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People eat in a restaurant as restrictions are eased following months of government-imposed shutdowns, in Tel Aviv, Israel, Sunday, March 7, 2021. Israel reopened most of its economy Sunday as part of its final phase of lifting coronavirus lockdown restrictions, some of them in place since September. (AP Photo/Ariel Schalit)

In Tel Aviv geniesst man die Zeit mit Freunden und Familie im Restaurant. Bild: keystone

So lebt es sich in den fünf Ländern mit den meisten Covid-Geimpften

Der Blick in die fünf Länder mit dem grössten Impffortschritt gibt uns einen seltenen Blick in unsere Zukunft. Allerdings unterscheiden sich die Situationen von Land zu Land deutlich.



Fünf Länder im Überblick

In der Schweiz wurden bisher 20 Impfdosen pro 100 Einwohner verabreicht. Damit bewegen wir uns im weltweiten Mittelfeld. Die fünf Länder Israel, Vereinigte Arabische Emirate, Chile, Vereinigtes Königreich und die USA heben sich mit ihrem Fortschritt bei der Impfung deutlich von den restlichen Ländern ab.

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Am deutlichsten tut dies Israel, welches mit über 100 verabreichten Impfdosen pro 100 Einwohner die höchste Impfquote ausweist.

Obwohl diese Länder schnell impfen, sinken die Fallzahlen nicht überall wie gewünscht. In Chile steigen sie sogar seit Mitte Februar wieder deutlich an.

Die Gründe dafür sind von Land zu Land unterschiedlich, werfen wir einen detaillierten Blick auf die Situationen der fünf Impfvorreiter.

Israel

In Israel herrscht wieder fast das Leben, nach dem sich hier viele sehnen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung – inklusive der Risikogruppe – ist geimpft, viele Einschränkungen konnten reduziert werden. Selbst in geschlossenen Räumen dürfen sich nun bis zu 20 Personen treffen, draussen sogar 50.

Für Geimpfte gibt es besondere Privilegien: Sie dürfen wieder Fitnessstudios, Hotels, Theater und Sportereignisse besuchen. Trotzdem verfolgt man die Entwicklung der Pandemie akribisch, denn Ausbrüche von neuen Virenmutationen könnten den zurückgewonnenen Alltag schnell beenden.

Ausserdem bereitet offenbar eine sinkende Impfbereitschaft Sorgen. Laut dem israelischen Unternehmer Yaniv Erlich locke die Regierung Impfwillige mit gratis Pizza, Getränken und Eintrittstickets fürs Fitnessstudio. Auch IKEA-Kunden können sich beim Einkaufsbummel impfen lassen.

Bilder wie aus einer anderen Zeit – doch so sieht das Leben gerade in Israel aus

Video: watson

Vereinigte Arabische Emirate

Nachdem die Fallzahlen in den Vereinigten Arabischen Emiraten über Wochen gesunken sind, wurden in den letzten Tagen wieder etwas mehr Fälle gemeldet.

Trotzdem zeigt sich die Regierung optimistisch und hat soeben die erste inländische Fabrik für die Herstellung des chinesischen Impfstoffs Sinopharm angekündigt. 200 Millionen Dosen jährlich sollen schon bald produziert werden.

Chile

Chile hat fast ein Drittel der Bevölkerung geimpft. Mit einem simplen Priorisierungsplan wird mit einer unkomplizierten Terminvergabe in Gesundheitszentren, Fussballstadien und Impfstrassen geimpft. Die meisten über 70-Jährigen sind bereits geschützt.

Doch obwohl Chile gut mit Impfen vorankommt, steigen die Fallzahlen wieder deutlich an. Die vielen Neuansteckungen könnten mit dem verwendeten Impfstoff zusammenhängen: Chile setzt auf das chinesische Produkt Sinovac. Er verhindert zwar schwere Verläufe, schützt allerdings nur zu etwas über 50 Prozent vor einer Infektion. Für diese Theorie spricht auch die Tatsache, dass die Todesfälle seit Wochen ununterbrochen sinken.

Als Reaktion auf die steigenden Fallzahlen hat Chile erneut einen Lockdown ausgerufen. Als Grund nennt die Regierung die sich schneller verbreitende Virenmutation P1 und die stark ausgelasteten Intensivstationen.

Doch Chiles Regierung ist optimistisch: Viele Lehrer, Feuerwehrleute und Apotheken-Mitarbeiter haben eine erste Impfdosis erhalten, die meisten Mitarbeiter in Pflegeheimen und ältere Menschen bereits zwei. Man rechnet damit, dass man die Situation dank der Impfung bald in den Griff bekommt.

Vereinigtes Königreich

Fast 60 Prozent der Erwachsenen in Grossbritannien hat schon eine erste Impfdosis erhalten. Allerdings sind es erst 6 Prozent, die zweimal geimpft sind. Doch für das Vereinigte Königreich hat sich diese Strategie bisher ausgezahlt – die Fall- und Todeszahlen sind deutlich gesunken.

Auch die kritische Situation im Gesundheitswesen ist überstanden. Inzwischen sind noch landesweit 4500 Patienten wegen Covid-19 hospitalisiert, zu Spitzenzeiten Ende Jahr waren es fast 40'000.

Dank dieser Stabilität wurde das Vereinigte Königreich letzte Woche auch von der Risikoliste gestrichen – Rückkehrer müssen in der Schweiz also nicht mehr in Quarantäne.

Zudem hat England am Montag die Corona-Ausgangsbeschränkungen deutlich gelockert. Zwei Haushalte oder bis zu sechs Menschen dürfen sich nun wieder in Parks und Gärten treffen. Die «Stay at home»-Anordnung wird aufgehoben, allerdings bittet die Regierung die Bevölkerung, weiterhin auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten. Unüberdachte Sportanlagen und Schwimmbäder dürfen wieder öffnen.

USA

Mit 3,5 Millionen verabreichten Impfungen an nur einem Tag stellten die USA am Samstag einen neuen Rekord auf. Rund ein Drittel der Bevölkerung geniesst durch vorläufig mindestens eine Impfdosis einen Schutz vor Covid-19.

Die Fallzahlen sind seit Anfang Jahr stets gesunken und haben sich in den letzten Tagen eingependelt – wenn auch auf höherem Niveau als im Frühsommer 2020. In den Spitälern gibt es zurzeit keine Engpässe.

Viele Studenten lassen es sich daher auch nicht nehmen, ihren «Spring Break» zu geniessen. Obwohl man vermutet, dass das Partyvolk vor einem Jahr ein grosser Treiber für die Pandemie war, füllen sich auch in diesem März die Strände Floridas und Kaliforniens.

epa09087242 Large crowds of people gather during spring break, in Miami Beach, Florida, USA, 20 March 2021. Starting Saturday night, the city of Miami Beach is imposing a curfew for its entertainment district and also close the three causeways heading into the beach. The measures are being put into place as an effort to control large crowds that have gathered during spring break.  EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH

Junge Leute geniessen in Miami den «Spring Break». Bild: keystone

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