International

Südkorea: Ex-Ministerpräsident Kim Jong Pil gestorben

epa06832377 (FILE) - South Korean Former Prime Minister Kim Jong-pil gives a congratulatory address during a ceremony in Seoul, South Korea, 22 September 2015 (reissued 23 June 2018). South Korean For ...
Kim Jong Pil ist im Alter von 92 Jahren gestorben.Bild: EPA/YNA

Früherer südkoreanischer Ministerpräsident Kim Jong Pil gestorben

23.06.2018, 09:1223.06.2018, 10:52

Der frühere südkoreanische Ministerpräsident und Begründer des einst berüchtigten staatlichen Geheimdienstes KCIA, Kim Jong Pil, ist tot. Er starb am Samstag auf dem Weg in ein Spital in Seoul im Alter von 92 Jahren.

Dies berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Sein Tod sei auf Komplikationen infolge seines hohen Alters zurückzuführen.

Kim war zeitweise die Nummer Zwei hinter dem ehemaligen Diktator Park Chung Hee. Er galt neben dem 1979 ermordeten Park als Hauptfigur des Staatsstreichs vom Mai 1961. Kim, der zugleich mit Park verschwägert war, wurde kurz danach Leiter des von ihm aufgebauten KCIA. Unter Park und noch einmal von 1998 bis 2000 während der Präsidentschaft des früheren Dissidenten Kim Dae Jung war er auch Ministerpräsident.

Während Parks Amtszeit wurde Kim Dae Jung aus seinem damaligen Tokioter Exil nach Südkorea entführt. Später veröffentlichte Geheimdokumente enthüllten, dass der KCIA hinter der Aktion gestanden hatte. Vor der Präsidentenwahl 1997 ging Kim Dae Jung mit dem konservativen Politiker Kim Jong Pil ein Zweckbündnis ein und gewann die Wahl. (viw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
EU-Gesetz bringt italienische Strandbad-Betreiber auf die Strasse
Wer diesen Sommer Ferien in Italien plant, dürfte davon etwas mitbekommen: Wenige Monate vor Beginn der Badesaison rumort es an Italiens Stränden.
An Italiens Stränden herrscht kurz nach Ostern die typische Vorsaison-Stimmung: Nur wenige Gäste sind bisher angereist, vor allem Rentner, die eher für einen Kaffee oder einen kleinen Imbiss vorbeikommen als zum Baden. Das Meer ist noch keine 20 Grad warm.
Zur Story