DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die C-Star der rechtsextremen Identitären Bewegung.
Die C-Star der rechtsextremen Identitären Bewegung.Bild: EPA/EPA

Keinen Bock auf «Defend Europe» – auch Malta lehnt Schiff von Rechtsextremen ab

20.08.2017, 09:4320.08.2017, 11:03

Nach dem Ende ihres flüchtlingsfeindlichen Einsatzes im Mittelmeer hat Malta die von rechtsextremen Aktivisten gecharterte «C-Star» für nicht willkommen erklärt.

Die Teilnehmer der Aktion «Defend Europe» erklärten am Samstag, der Inselstaat habe ihrem Schiff die Hafeneinfahrt sowie die Belieferung mit Wasser verweigert.

«Wir möchten keine Verbindung zu diesem Schiff und wir hätten es nicht an unsere Küsten fahren lassen, weil wir mit allem, für das es steht, nicht übereinstimmen.»
Ein Regierungssprecher von Malta

«Während ‹IS›-Terroristen zurück in Europa ohne jegliche Probleme willkommen geheissen werden, werden patriotische Aktivisten aus ihrem eigenen Kontinent ausgesperrt», hiess es in einer Erklärung der Aktivisten, die in sozialen Online-Netzwerken veröffentlicht wurde.

Ein maltesischer Regierungssprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, die «C-Star» habe nicht darum gebeten, in Malta vor Anker zu gehen. Es habe zu keiner Zeit «irgendeinen Notfall» gegeben.

Identitäre Bewegung

Der Regierungssprecher bestätigte, dass sein Land dem Schiff die Einfahrt verwehrt hätte, wenn es darum ersucht hätte. «Wir möchten keine Verbindung zu diesem Schiff und wir hätten es nicht an unsere Küsten fahren lassen, weil wir mit allem, für das es steht, nicht übereinstimmen.»

Eine ähnliche Behandlung hatten die «C-Star» und ihre Besatzung in Griechenland, Italien und Tunesien erfahren. Das Schiff war seit Juli unterwegs, um vor der Küste Libyens zu patrouillieren und Bootsflüchtlinge an der Reise in die EU zu hindern. Tatsächlich patrouillierte das Schiff nur knapp eine Woche, bevor der Einsatz am Donnerstag beendet wurde.

Hinter der Aktion stehen deutsche, französische und italienische Mitglieder der Identitären Bewegung, die in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet wird. (sda/afp)

Zivile Schiffe als Retter im Mittelmeer

1 / 7
Zivile Schiffe als Retter im Mittelmeer
quelle: epa/dpa / opielok offshore carriers / opielok offshore carriers
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

34 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
ubu
20.08.2017 09:41registriert Juli 2016
Ich weiss, das geht am Thema vorbei, aber: Schön, dass es mal wieder jemand geschafft hat "Keinen Bock" (was richtig ist) zu schreiben statt "Kein Bock" (was falsch ist).
6920
Melden
Zum Kommentar
avatar
Matrixx
20.08.2017 10:18registriert März 2015
Na, wie fühlt sich die Besatzung des Schiffes denn so, wenn sie nirgends willkommen sind und an jeder Küste zurückgeschickt werden?

Das würde mich interessieren...
9547
Melden
Zum Kommentar
avatar
Sauäschnörrli
20.08.2017 11:12registriert November 2015
Die IB fordert doch dass Nationalstaaten nicht jeden dahergelaufenen in ihren Häfen anlanden lassen müssen, aber wenn sie es dann tuen ist es auch nicht recht.
Keinen Bock auf «Defend Europe» – auch Malta lehnt Schiff von Rechtsextremen ab
Die IB fordert doch dass Nationalstaaten nicht jeden dahergelaufenen in ihren Häfen anlanden lassen müssen, aber wenn sie es dann tuen ist es auch nicht recht.
5844
Melden
Zum Kommentar
34
Nach Brand beim Ballermann: Weiterhin U-Haft für 13 Deutsche auf Mallorca

13 Urlauber aus Deutschland, die auf Mallorca wegen mutmasslicher Brandstiftung festgenommen worden waren, bleiben vorerst hinter Gittern. Der zuständige Ermittlungsrichter in Palma ordnete für die Touristen Untersuchungshaft ohne Anrecht auf Kaution an, wie die Zeitung «Diario de Mallorca» und andere Regionalmedien am späten Samstagabend unter Berufung auf die Justiz der spanischen Mittelmeer-Insel berichteten. Ein Justizsprecher bestätigte am Sonntag auf Anfrage diese Informationen.

Zur Story