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Diese Republikaner stellen sich gegen Trumps Iran-Krieg

Rep. Thomas Massie, R-Ky., gives a thumbs-up on stage during an election night watch party after losing the Republican party's nomination at the Marriott Cincinnati Airport, Tuesday, May 19, 2026 ...
Der Republikaner Thomas Massie stimmte am Mittwoch gegen Trumps Willen ab. Bild: keystone

Diese vier Republikaner bieten Trump beim Iran-Krieg die Stirn

04.06.2026, 12:0104.06.2026, 12:01
Nico Lercher

Nach drei gescheiterten Versuchen, stimmte am Mittwoch das US-Repräsentantenhaus dafür, den Iran-Krieg zu stoppen – mithilfe der Stimmen von vier republikanischen Abgeordneten. Gemäss der US-Verfassung liegt die Befugnis, einen Krieg zu erklären, beim Kongress. Präsident Donald Trump startete den Militäreinsatz gegen den Iran im Februar ohne dessen Zustimmung.

Mit 215 zu 208 Stimmen kam die Vorlage durch das Repräsentantenhaus. Die Republikaner Thomas Massie aus Kentucky, Tom Barrett aus Michigan, Brian Fitzpatrick aus Pennsylvania und Warren Davidson aus Ohio stimmten mit der Opposition, wie Politico schreibt. Während Massie schon lange gegen Trump opponiert, repräsentieren Barrett und Fitzpatrick Wahldistrikte, in welchen sich die Demokraten für den November Chancen erhoffen. Davidson hingegen konnte sich nun endlich durchringen, dem Druck der Parteiführung zu widerstehen.

Thomas Massie, Kentucky

Thomas Massie verlor im Mai die republikanische Vorwahl in Kentucky für die Wahlen im November. Thomas Massie gilt als bekanntester Trump-Herausforderer in den Reihen der Republikaner. Nebst seinem Widerstand gegen den Iran-Krieg setzt er sich auch für die Veröffentlichung der Ermittlungsakten im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein ein.

epa12533959 Rep. Thomas Massie, (R-Ky.), speaks at the US Capitol in Washington, DC, USA, 18 November 2025. Rep. Ro Khanna, (D-CA), Rep. Marjorie Taylor Greene, (R-GA) and Rep. Thomas Massie, (R-Ky.)  ...
Thomas Massie gilt als einer der stärksten Widersacher Trumps in der eigenen Partei.Bild: keystone

Brian Fitzpatrick, Pennsylvania

Brian Fitzpatrick stimmte bereits im Mai gegen den Einsatz des US-Militärs ohne Zustimmung des Kongresses. Gegenüber CBS News begründete er seinen Entscheid vom Mittwoch folgendermassen: «Wir müssen uns an das Gesetz halten. Es gibt ein geltendes Gesetz. Man hat also zwei Möglichkeiten: Entweder man hält sich an das Gesetz oder man ändert das Gesetz. Man kann das Gesetz nicht brechen. Das ist keine Option.»

Brian Fitzpatrick 3 27 26 UNITED STATES - MARCH 27: Rep. Brian Fitzpatrick, R-Pa., talks with a reporter in the U.S. Capitol™s Statuary Hall on Friday, March 27, 2026. (Tom Williams CQ Roll Call) Wash ...
Brian Fitzpatrick aus Pennsylvania.Bild: imago

Warren Davidson, Ohio

Warren Davidson wollte bereits im März mit den Demokraten gegen den Krieg stimmen. Wie die New York Times schreibt, übten die Trump-Regierung und führende Republikaner grossen Druck auf Abweichler aus, was ihn auf Linie brachte. Sein Schulterschluss mit den Demokraten vom Mittwoch erklärte er damit, dass der Kongress an der Ausarbeitung eines Plans, der den Erfolg des Einsatzes sicherstellen soll, beteiligt sein müsste. Gegenüber der «New York Times» sagt er: «Definiere die Mission. Autorisiere die Mission. Erfülle die Mission.»

Rep. Warren Davidson UNITED STATES - MAY 13: Rep. Warren Davidson, R-N.C., arrives for the House Republican Conference caucus meeting at the Capitol Hill Club in Washington on Wednesday, May 13, 2026. ...
Warren Davidson – dieses Mal stellt er sich gegen seine Partei.Bild: imago

Tom Barrett, Michigan

Ähnlich wie Davidson äusserte sich Tom Barrett. «Meine Unterstützung dieser Resolution steht im Einklang mit meiner Überzeugung, dass es für den Kongress an der Zeit ist, den Umfang der Mission und die angemessenen Grenzen für den Einsatz von Gewalt im Iran festzulegen», sagt er der «New York Times».

Tom Barrett, Kongressabgeordneter aus Michigan
Tom Barrett ist in seiner ersten Amtszeit im Repräsentantenhaus.Bild: barrett.house.gov

«Politico» schätzt die Abstimmung jedoch lediglich als symbolischen Akt ein, da jegliche Machteinschränkung Trumps wohl dessen Veto nach sich ziehen würde und eine Zweidrittelmehrheit unwahrscheinlich bleibt.

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Menschen heben bei einer Demonstration in Tel Aviv die Hände, um ein Ende des Krieges zu fordern.

quelle: keystone / maya levin
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