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Der Ätna, genannt Mongibello, ein Feuerberg mit Schnee, exakt eine Woche vor dem nächsten Ausbruch.

Der Ätna, genannt Mongibello, ein Feuerberg mit Schnee, exakt eine Woche vor seinem letzten Ausbruch. Bild: Wanda Frischknecht

Der Ätna ist ausgebrochen – so war es auf der Insel des harten Honigs und des Feuerberges

Sizilien im Winter – ein verwunschenes Traumland zwischen Zeiten, Kulturen und urzeitlichen Naturgewalten. Gut, ist der Ätna erst exakt eine Woche nach meiner Abreise ausgebrochen.



Die Nacht ist mondlos und die Dunkelheit undurchdringlich. Warum bellen kurz nach Mitternacht so viele Hunde? Geisterstunde?

Nein. Es muss dieses unheimliche Donnergrollen gewesen sein, das sie (und mich) aus dem Schlaf gerissen hat. Es tönte wie ein in der Ferne vorbeirollender Güterzug. Oder eher Geschützdonner? Aber nichts ist mehr zu sehen oder zu hören. Nur noch der Wind, der mich frösteln lässt. Beginnt nicht mancher Horror-Film mit so einer Szene in einer scheinbar idyllischen Welt?

Am nächsten Morgen klärt uns Carlo* auf. Er trägt Rastazöpfe. Er wohnt nebenan im Hauptgebäude und schaut im alten Landhaus auf halbem Weg zwischen Catania und Taormina zum Rechten, das wir für eine Woche gemietet haben. Auf Schritt und Tritt wird er von seinem kleinen Hund begleitet. Er sieht aus wie Idefix, das Haustier von Obelix. Eine kluge, freundliche und neugierige Katze lebt auch hier. Wenn ich am Abend lese, schaut sie auch ins Buch. Es gibt viele Katzen in Sizilien. Ich nehme an, die meisten können nicht lesen.

Wenn sizilianische Katzen lesen. Oder senza parole. bild: wanda frischknecht

Von hier geht es in die eine Richtung hinaus aufs Meer und in die andere hinauf zum Ätna, den die Einheimischen Mongibello nennen. Nun zeigt Carlo hinauf zum unheimlichen Berg, weist auf eine weisse Rauchfahne an der Flanke und sagt: «Dort ist letzte Nacht ein neuer Krater entstanden.» Das war es also, was die Hunde unruhig machte und mich frösteln liess. Ich habe schon viel gelesen über den höchsten Vulkan Europas, über diesen mystischen Feuerberg.

Der Ätna

Der Ätna ist Europas grösster und höchster aktiver Vulkan. Er hat einen Durchmesser von 40 Kilometern, erstreckt sich über eine Fläche von rund 1400 Quadratkilometern und ist rund 3352 Meter hoch. Entstanden ist der Feuerberg vor rund 700'000 Jahren über der tektonischen Bruchlinie, die der sizilianischen Ostküste entlang verläuft.

Aus seinen vier aktiven Hauptkratern, den zahlreichen Spalten an den Flanken und insgesamt 400 grösseren und kleineren Nebenkratern flossen in den letzten 500 Jahren mehr als eine Milliarde Kubikmeter Lava. Die Lava selbst bezieht der gigantische Vulkan aus 70 bis 120 Kilometern Tiefe.

Der erste dokumentierte Ausbruch datiert aus dem Jahre 1500 v. Chr. In der griechischen Mythologie befand sich im Ätna die Werkstatt des Schmiedegottes Hephaistos. 150 gewaltige Ausbrüche sind seit dem Altertum verzeichnet, die für die umliegenden Städte und Siedlungen oft genug Tod und Zerstörung brachten.

Der letzte verheerende Ausbruch zerstörte 1669 die Stadt Catania komplett. In der jüngeren Vergangenheit gab es 1989, 1992 sowie 2002 und 2003 grössere Ausbrüche. Aber ohne katastrophale Folgen. Es blieb bei ein paar zerstörten Hotels, Ferienhäusern, Restaurants, verschütteten Strassen, und die Seilbahnstation musste wieder neu gebaut werden.

