International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04790341 A picture made available on 09 June 2015 shows Makhni Bibi (L) and Shahazullah the parents of Shafqat Hussain who is on a death row, showing Hussain's picture in Muzaffarabad, Azad Kashmir, Pakistan, 14 March 2015. Pakistani authorities on 09 June postponed for a fourth time the scheduled hanging of a death-row prisoner whose family said he was just 14 years old when convicted on murder charges. Hussain's family and lawyer said he was 14 years old at the time of crime and trial, which should carry a maximum sentence of life imprisonment. Pakistan lifted a six-year moratorium on death penalty in December, after Taliban militants killed 136 children at a school in the north-western city of Peshawar. Around 150 convicts have since been hanged in the past six months, bringing Pakistan at par with countries with highest number of executions per year like China, Iran and Saudi Arabia.  EPA/STRINGER

Die Eltern von Shafqat Hussain mit einem Foto ihres Sohnes. Bild: STRINGER/EPA/KEYSTONE

Vor 11 Jahren verurteilt, jetzt getötet: Trotz internationaler Proteste liess Pakistan Shafqat Hussain hinrichten



Trotz internationaler Proteste ist in Pakistan ein Mörder hingerichtet worden, der nach Angaben seiner Familie im Alter von 14 Jahren zum Tode verurteilt worden war. Wie ein Beamter des Innenministeriums erklärte, wurde Shafqat Hussain am Dienstag gehängt.

Shafqat Hussain war im Jahr 2004 unter fragwürdigen Umständen schuldig gesprochen worden, ein Kind ermordet zu haben. Die Regierung erklärte, Hussain sei zum Zeitpunkt seiner Festnahme unmittelbar nach der Tat 23 Jahre alt gewesen. Die Familie und sein Anwalt betonten, Hussain sei zum Tatzeitpunkt und beim Urteil erst 14 Jahr alt gewesen, deshalb müsse die Todesstrafe in eine lebenslängliche Haftstrafe umgewandelt werden.

Hinrichtung nach pakistanischem Gesetz illegal

Die Hinrichtung im Gefängnis der südpakistanischen Hafenstadt Karachi war aufgrund der Kritik viermal verschoben worden. Menschenrechtsgruppen hatten die pakistanische Regierung aufgefordert, die Exekution zu verschieben und eine neue Gerichtsverhandlung anzusetzen, da Hussain damals von der Polizei gefoltert worden sei, um ein Geständnis zu erhalten.

Amnesty International kritisiert, die Hinrichtung sei nach pakistanischem und internationalem Recht illegal. Die Menschenrechtsorganisation bemängelte, der Angeklagte sei damals neun Tage gefoltert worden und habe dann den Mord «gestanden».

In Pakistan galt sechs Jahre ein Moratorium für die Todesstrafe. Premierminister Nawaz Sharif hatte es nach einem Taliban-Angriff auf eine Schule im Dezember 2014 zunächst für verurteilte Terroristen und später dann generell aufgehoben. Innerhalb von sechs Monaten sind etwa 180 Verurteilte hingerichtet worden. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Hier soll «El Chapo» bis ans Lebensende schmoren – 8 Fakten zum sichersten US-Gefängnis

Jetzt ist es fix. Joaquin El «Chapo» Guzman, einst Chef des mächtigen Sinaloa-Kartells, muss für den Rest seines Lebens plus 30 Jahre ins Gefängnis. Doch was passiert eigentlich mit einem Verbrecher solchen Kalibers?

Momentan sitzt er noch in einem Hochsicherheits-Gefängnis in Manhattan ein. Martin Horn, ein Professor für Strafvollzug, sagte schon im Februar gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass «El Chapo» in Zukunft wohl ins Bundesgefängnis ADX Florence im Bundesstaat Colorado verschoben wird. Nur dort sei eine angemessene Sicherheitsstufe für einen Verbrecher des Kalibers von «El Chapo» gegeben.

Auch «El Chapos» Anwalt Jeffrey Lichtman sagte: «Ich bin mir sicher, dass er ins Supermax nach …

Artikel lesen
Link zum Artikel