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epa05149340 Nepalese Hindu women devotees are kept separate from other devotees due to menstruation, as others attend a mass worship ceremony as part of the Madhav Narayan festival at Bagmati river in Pashupati Temple in Kathmandu, Nepal, 08 February 2016. The Madhav Narayan festival marks a month devoted to religious fasting, holy bathing and the study of the Swasthani book. More than 220 women, along with dozens of male devotees, started their month-long fast for a better life and peace. The festival is dedicated to Lord Shiva, the god of creation and destruction.  EPA/NARENDRA SHRESTHA

Nach dem Brauch werden Hindu-Frauen während ihrer Menstruation des Hauses ihrer Familie verwiesen. Bild: EPA/EPA

Nepalesen dürfen menstruierende Frauen nicht mehr in den Kuhstall verbannen



In Nepal wird der Brauch, Frauen während ihrer Menstruation in Kuhställe zu verbannen, unter Strafe gestellt. Das Parlament in der Hauptstadt Kathmandu verabschiedete ein Gesetz, das drei Monate Haft und eine Geldstrafe von 3000 Rupien (rund 28 Franken) vorsieht.

Dies teilte der Abgeordnete Krishna Bhakta Pokharel am Donnerstag mit. Das Gesetz werde erst nach einer Vorbereitungszeit von einem Jahr in Kraft treten, da es sich um eine tief verwurzelte Tradition in Teilen des Himalaya-Landes handle.

Vier Tage im Kuhstall

Nach dem Brauch werden Hindu-Frauen während ihrer Menstruation des Hauses ihrer Familie verwiesen. Sie müssen dann vier Tage lang häufig in Kuhställen oder an anderen, entfernt vom Haus liegenden Orten leben.

Da sie als unrein betrachtet werden, dürfen die Frauen in der Zeit keine Menschen und Rinder sowie kein Obst und Gemüse berühren. Frühestens am fünften Tag ihrer Periode dürfen sie zurückkehren.

Todesfälle

Nach Angaben von Frauenrechtlern sind in den vergangenen zehn Jahren mehr als zehn Frauen in Nepal gestorben, während sie aus ihren Häusern verbannt waren – an Schlangenbissen, Unterkühlung oder starken Blutungen.

Der «Chhaupadi» genannte Brauch war in Nepal bereits im Jahr 2005 nach einem Urteil des Verfassungsgerichts verboten worden. Im Westen des Landes hält er sich aber hartnäckig. (whr/sda/dpa)

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Video: srf

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