Grossbritannien: Nur dieser Mülleimer will gegen Nigel Farage antreten
Er sei bereits auf dem Heimweg nach Sigma9 gewesen, als Nigel Farage seine «Spielzeuge aus dem Kinderwagen warf» und mit seinem Rücktritt eine Nachwahl in Clacton auslöste. Ohne zu zögern, habe er sein Raumschiff gedreht, um seine Kandidatur für die Wahl bekanntzugeben, erklärt Count Binface der BBC.
Am Dienstag kündigte Nigel Farage, Vorsitzender der rechtspopulistischen Partei Reform UK, an, dass er sein Parlamentsmandat ablegen und in einer Nachwahl erneut antreten will. Farage, der zuletzt aufgrund umstrittener Spenden in die Schlagzeilen geriet, will mit dieser Nachwahl die Bürgerinnen und Bürger des Wahlkreises Clacton über sein Handeln urteilen lassen.
Kritiker werfen Farage jedoch vor, dass er sich mit diesem politischen Stunt einer Untersuchung durch die parlamentarische Aufsichtsbehörde entziehen will. Nigel Farage soll eine Spende des in Thailand ansässigen Krypto-Milliardärs Christopher Harborne in der Höhe von 5 Millionen Pfund nicht deklariert haben.
Innert kurzer Zeit gaben deshalb die Tories, Labour, Restore Britain, die Grüne Partei und die Liberaldemokraten bekannt, dass sie keine Kandidaten für diese Nachwahl stellen werden, wie der Guardian berichtete.
Farages politischer Stunt, die darauffolgende Reaktion der anderen Parteien und ein agiles Raumschiff haben nun zur Folge, dass die Bürgerinnen und Bürger von Clacton die Wahl zwischen dem Rechtspopulisten Nigel Farage und dem Satire-Kandidaten Count Binface haben.
Count Binface trat schon mehrmals gegen britische Politgrössen wie Rishi Sunak, Boris Johnson, Theresa May oder jüngst Andy Burnham in Wahlen an. Grosse Chancen rechnet er sich in der Reform-Hochburg jedoch nicht aus. Auf die Frage, wie er die Menschen in Clacton von sich überzeugen will, meint er gegenüber der BBC: «Ich bin nicht Nigel Farage.» (nil)
