Russland droht massives Sanktionspaket der EU
Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas sagte bei Beratungen der Aussenminister in Irland, es liefen bereits Vorbereitungen, um 1600 weitere Personen und Unternehmen mit Verbindungen zum militärisch-industriellen Komplex Russlands mit Strafmassnahmen zu belegen. Möglicherweise würden noch weitere hinzukommen.
Die Arbeiten an dem Sanktionspaket hatte Kallas bereits im August angekündigt, also bevor Deutschland an diesem Dienstag öffentlich Russland für den Drohnen-Vorfall auf dem Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich machte. Es soll auch die russische Kriegsführung gegen die Ukraine weiter erschweren.
Zum Drohnen-Vorfall in Leipzig und der deutschen Schuldzuweisung an Russland sagte Kallas, alle Mitgliedstaaten stünden hinter Deutschland. «Ich denke, genau diese geschlossene Reaktion brauchen wir», sagte sie. Was in Leipzig vorgefallen sei, weise alle Merkmale von staatlich unterstütztem Terrorismus auf.
Ein mit Sprengstoff präparierter Flugkörper war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Am Dienstag hatten Deutschlands Innenminister Alexander Dobrindt und Aussenminister Johann Wadephul Russland für den Drohnenvorfall verantwortlich gemacht und Strafmassnahmen angekündigt. (sda/dpa)