In Paternò, dem Zentrum des Orangenanbaus leben fast 50 000 Menschen in bedrohlicher Nähe des mächtigen Feuerberges

In Paternò, dem Zentrum des Orangenanbaus, leben fast 50'000 Menschen in bedrohlicher Nähe des mächtigen Feuerberges. Bild: Wanda Frischknecht

Aber zwischen den grossen Ausbrüchen spuckt der Ätna regelmässig Feuer und Rauch wie ein Ungeheuer, das eine gigantische Zigarre pafft. Wahrscheinlich explodiert er nicht in einem alles verheerenden Ausbruch, weil er ständig ein wenig Druck ablässt. Aber die Vulkanologie ist eine der schwierigsten Wissenschaften überhaupt. Nach wie vor ist es praktisch unmöglich, verlässlich Zeitpunkt und Dimension von Ausbrüchen vorherzusagen.

Der Ätna ist nicht nur für seine unmittelbare Umgebung ein Risikofaktor. Er bläst jährlich rund 25 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre und ist damit einer der grössten Luftverschmutzer der Erde.

Ich habe schon viel gelesen über den höchsten Vulkan Europas, über diesen mystischen Feuerberg. Die Geschichte seiner Ausbrüche, die schon mehrmals die Stadt Catania vollständig zerstört haben. Die Literatur über den Ätna füllt ganze Bücherregale. Aber erst jetzt beginne ich zu ahnen, was die Faszination eines Vulkanberges ausmacht.

Die Eiger-Nordwand ist gewaltig. Der Niesen wie auf dem Reissbrett entworfen. Das Matterhorn unverwechselbar. Der Mount Everest majestätisch und der Aufstieg zum Napf putzt einem die Lungen.

Der Ätna, vom Normannenkloster Paternò aus gesehen. Der Feuerberg ist 20 Kilometer Luftlinie entfernt. Die Stadt Catania liegt am Fusse des Berges auf der rechten Seite

Der Ätna, vom Normannenkloster Paternò aus gesehen. Der Feuerberg ist 20 Kilometer Luftlinie entfernt. Die Stadt Catania liegt am Fusse des Berges auf der rechten Seite. bild: wanda frischknecht

Aber keiner dieser Berge hat etwas Unheimliches. Wenn ich ihn in Ruhe lasse, wenn ich nicht zu ihm hingehe und nicht versuche, auf seinen Gipfel zu steigen, dann passiert mir nichts. Es sind einfach steinerne Berge. Seit Anbeginn der Zeiten unverrückbar an ihrem Platz.

Der Ätna wirkt hingegen bedrohlich. Ein gewaltiger Berg von einer mystischen, majestätischen Schönheit. Nicht schroff. Einfach gewaltig. Dieser Berg lebt, und wenn du nicht zu ihm gehst, dann kommt er vielleicht zu dir. Wie ein urzeitliches Raubtier. Wie ein prähistorisches Wesen, das nicht nach Europa gehört. Oder ist es ein monströser Pfropf, der den Eingang zur Hölle verschliesst?

Es gibt zwei Wege, sich dem Ätna zu nähern. Der erste ist ein wenig mühsam. Erst mit dem Auto die zahllosen Kehren hinauf zur Talstation der Gondelbahn und von dort weiter auf gut 2000 Meter Höhe.

Unten am Meer ist es 20 Grad. Mildes, freundliches Wetter. Hier oben ist es garstig. Sturmwind braust über die Bergflanken. Die Temperatur ist gefühlt unter dem Gefrierpunkt. Für drei Euro werden Skijacken für die leichtsinnigen, kurzärmligen Touristen vermietet.

