DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04851707 A handout picture made available by the Office of the Iranian President of the Iranian supreme leader Ayatollah Ali Khamenei greeting the crowd during the Eid al-Fitr prayer ceremony in Tehran, Iran, 18 July 2015. Most Muslims around the world are celebrating the three day festival marking the end of the holy fasting month of Ramadan, known as Eid al-Fitr, starting 17 or 18 July, and celebrated with prayers, readings from the Koran, and gatherings with family and friends.  EPA/PRESIDENTIAL OFFICIAL WEBSITE / HANDOUT

Ayatollah Ali Chamenei, geistliches Oberhaupt des Irans, kündigte an, die Unterstützung für schiitische Oppositionsgruppen in anderen Ländern aufrecht zu erhalten. Bild: EPA/PRESIDENTIAL OFFICIAL WEBSITE

Nach Äusserungen des geistlichen Oberhauptes des Iran zum Atomabkommen: Golfkooperationsrat kritisiert «inakzeptable Einmischung»



Der Golfkooperationsrat hat dem Iran vorgeworfen, nach Abschluss seines Atomabkommens «widersprüchliche» Signale an die arabischen Staaten auszusenden. Das sagte der Generalsekretär des Staatenzusammenschlusses, Abdellatif al-Sajani, am Montag in Riad.

Der iranische Staatschef Hassan Ruhani habe versprochen, ein «neues Kapitel» in den Beziehungen zu den arabischen Staaten aufzuschlagen. Das geistliche Oberhaupt des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, hingegen habe angekündigt, die Unterstützung für schiitische Oppositionsgruppen in anderen Ländern aufrecht zu erhalten. Damit sende Teheran «widersprüchliche» Signale aus.

Iran's President Hassan Rouhani stands in his office ahead of a meeting with German Vice Chancellor and Economy Minister Sigmar Gabriel in Tehran, Iran, Monday, July 20, 2015. Germany and Iran soon will hold their first economic conference in a decade in the wake of Iran's nuclear deal with world powers, Iran's state-run news agency reported Monday. The announcement came after Iranian Oil Minister Bijan Zanganeh met Gabriel in Tehran. (AP Photo/Ebrahim Noroozi)

Staatschef Ruhani. Bild: Ebrahim Noroozi/AP/KEYSTONE

Chameneis Ankündigung sei ausserdem eine «inakzeptable Einmischung» in die Angelegenheiten der arabischen Staaten, kritisierte al-Sajani. Das geistliche Oberhaupt des Iran verstosse gegen die «Prinzipien guter Nachbarschaft». Die arabischen Golfstaaten würden «weiterhin ihre Interessen verteidigen», fügte al-Sajani hinzu.

Chamenei hatte am Samstag in einer Rede gesagt, der Iran werde weiter seine «Freunde in der Region» unterstützen. Konkret nannte er die syrische und die irakische Regierung sowie die «unterdrückten Völker» im Jemen, in Bahrain und in den Palästinensergebieten.

Einigung im Atomstreit

Die fünf UNO-Vetomächte und Deutschland hatten sich am Dienstag vergangener Woche mit dem Iran auf ein Atomabkommen geeinigt. Die iranische Regierung verpflichtet sich darin zu tiefgreifenden Einschnitten bei der Urananreicherung und akzeptiert umfassende internationale Kontrollen. Im Gegenzug sollen die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden. Die mehrheitlich sunnitischen arabischen Golfstaaten stehen dem Abkommen skeptisch gegenüber. 

sda/afp

(sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

BoJo fliegt 400 km mit dem Jet an den G7-Gipfel, um den Klimawandel zu diskutieren

Der britische Premierminister Boris Johnson ist gestern in Cornwall eingetroffen, um mit den bedeutendsten Industrienationen über diverse Themen zu diskutieren. Hoch auf der Tagesordnung steht dabei auch der Klimawandel.

Es werde ein intensiver und wichtiger Gipfel werden, schreibt Johnson weiter. Er könne es kaum erwarten, loszulegen.

Luke Pollard, Schatten-Umweltminister der Opposition, konnte es sich nicht verkneifen, die Ironie der Situation hervorzustreichen:

Denn eine der wichtigsten …

Artikel lesen
Link zum Artikel