Gesellschaft & Politik
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epa04118946 A rescue helicopter flies near the scene of a minibus that crashed on Cazadores road, Gran Canaria Island, Spain, 10 March 2014. A Swiss tourist died and 17 people were injured, 8 of them seriously injured, due to the accident.  EPA/ANGEL MEDINA G.

Bild: EPA

Busunfall auf den Kanaren

Die ersten Verletzten des Busunglücks sind zurück in der Schweiz



Sechs der 16 Schweizer Verletzten des Busunglücks auf den Kanaren waren am Dienstagabend auf dem Rückflug in die Schweiz. Das TCS-Flugzeug sollte zwischen 21 und 22 Uhr landen, der Jet der Rega gegen 23 Uhr. Eine Bestätigung für die Landung und Angaben zum Zustand der Patienten waren am Dienstagabend nicht erhältlich. Rega und TCS stellten auf Anfrage weitere Informationen für Mittwochmorgen in Aussicht. 

Gemäss Angaben der spanischen Polizei ist das Unglück möglicherweise auf ein Problem mit den Bremsen zurückzuführen. Der Bus fährt seit 1995. Drei Verletzte - ein Ehepaar und ein Mann - wurden mit einem TCS-Ambulanzflugzeug in die Schweiz zurückgeflogen. Wie TCS-Sprecher Moreno Volpi zur sda sagte, sind zwei Personen schwer verletzt. Er erwartete die Ankunft des Flugzeugs zwischen 21 und 22 Uhr. Danach sollten die Verletzten direkt mit Ambulanzen ins Spital gefahren werden. Das Flugzeug wird laut Volpi nach einem Crew-Wechsel nach Gran Canaria zurückfliegen.

Die Rega transportierte mit ihrem Ambulanzjet ebenfalls drei Unfallopfer in die Schweiz zurück - alle Patienten sind schwer verletzt. Die Rega erwartet die Landung in Zürich für etwa 23 Uhr, wie aus einem Communiqué hervorgeht. Wie Rega-Sprecherin Karin Hörhager auf Anfrage sagte, wird der Rega-Jet am Mittwoch einen oder zwei Rückflüge mit Verletzten durchführen. Am Dienstag war geplant, am Mittwochmorgen sieben weitere transportfähige Verletzte in die Schweiz zu fliegen.

Auf der Insel Gran Canaria arbeiteten die Rettungsteams von Rega, Allianz Global Assistance und TCS sowie Mitarbeiter des Eidg. Departements für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) zusammen, um die Betreuung der Verunglückten vor Ort sicherzustellen und die Transporte in die Schweiz zu organisieren.

Wandergruppe 55+

An Bord des verunglückten Minibusses befanden sich 17 Schweizerinnen und Schweizer sowie ein Fahrer. Der Bus verunfallte am Montagvormittag bei der Ortschaft Ingenio. Dabei kam eine Person ums Leben - laut Angaben der örtlichen Polizei ein Mann. Auch der Fahrer wurde verletzt.

Die Reisegruppe war auf einer von dem Luzerner Unternehmen organisierten Wanderreise unterwegs. Baumeler ist Spezialist für Wander- und Veloreisen und organisiert seit 1960 Aktivreisen rund um den Globus.

Bei den Reiseteilnehmern handelt es sich laut Baumeler-Unternehmenschef Michael Mettler um Personen im Alter zwischen 55 und 75 Jahren. Sie stammten aus verschiedenen Schweizer Kantonen, sagte Mettler. Über die Art der Verletzungen oder die Identität der Opfer machten der Reiseveranstalter und die Rega keine genaueren Angaben.

Verdacht auf Bremsdefekt

Das Busunglück sei möglicherweise auf ein Problem mit den Bremsen zurückzuführen, sagte ein Polizist der Gemeinde Ingenio am Dienstag zur sda. Diese Vermutung hatten bereits diverse spanische Medien geäussert.

Beim verunglückten Bus handelte es sich um einen 19-plätzigen Minibus einer spanischen Busfirma. Das Fahrzeug wurde gemäss einer Mitteilung von Baumeler Reisen 1995 in Verkehr gesetzt und im Februar 2014 neu in den Fuhrpark der Busfirma aufgenommen. Zuvor hatte er eine «behördliche Inspektion» bestanden.

Baumeler habe mit diesem Unternehmen schon mehrere Reisetouren durchgeführt, sagte Mettler in einem Interview auf Blick.ch. «Wir hatten ausschliesslich sehr gute Rückmeldungen von Reisenden und auch von unseren Reiseleitern. Die Firma wird geführt von einer Schweizerin, die schon seit mehreren Jahren auf Gran Canaria lebt», sagte Mettler. (sda)

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