Wir stehen verloren in einer trostlosen hochalpinen Landschaft. Es wäre theoretisch möglich, von hier aus erst mit dem geländegängigen Bus, der aussieht wie ein Mond-Fahrzeug, weiter ein Stück hochzufahren und sich schliesslich von einem Führer auf den Gipfel begleiten zu lassen. Theoretisch. Praktisch ist uns das alles zu anstrengend. Über Schneefelder auf wüstenähnlichen, schwarzen Aschenfeldern stapfen? In den Ferien? In meinem Alter? Bei diesen Temperaturen? Nein, danke. Aber wir wissen halt jetzt schon, dass es einen viel besseren Weg hinauf zum Sitz der Feuergötter gibt.

Ein faszinierendes Bild: Der Feuerberg ist jetzt gut 50 Kilometer entfernt und taucht, von Augusta aus gesehen, wie eine Fata Morgana aus dem Meer auf. bild: wanda frischknecht

Carlo hat in seinem Freundeskreis – und hier hat jeder Freunde – einen Helikopterpiloten, der lauffaule Touristen zum Gipfel hinauffliegt. Und genau das tun wir zwei Tage später. Treffpunkt ist der Parkplatz eines Golfhotels.

Wie von Götterhand gehoben, steigen wir mit dem knatternden Flugapparat auf. Schnell lassen wir die grünen, blühenden Landschaften hinter uns. Es geht nun über Schneefelder. Erst jetzt sehen wir die vielen kleinen Krater wie Narben an den Flanken des gewaltigen Massivs. Und schliesslich schweben wir ganz oben. Es ist, als seien wir über dem Gipfel aller Gipfel und Welten. Der Blick geht weit hin aufs Meer bis zur Küste Italiens und tief ins Innere der Insel hinein. Und hinunter in die Krater.

Der schneebedeckte Gipfel mahnt an einen abgebrochenen Zahn. Weisse Rauchschwaden steigen aus einem der Krater auf und werden vom Wind verweht. Es ist, als ob ein freundliches Raubtier im Tiefschlaf gleichmässig atmen würde.

Eine Stunde später sitzen wir wieder auf Meereshöhe in der wunderbar milden Sonne und blicken hinauf zum Berg. Seine Flanken sind bis weit hinauf eine von Steinmauern durchzogene Kulturlandschaft von märchenhafter Fruchtbarkeit. Die hervorbrechende Lava bringt zwar Tod und Zerstörung. Aber die vulkanische Erde ist von üppiger Fruchtbarkeit. Jetzt noch, im Dezember, ist alles grün. Hier wächst reichlich von allem scheinbar wie von allein. Palmen, Olivenbäume, Avocados, Blumen, Orangenbäume, Haselnüsse.

Die fruchtbare Vulkanerde lockt die Menschen seit Jahrtausenden an den Fusse des Feuerberges.

Die fruchtbare Vulkanerde lockt die Menschen seit Jahrtausenden an den Fuss des Feuerberges. Bild: Wanda Frischknecht

Unser Landhaus liegt inmitten einer Orangenplantage. Die Früchte fallen von den Bäumen und liegen auf dem Boden verstreut herum wie bei uns die Äpfel. Um jeden Morgen frischen Orangensaft zu haben, braucht es drei Arbeitsgänge. Hinausgehen. Sich bücken. Dann den Saft pressen. Es ist diese Fruchtbarkeit, die die Menschen seit Jahrtausenden zum Ätna zieht. Im Vertrauen auf die Götter – später auf Gott – der Berg möge nicht zürnen und mit einem Ausbruch erst die nächste Generation treffen. Oder nur das Nachbardorf.

Sizilien ist wahrlich eine vergessene Traumwelt. Ungefähr halb so gross wie die Schweiz. Nur gut zwei Flugstunden von hier. Afrika und Europa, uralte Geschichte und Gegenwart, die lateinische Leichtigkeit des Seins und die nordische Geschäftigkeit, Improvisation und Organisation, Gesetz und Gesetzlosigkeit treffen aufeinander wie kaum an einem anderen Ort der Welt.

