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Rekord-Hitzewelle im hohen Norden

Rekord-Hitzewelle im hohen Norden

06.07.2021, 06:4306.07.2021, 17:39
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Im hohen Norden Europas purzeln die Wärmerekorde. Wie das Meteorologische Institut von Norwegen am Dienstag auf Twitter mitteilte, wurden in der Gemeinde Porsanger in der nördlichsten norwegischen Provinz Troms und Finnmark am Montagnachmittag 34,3 Grad Celsius gemessen.

Das sei ein Rekord für die Provinz, hiess es. Vielerorts bestand Waldbrandgefahr. In neun der elf norwegischen Provinzen sei zudem bislang in diesem Jahr eine Hitzewelle registriert worden. Als diese wird in Norwegen definiert, wenn die Maximaltemperatur an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Durchschnitt bei mindestens 28 Grad liegt.

Auch in Finnland und Schweden ist es im Moment ungewöhnlich heiss. Grund dafür ist nach Angaben des finnischen Rundfunksenders Yle ein Hochdruckgebiet östlich von Finnland, das weitere warme Luft aus Sibirien herüberbringt. Im nordfinnischen Lappland wurden nach Angaben des Meteorologischen Instituts Finnlands zuletzt 33,5 Grad Celsius registriert, was der höchsten gemessenen Temperatur in dieser Region seit über 100 Jahren entsprach.

Schon der Juni war nach Angaben der Meteorologen vielerorts in Finnland rekordverdächtig warm und trocken gewesen. Auch im schwedischen Teil des nördlichen Lapplands sowie in der Provinz Norrbotten wurden am Sonntag an mehreren Orten die wärmsten Tage seit Jahrzehnten registriert.

Vergangene Woche hatte Kanada bereits einen Hitzerekord aufgestellt, mit Temperaturen von fast 50 Grad im Schatten. Einem im Mai veröffentlichten Bericht zufolge vollzieht sich die Klimaerwärmung in der Arktis derzeit dreimal schneller als auf dem Rest des Planeten. Der Anstieg fällt noch schneller aus als bisher angenommen und ein Ende ist nicht in Sicht. (sda/afp)

Diese Forscherin ist sich übrigens sicher: Die Arktis wird bald eisfrei sein

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Lytton ist fast komplett abgebrannt
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Lytton ist fast komplett abgebrannt
Tagelang machte die kanadische Ortschaft Lytton mit immer neuen Hitzerekorden Schlagzeilen – nun hat ein Flammeninferno die Gemeinde fast komplett zerstört.
quelle: keystone / darryl dyck
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66 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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sweeneytodd
06.07.2021 08:31registriert September 2018
Die Schweiz hätte (auch wenn nur ein kleiner) Beitrag leisten können in Zukunft, damit sich dies wieder normaliesiert. Aber Nein der Stammtischpolteri möchte liber 100.- weniger für Benzin ausgeben und am liebsten für 50.- ans Meer fliegen. Wenn wir so weitermachen muss er in Zukunft nicht mal mehr fliegen, weil dann ist das Meer bei Mailand. Danke an alle Personen die einen f*ck auf die Umwelt geben, dank euch kann ich dann wunderbar das ganze Jahr Sommer in der Schweiz geniessen 🤦.
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Repplyfire
06.07.2021 08:05registriert August 2015
Ich lebe gerne in einer wärmeren Welt. Aber dann muss das Eis und der Moscht günstiger werden.

Liebe Grüsse
SVP - Öllobby und Billigflug Regula-Michael.
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Ludwig.Van
06.07.2021 08:17registriert Juli 2019
eS gAb sCHoN iMmeR hiTZeWeLleN...
*sarcasm off
eigentlich zu tragisch um sich darüber lustig zu machen...
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