexplosion im Datennetz», sagt Mediensprecher Olaf Kunz auf Anfrage von watson. Der wichtigste Treiber seien Streaming-Dienste. «Diese machen heute bereits 65% des gesamten Datenverkehrs aus», so Schulze.

Grundsätzlich sei man «neugierig» auf die Funktionserweiterung von WhatsApp, sehe der Ankündigung aber «gelassen» entgegen.

Mit iO bietet die Swisscom bereits einen eigenen WhatsApp-Klon an, mit dem sich auch telefonieren lässt. Die Swisscom sieht den Vorteil von iO gegenüber WhatsApp darin, dass alle persönlichen Daten auf Schweizer Servern liegen, das persönliche Adressbuch von Swisscom nicht heruntergeladen wird und in Zukunft auch Festnetznummern integriert werden. Zudem seien dann nicht nur Nutzer der Community erreichbar, sondern weltweit alle Fest- und Mobilfunkanschlüsse. (mbu/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Donald 24.02.2014 17:21
    Highlight Highlight Schon das erste Feature von Facebook Messenger wird übernommen :)
  • Snozzlebert Crackerdong 24.02.2014 16:41
    Highlight Highlight Mit Viber, Hangouts und co kann man das ja schon lange. Da hinken die Herren von Whatsapp aber zünftig hinterher...
    • Donald 24.02.2014 17:21
      Highlight Highlight Dafür hinken deine Beispiele bei den Nutzerzahlen aber zünftig hinterher ;)

«Das Vertrauen bröckelt» – Schweizer Internet-Usern auf den Zahn gefühlt

Die Ergebnisse der «Datenvertrauensstudie» 2020, die der Schweizer Vergleichsdienst Comparis veröffentlicht hat, lassen aufhorchen.

Das Vertrauen der Schweizer Bevölkerung in die Internetakteure bezüglich seriösem Umgang mit Kundendaten habe in den letzten beiden Jahren durchs Band weg abgenommen; am stärksten bei Online-Shops. Dieses Fazit zieht Comparis zu seiner Datenvertrauensstudie 2020, die nun vorliegt.

Comparis hat watson die folgenden Infografiken vorab zur Verfügung gestellt. In der Nacht auf Donnerstag ist die Datenvertrauensstudie 2020 veröffentlicht worden.

Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick:

Am …

Artikel lesen
Link zum Artikel