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Undated handout photo issued by Northumbia Police on Wednesday, Aug. 9, 2017, of (top row left to right) Abdul Sabe, Habibur Rahim, Badrul Hussain, Abdulhamid Minoyee, Jahanger Zaman, Monjur Choudhury, (middle row left to right) Taherul Alam, Hassan Ali, Nadeem Aslam, Mohammed Azram, Yassar Hussain, Saiful Islam, (bottom row left to right) Eisa Mousavi, Prabhat Nelli, Mohibur Rahman, Nashir Uddin, Redwan Siddquee and Carolann Gallon, who have been found guilty following the force's Operation Shelter into child sexual exploitation in Newcastle. Britain is wrestling with a volatile nexus of crime, race and religion, after 18 people were convicted of sexually abusing young women and girls as young as 15. (Northumbia Police via AP)

Unter den Tätern gab es auch eine junge Frau (rechts unten). Bild: AP/Northumbia Police

Bande lieferte Mädchen für Sexpartys – Polizei schleuste Vergewaltiger ein 



Eine Bande hat jahrelang Mädchen und junge Frauen mit Drogen gefügig gemacht und auf Sexpartys in Grossbritannien angeboten. Die 17 Männer und eine Frau wurden laut Medien in fast 100 Anklagepunkten - darunter Vergewaltigung und Menschenhandel - schuldig gesprochen.

Sie erhielten Gefängnisstrafen von insgesamt mehr als 300 Jahren, wie der Nachrichtensender Sky News am Donnerstag berichtete. Es gab mehrere Prozesse gegen die Bande; der letzte endete am Mittwoch.

278 Opfer

Die Polizei identifizierte bisher 278 Opfer. 20 von ihnen halfen als Zeuginnen. Sie waren damals etwa 14 bis 25 Jahre alt. Die Taten ereigneten sich bereits zwischen 2011 und 2014 in Newcastle.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft waren alle Opfer so ausgesucht worden, dass sie als «gefährdet» galten und sich aufgrund ihrer Lebensumstände kaum wehren konnten. Details hierzu wurden aber nicht bekannt. Die Mädchen erhielten Alkohol, Cannabis und andere Drogen und wurden danach von älteren Männern missbraucht.

Vergewaltiger eingeschleust

Um das perfide Netzwerk zu zerschlagen, hatte die Polizei einen einschlägig vorbestraften Vergewaltiger als Informanten eingeschleust. Er hatte dafür 10'000 britische Pfund erhalten.

Dieses Vorgehen kritisierte die Kinderschutzorganisation NSPCC (National Society for the Prevention of Cruelity to Children) scharf. Vergewaltiger dürften nicht in solche Ermittlungen einbezogen werden.

Bande missbrauchte auch eigene Verwandte

Zur Gruppe gehören den Angaben zufolge auch Freunde und Verwandte der Opfer. Nach Angaben des britischen Nachrichtensenders Sky News haben sämtliche Bandenmitglieder ausländische Wurzeln etwa in Indien und Pakistan. Fast alle seien aber in Grossbritannien geboren.

Es ist nicht das erste Netzwerk dieser Art, das in Grossbritannien aufgedeckt wurde. Frühere Ermittlungen hatten ergeben, dass in Rotherham mindestens 1400 Kinder zwischen 1997 und 2013 sexuell ausgebeutet worden waren. Eine andere Bande war vor wenigen Jahren in Rochdale aufgeflogen. Sie hatte Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren vermittelt. (whr/sda/dpa)

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