Carlo erzählt, dass es für ihn vor 30 Jahren nur eines gegeben habe: so schnell wie möglich weg von hier. Er habe die Welt gesehen. Indien. Amerika. Australien. Und schliesslich muss er in Rom ein grosses Tier geworden sein.

Was genau er war und was er tat, finden wir nicht heraus und er erzählt auch nicht von sich aus, welchen Geschäften er nachgegangen ist.

Aber er liefert eine gute Begründung, warum er wieder hierhergekommen ist. Ins Land seiner Väter. Grossväter. Urgrossväter: Früher habe es geheissen, Sizilien sei schlimm. Ganz schlimm. Die Politiker korrupt. Die Staatsbürokratie kafkaesk und ineffizient. «Nun ist es in ganz Italien so. Dieser Staat ist verrottet. Aber wir haben uns hier schon längst mit solchen Verhältnissen arrangiert und gelernt, damit zu leben.»

Barocke Bauten als stumme Zeugen längst untergegangener Pracht im Abendlicht: Kathedrale San Nicolò in Noto. bild: wanda frischknecht

Temperamentvoll und gestenreich erzählt er mit der Lamentier- und Klagelust der Lateiner, was hier einem so alles widerfahre. Er habe eigentlich dieses Landhaus für ein europäisches Agrar-Tourismus-Programm anmelden wollen. Dann gebe es aus Brüssel viel Fördergeld. Das Ganze sei eigentlich eine überaus lohnende Sache. Das Problem sei nur, dass man die Eingabe nicht direkt in Brüssel, sondern nur hier bei den lokalen Behörden machen könne. «Und weisst du was? Ich hätte mehr Bestechungsgelder bezahlen müssen, damit die mich anmelden, als ich in zehn Jahren mit der Vermietung dieses Hauses hätte einnehmen können. Also lasse ich es sein.»

Er muss in Rom viel verdient haben. «Aber der Staat hat mein Geld gestohlen. 70 Prozent meines Einkommens habe ich durch Steuern verloren. Und was bekomme ich vom Staat? Nichts. Es sind Räuber. Nur eines funktioniert: Wenn ich am Ende meines Lebens irgendwo in einem Hospital dem Tod entgegendämmere, dann machen sie an mir noch alle denkbaren medizinischen Behandlungen, ja sie werden mir eine Stunde vor meinem Tod noch die Zähne plombieren, weil sie dann alle diese Leistungen dem Staat verrechnen können.»

Ach, wenn ich als Fremder doch dahinterkäme, wie es wirklich ist. Ich habe schon so viele Geschichten gehört und gelesen über die Korruption, die Mafia, das organisierte Verbrechen, die Rückständigkeit, die Arbeitslosigkeit, die Hoffnungslosigkeit, die Gewalt, die Gesetzlosigkeit. Und natürlich habe ich Marlon Brando und Al Pacino in «The Godfather» von Francis Ford Coppola gesehen.

Aber wie ist es wirklich? Das Wetter so mild, das Essen so wunderbar, der Wein so köstlich, die Menschen so freundlich. Und doch liegt über allem eine allgegenwärtige Melancholie.

An der Ostküste bei Augusta steigt die Sonne feurig aus dem Meer empor. bild: wanda frischknecht

Ist es wie beim Ätna? Schlummert das Böse, die Bedrohung in der Tiefe unter der blühenden Oberfläche? Für den Fremden nicht sichtbar, und wenn es dann auf einmal aufbricht, ist es zu spät? So, wie wenn der Ätna ausbricht und das irdische Paradies zerstört? Ist der unheimliche Berg gleichsam symbolisch für das Leben, die Kultur, die Politik, die Geschichte und die Gesellschaft auf dieser Insel?

Vielleicht liefert uns die Landschaft tatsächlich eine Antwort. Der Ätna ist nur der Berg der Berge. Die Insel ist von vielen Hügelzügen durchzogen, die manchmal wirken wie ein felsiges Emmental.

Viele Dörfer sind wie Adlernester in den Berghang gebaut. Sizilien als Bergland. Schon rein geographisch musste es seit Anbeginn der Zeiten für jede Form von Obrigkeit schwierig gewesen sein, dieses Land dauerhaft zu beherrschen.

