International
Gesellschaft & Politik

Mindestens 22 Zivilisten bei Massakern im Osten Kongos getötet

Policemen drive past burning debris during protests in Kinshasa, Democratic Republic of Congo, Tuesday, Dec. 20, 2016. Human Rights Watch says security forces have killed three people in Congo's  ...
Das Land geht durch eine schwere Zeit. Gewalt an Protesten am 20. Dezember.Bild: John bompengo/AP/KEYSTONE

Mindestens 22 Zivilisten bei Massakern im Osten Kongos getötet

26.12.2016, 01:3226.12.2016, 04:52

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind am Weihnachtswochenende mindestens 22 Zivilisten bei Angriffen mutmasslicher Rebellen getötet worden. Ein katholischer Priester sprach gar von mindestens 27 Toten.

Bei den Überfallen auf den Ort Eringeti und angrenzende Dörfer in der Provinz Nord-Kivu seien mutmassliche Kämpfer der Alliierten Demokratischen Kräfte (ADF) mit Messern und Macheten auf ihre wehrlosen Opfer losgegangen, sagte ein örtlicher Behördenvertreter am Sonntag der Nachrichtenagentur.

Die zumeist muslimischen ADF-Rebellen wurden 1995 aus ihrer ugandischen Heimat vertrieben. Sie werden von der UNO-Mission Monusco und der Regierung in Kinshasa für eine Serie von Gewalttaten verantwortlich gemacht, bei denen nach UNO-Angaben seit Oktober 2014 mehr als 700 Menschen getötet wurden.

Regierung und Monusco ist es bis heute nicht gelungen, die Bevölkerung vor den Angriffen zu schützen.

Komplexe Hintergründe

Nach Einschätzung von UNO-Experten, Forschern und örtlichen Aktivisten sind die Hintergründe der Gewalt weitaus komplexer, als die Behörden es darstellen.

Sie gehen davon aus, dass auch andere bewaffnete Gruppen sowie Soldaten der regulären Streitkräfte an Gewalttaten beteiligt sind, bei denen es um mafiöse Verteilungskämpfe, ethnische Spannungen und Landstreitigkeiten geht. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Zuerst stirbt der Diesel, dann der Benziner: Warum das E-Auto nun gewinnt
Europa erlebt einen nie gesehenen Höhenflug des E-Autos. In der Schweiz sind Stromer gar erstmals die beliebteste Antriebsart. Dafür gibt es mehrere Gründe.
In Brüssel zanken Politiker weiter über die Aufweichung des Verbrenner-Aus, aber die Kunden laufen der veralteten Technologie in Scharen davon. War 2018 in Europa erst einer von 100 neu zugelassenen Personenwagen ein Elektroauto, ist nun fast jede dritte Pkw-Neuzulassung ein Stromer.
Zur Story