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Valerie Trierweiler, former companion of French President Francois Hollande, attends the traditional Bastille day military parade on the Champs Elysee in Paris in this July 14, 2013 file picture. French President Francois Hollande's former companion Valerie Trierweiler writes in a tell-all book to be published on Thursday September 4, 2014 that months after their public breakup he was trying to win her back with flowers, dinner invitations and barrages of text messages. Valerie Trierweiler, a journalist for glossy magazine Paris Match, lived with Hollande at the Elysee presidential palace for a year and a half until a gossip magazine exposed his secret relationship with actress Julie Gayet, 42, in January.Picture taken July 14, 2013.  REUTERS/Christian Hartmann/Files (FRANCE - Tags: POLITICS HEADSHOT)

Frankreichs Ex-Première-Dame Valérie Trierweiler gewährt tiefe Einblicke. Bild: Reuters

Ex-Première-Dame Trierweiler

«Ich schlucke, was ich kann. Ich will schlafen, ich will die kommenden Stunden nicht erleben»



Eine flammende Liebe, eine schmerzhafte Trennung und stürmische Rückeroberungsversuche: Frankreichs Ex-Première-Dame Valérie Trierweiler hat in einem Buch Einblicke in ihr Leben mit Staatschef François Hollande gegeben.

Das Magazin «Paris Match» veröffentlichte am Mittwoch – rund ein halbes Jahr nach der Trennung des Paares – vorab Auszüge aus dem Buch «Merci pour ce moment» (Deutsch: «Danke für diese Zeit»). Der Sozialist kommt darin nicht immer gut weg.

In dem Buch schildert die heute 49-jährige Journalistin unter anderem, wie sie im Januar aus der Presse von Hollandes heimlicher Liebesaffäre mit der Schauspielerin Julie Gayet erfuhr. «Die Nachricht Julie Gayet ist Aufmacher der Morgensendungen», zitiert «Paris Match» aus dem Buch. 

Schlaftabletten geschluckt

A man buys a copy of Paris Match news magazine, in a Paris newsstand, Wednesday, Sept. 3, 2014 with a photo of Valerie Trierweiler on the cover and the lead

Thema Nummer eins in Frankreich. Bild: Jacques Brinon/AP/KEYSTONE

«Ich breche zusammen, ich kann das nicht hören, ich renne ins Badezimmer. Ich nehme den kleinen Plastikbeutel mit den Schlaftabletten.»

Die Schilderung geht so weiter: «François ist mir hinterhergelaufen», «Er versucht, mir den Beutel zu entreissen. Ich renne ins Schlafzimmer. Er greift nach dem Beutel, der zerreisst. (...). Ich schlucke, was ich kann. Ich will schlafen, ich will die kommenden Stunden nicht erleben. Ich spüre den Sturm, der mich treffen wird, und ich habe keine Kraft zu widerstehen. Ich will fliehen. Ich verliere das Bewusstsein.»

Das Klatschmagazin «Closer» hatte im Januar die Liebesaffäre zwischen Hollande und der heute 42-jährigen Gayet enthüllt. Trierweiler musste daraufhin ins Spital. Rund zwei Wochen später trennte sich der Präsident offiziell von Trierweiler, mit der er über Jahre zusammen, aber nie verheiratet war.

In ihrem Buch beschreibt Trierweiler, wie sie und Hollande sich verlieben, während dieser noch mit der sozialistischen Politikerin Ségolène Royal liiert ist, der Mutter seiner vier Kinder. Dann schildert die als selbstbewusst bekannte Journalistin die zunehmende Entfremdung während des Präsidentschaftswahlkampfs des Sozialisten und später im Elysée-Palast. 

Vor einem Staatsbankett soll Hollande sie gefragt haben: «Brauchst du viel Zeit, um so schön zu sein?» Trierweilers Antwort: «Ja, ein bisschen.» Hollande: «Andererseits: Von dir wird ja auch nichts anderes verlangt.»

Hollande wollte Trierweiler angeblich zurück

5(FILES) A picture taken on October 14, 2013 in Pretoria, shows French President François Hollande (L) toasting with then his partner Valerie Trierweiler (R) during a state dinner with South African President. France's scorned former first lady Valerie Trierweiler is set to lift the lid on her relationship with the president this week in what could prove an explosive memoir, media reports said on September 2, 2014.
AFP PHOTO / FRED DUFOUR

Hollande wollte Trierweiler wieder zurück. Bild: AFP

Nach der Trennung habe Hollande versucht sie wiederzugewinnen und ihr zahlreiche SMS geschickt. «Seine Nachrichten sprechen von Liebe», zitiert «Paris Match». «Er schreibt, dass ich sein ganzes Leben bin, dass er nichts ist ohne mich.» 

Demnach schrieb Hollande ihr an manchen Tagen über zwei Dutzend SMS und tippte seine Kurznachrichten sogar zwischen zwei Treffen mit US-Präsident Barack Obama und Russlands Staatschef Wladimir Putin.

Trierweiler, die für «Paris Match» arbeitet, schrieb das 320 Seiten lange Buch dem Magazin zufolge unter «grösster Geheimhaltung». Medienberichten zufolge wurde die Startauflage von 200'000 Exemplaren in Deutschland gedruckt, damit keine Inhalte im Voraus bekannt werden. 

Das Buch kommt am Donnerstag in den Handel. Aus dem Elysée-Palast hatte es geheissen, die Veröffentlichung des Buches sei dort vorab nicht bekannt gewesen. (aeg/sda/afp)

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