Vielleicht war Sizilien, die grösste Insel des Mittelmeeres, deshalb gar nie das wahre Ziel von Eroberern. Eher Zwischenhalt, Sprungbrett auf dem Weg zu wichtigeren Destinationen. Hinüber nach Afrika oder Italien. Ihre einzigartige strategische Lage lockte Phönizier, Griechen, Römer, Karthager, Mauren, Normannen, spanische Könige, französische Fürsten, Deutsche, Österreicher, Kreuzritter an. Sie kamen meistens als unerbittliche Eroberer und Unterdrücker und Eintreiber, die Steuern und Schutzgelder erhoben, und ganz anderswo wieder ausgaben.

Jeder, der hier war, hat über die Jahrtausende Spuren hinterlassen und wir stehen ratlos vor griechischen, römischen, byzantinischen, römischen, arabischen, und schliesslich barocken Monumenten, die wie in die Jahre gekommene, stumme Gespenster wirken. Aber niemand hatte die Kraft und den Willen, jeden Winkel dieses Landes, alle die alten, an den Berghängen erbauten Dörfer zu erobern und zu beherrschen.

Wer vermag das heute? Auch niemand. Es ist ein Land wie eine russische Matroschka. Je weiter wir vordringen, desto kleiner und kleiner wird es, und es endet in einem winzigen Dorf, in denen Familien regieren. Geschichten und Geschichte gehen auf Jahrhunderte zurück. Nichts geht vergessen. Nichts wird vergeben. Unter der Oberfläche des täglichen Lebens schlummern die Dämonen der Vergangenheit wie in den Tiefen des Ätnas. Rom ist weit. Brüssel noch viel weiter. Was zählt, ist das Gesetz der Familie. Des Familienclans. Des Dorfes. Für Recht und Ordnung sorgen nicht staatliche Vertreter, Behörden, Amtsstellen. Sondern diejenigen, die seit jeher die Unabhängigkeit bewahrt haben. Im Clan wird über die Einhaltung der Sitten und Gebräuche gewacht. In der Not kommt weder aus Rom noch aus Brüssel Hilfe. Wie schon die Väter und Vorväter ist man am Ende des Tages auf die Hilfe der Familie, des Dorfes, bestenfalls des Nachbardorfes angewiesen. Diese kleinen Realitäten machen das Leben. Nicht die papierenen Konzepte und Sonntagsreden der Politiker.

Wir sitzen jetzt vor einer Kaffeebar in Castelmola. Ein Dorf wie ein romantisches Räubernest mit vielleicht 1000 Einwohnern auf dem Gipfel des Monte Tauro.

Der Blick geht hinüber zum gewaltigen Berg der Berge. Wieder ist es, als stehe die Zeit still in einer faszinierenden Welt, die auch im 21. Jahrhundert nach ganz eigenen Gesetzen, Sitten und Bräuchen lebt.

Eine schwarze Katze huscht vorbei. Gatto Nero. Es ist, als verkörpere sie diese leise Traurigkeit, die über diesem Land liegt. Zum Kaffee gibt es goldbraune Biscuits. Fast so hart wie Willisauer Ringli. Der weise, alte Mann vom Nebentisch sieht, wie ich das Biscuit interessiert betrachte als sei es ein wunderliches Insekt. Er beugt sich zu uns herüber und raunt: «Aus Honig. Die machen wir aus unserem Honig.»

Das ist es! Wir sind hier zu Gast in einem Land, in dem Milch und Honig fliessen. Aber selbst den Honig kann ich nicht einfach so geniessen. Er ist steinhart. Wunderbares Sizilien: geheimnisvolles Land des harten Honigs und des Feuerberges.

*Name und Biographie geändert, Dialoge authentisch.

Ätna auf Sizilien ausgebrochen:

1 / 7
Ätna auf Sizilien ausgebrochen
quelle: ap/ap / salvatore allegra
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