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Dänemark: Russland plant Sabotageakte

epa12398543 Danish police officers are present at Copenhagen Airport, planes cannot land or take off due to drone sightings, in Copenhagen, Denmark 22 September 2025. EPA/STEVEN KNAP DENMARK OUT
Der Flughafen war im September 2025 mehrfach Schauplatz von Drohnenangriffen, hinter denen Russland vermutet wurde. Bild: keystone

Pläne aufgedeckt: Russland wollte in Dänemark Rüstungsbetriebe sabotieren

Dänische Behörden haben laut einem Bericht der Zeitung «Berlingske» Pläne und Vorbereitungen für russische Sabotage aufgedeckt.
03.09.2026, 01:0603.09.2026, 13:22

Unter den Zielen seien besonders dänische Unternehmen in der Verteidigungsindustrie, die eine Verbindung zur militärischen Hilfe in der Ukraine hätten, sagte der Chef für Spionageabwehr beim dänischen Inlandsnachrichten- und Sicherheitsdienst PET, Emil Græsholm, der Zeitung.

«Das Hauptziel ist, konkrete Lieferungen für die ukrainische Verteidigung zu stoppen», sagte Græsholm den Angaben zufolge. «Gleichzeitig soll uns Angst gemacht werden, damit wir die Ukrainer nicht mehr unterstützen und unsere eigene Verteidigungsfähigkeit nicht ausbauen.»

Russland versucht Dänen anzuwerben

In der Regel hält sich der Nachrichtendienst bedeckt – nicht in diesem Fall: «Die Auswahl der Ziele und die Vorbereitungen sind so konkret, dass wir es für notwendig halten, mit der Nachricht an die Öffentlichkeit zu gehen, dass es sich um eine Bedrohung handelt, die ernst genommen werden muss», sagte Græsholm.

«Berlingske» gegenüber nannte er Brandstiftung als mögliches Ziel der russischen Pläne. Unternehmen in der Rüstungsindustrie seien aufgerufen, ihre Sicherheitsmassnahmen zu verschärfen.

Russland versuche ausserdem, «ganz gewöhnliche Dänen» für seine Pläne zu rekrutieren – oft, ohne dass diese wüssten, dass sie für Moskau arbeiteten. «Es kann darum gehen, Fotos oder Videos von Unternehmen oder Anlagen zu machen, die dann für Sabotagepläne genutzt werden können», sagte Græsholm. Er rief die Däninnen und Dänen auf, misstrauisch zu sein, wenn sie mit solchen Anfragen konfrontiert würden.

PET rechne damit, dass die Bedrohung «in Umfang und Komplexität» weiter zunehme, hiess es. «Sie richtet sich gegen ukrainische Rüstungshersteller in Dänemark», sagte Græsholm. «Aber wir können sehen, dass sich die Russen generell für die Rüstungsindustrie in Dänemark interessieren.»

(sda/dpa)

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