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Grossbritannien: Labour-Abgeordnete stellen Weichen für neuen Premier

Labour-Abgeordnete stellen Weichen für ihren neuen Premierminister

09.07.2026, 22:4509.07.2026, 22:45
Labour party's Andy Burnham delivers a speech at the People's History Museum in Manchester, England, Monday, June 29, 2026.(AP Photo/Alastair Grant)
Andy Burnham
Er soll der neue Labour-Premier werden: Andy Burnham.Bild: keystone

Der Labour-Abgeordnete Andy Burnham ist auf dem besten Weg, Parteichef und damit britischer Premierminister zu werden. Im Laufe des ersten Tages der Nominierungsphase für den Parteivorsitz der britischen Sozialdemokraten unterstützten 322 der gut 400 Labour-Abgeordneten die Kandidatur des ehemaligen Bürgermeisters von Manchester.

Damit fehlt Burnham nur noch eine Stimme zu den 323 Nominierungen, ab denen weitere Kandidaturen rein rechnerisch ausgeschlossen wären. Abgeordnete, die sich ins Rennen um den Parteivorsitz bringen wollen, brauchen die Unterstützung von mindestens 20 Prozent der Labour-Abgeordneten – derzeit sind das 81 – sowie die Nominierung aus einzelnen Ortsverbänden und angeschlossenen Gewerkschaften.

Die Nominierungsphase geht offiziell noch bis zum 16. Juli. Bleibt Burnham wie erwartet der einzige Bewerber, wäre eine Wahl unter den Labour-Mitgliedern nicht notwendig. Der Ex-Bürgermeister könnte dann innerhalb weniger Tage von König Charles III. zum Premier ernannt werden.

Keine weiteren Kandidaten in Sicht

In einem X-Beitrag dankte der auch als «König des Nordens» bezeichnete Labour-Politiker den Abgeordneten für ihr Vertrauen. Die Unterstützung komme aus allen Teilen der Partei und zeige, «dass Grossbritannien einen neuen politischen Ansatz braucht».

Bereits im Vorfeld war erwartet worden, dass Burnham der einzige Kandidat bleiben würde. Sein prominentester Rivale, Ex-Gesundheitsminister Wes Streeting, zog sich nach dem Einzug Burnhams ins Parlament aus dem Rennen zurück. Burnham hatte vor wenigen Wochen einen Sieg bei der Nachwahl in Makerfield nahe Manchester errungen und damit den Sprung ins Parlament geschafft. Wenige Tage danach kündigte Keir Starmer seinen Rücktritt an.

Am Mittwoch erklärte auch der frühere Verteidigungsstaatssekretär Al Carns, nicht um den Parteivorsitz kandidieren zu wollen. Auch er wurde zuletzt als möglicher Konkurrent gehandelt und schloss eine Kandidatur bis vor kurzem nicht gänzlich aus. (sda/dpa)

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