International
Niederlande

Brandanschlag auf Synagoge in Rotterdam – vier Festnahmen

epa12816309 A person walks outside a synagogue, which was targeted by an arson attack, at the A.B.N. Davidsplein square in Rotterdam, the Netherlands, 13 March 2026. EPA/MEDIA TV/ ANP
Eine Synagoge in Rotterdam wurde Ziel eines mutmasslichen Brandanschlags. Bild: keystone

Brandanschlag auf Synagoge in Rotterdam – vier Festnahmen

13.03.2026, 15:1713.03.2026, 15:17

Im Zusammenhang mit dem mutmasslichen Brandanschlag auf eine Synagoge in Rotterdam hat die niederländische Polizei vier Personen festgenommen. Die vier Verdächtigen waren den Angaben zufolge in der Nähe einer anderen Synagoge festgenommen worden.

Am frühen Morgen war vor dem Eingang der Rotterdamer Synagoge nach Angaben der Polizei ein Feuer gelegt worden. Das Feuer erlosch von selbst und niemand wurde verletzt, wie die Polizei in der niederländischen Hafenstadt mitteilte. Die jüdische Gemeinschaft und Politiker reagierten geschockt.

Auffälliges Verhalten

Die Verdächtigen im Alter von 17 bis 19 Jahren waren bereits am frühen Morgen festgenommen worden. Das Auto war der Polizei durch das Fahrverhalten aufgefallen. Ob auch bei der zweiten Synagoge ein Brandanschlag geplant war, ist unbekannt.

Der Brand vor dem Eingang der Synagoge war auf in sozialen Medien geteilten Aufnahmen zu sehen. Es kam zu einer kleinen Explosion. Die Ermittlungen dauerten laut Polizei an.

«Gezielter Angriff auf jüdische Gemeinschaft»

Der Anschlag werde Ängste bei der jüdischen Gemeinschaft erhöhen, sagte der Vorsitzende der Synagoge, Chris den Hoedt, auch wenn der Sachschaden gering sei. Er sprach von «einem gezielten Angriff auf eine niederländische Glaubensgemeinschaft».

Justizminister David van Weel sprach von einem gezielten Anschlag mit vermutlich antisemitischem Hintergrund. Die jüdische Gemeinschaft sei bereits länger Zielscheibe von Gewalt und Bedrohung.

Die Rotterdamer Bürgermeisterin Carola Schouten sagte extra Sicherheitsmassnahmen zu. «In Rotterdam ist kein Platz für Antisemitismus, Einschüchterungen, Gewalt und Hass gegen Religionsgemeinschaften.» (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
So erleben junge jüdische Schweizer Antisemitismus
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Mindestens 64 Tote nach Erdrutschen in Äthiopien
Bei Erdrutschen im Süden Äthiopiens sind nach Behördenangaben mindestens 64 Menschen ums Leben gekommen. Die tatsächliche Zahl der Opfer könnte noch deutlich höher sein, denn etwa 125 Menschen gelten weiterhin als vermisst.
Zur Story